Mehr Wohlbefinden im Schuh

Ackerschachtelhalm bremst Schweiß

Seitdem die Mobiltelefone die Schritte mitzählen, die jemand an einem Tag zurücklegt, ist damit gleichzeitig beim Smalltalk für Gesprächsstoff gesorgt. Denn immerhin kann man sich mit anderen messen und vielleicht auch ein bisschen angeben, wenn die Anzahl der Schritte dabei sehr hoch gestiegen ist. Eine andere Frage, die sich bei der Betätigung unserer Füße stellt, ist die Befindlichkeit, die einem mehr oder weniger Lust auf das Gehen macht. Einerseits können Schmerzen eine Beeinträchtigung darstellen oder einfach die übermäßige Produktion von Schweiß. Der Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense) ist in der Lage, als Heilkraut einen guten Beitrag zu einem gesteigerten Wohlbefinden zu leisten. Dieses Gewächs stellt eine häufige Begleiterscheinung der agrarischen Flächen hierzulande dar. Es sprießt vor allem an den feuchten Rändern, wo sich ganz leicht eine Staunässe bilden kann, die andere Pflanzen gar nicht mögen. Für die Naturheilkunde sind ausschließlich die grünen Wuchsteile des Zinnkrautes (anderer Name für Ackerschachtelhalm) von Interesse. Darin werden u. a. Kieselsäure, Kalium, Kalzium, Flavonoide und Saponine eingelagert. Damit hat man die Möglichkeit, den Körper von außen her zu pflegen und zu unterstützen, wobei dann auch die Füße nicht zu kurz kommen. Es sind gerade die Gliedmaßen, die uns den ganzen Tag über tragen und im wahrsten Sinne des Wortes für ein Weiterkommen sorgen. Daher ist es wert, sich ihrer in einem vernünftigen Maß zu widmen. Für diesen Zweck lässt sich das Zinnkraut relativ einfach aufbereiten. Man hat damit eine Unterstützung zur Hand, die bei Schweißfüßen wohltuend zum Tragen kommen kann.

 

Ansatz in Alkohol

Von frischen grünen Trieben des Ackerschachtelhalms 30 g zerkleinern und in 1/4 l gutem Kornbrand oder Obstler 14 Tage lang in einem verschlossenen Glasgefäß in der Sonne ansetzen. Täglich einmal gut durchschütteln. Danach abseihen und in dunkle Flaschen abfüllen. Mit dieser Tinktur lassen sich gewaschene und gut abgetrocknete Füße einreiben, um so das Schwitzen in den Schuhen zu reduzieren. Gleichzeitig zur Begleitung jeden Tag 1 Tasse Zinnkrauttee trinken. www.kraeuterpfarrer.at

Ackerschachtelhalm oder Zinnkraut (Equisetum arvense) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

Pflanzliche Energie

Von Königskerzen nutzen

Wahrscheinlich geht es vielen so wie mir: ich bin in Hinsicht der momentanen meteorologischen Lage einerseits froh, dass es nun endlich geregnet hat, andererseits aber täte mir ein bisschen mehr an Wärme und Sonne ganz gut. Gott sei Dank liegt es jedoch nicht in meiner Macht, so etwas zu regeln. Immerhin sind es letztlich die Pflanzen, die sich in der Natur bei jedem Wetter zu bewähren haben und dabei etliches für uns aufbereiten und speichern. Ein Paradebeispiel dafür ist wohl die Großblütige Königskerze (Verbascum densiflorum), die zu den besonders liebenswerten Individuen unserer heimischen Flora zählt. Sie ist eine ausgesprochene Freundin der Sonne und kann sich auf trockenen Standorten ganz gut behaupten. Dazu kommt noch, dass sich in ihren Blüten, die in der pflanzlich praktizierten Heilkunde seit Jahrhunderten genutzt werden, ätherische Öle, Flavonoide, Aucubin und Saponine als Inhaltsstoffe befinden. Mit ihnen gehen stärkende und entzündungshemmende Effekte einher. Weiß jemand darum, so ist es auch möglich, diese Vorteile konkret zum Einsatz zu bringen. Die Königskerze ist eine gute Unterstützerin der Atemwege. Bei verhärtetem und lang anhaltendem Husten kann auf sie zurückgegriffen werden. Auch bei verschleimten Bronchien hilft die Königskerze mit, wieder freier atmen zu können. Heute möchte ich einen zusätzlichen physischen Bereich nicht aussparen, nämlich den Rachen und den Hals. Dort kann ein Kratzen die Stimme beeinträchtigen, eine Heiserkeit sich festsetzen und leider auch eine Erkältung eine unangenehme Entzündung mit sich bringen, die sich meist schmerzvoll anfühlt. Am besten ist es dann sicher, auf das Gurgeln nicht zu verzichten. Und das mithilfe der Königskerze.

 

Blüten aufbrühen

2 Teelöffel voll getrocknete Blüten der Großblütigen Königskerze mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Zusätzlich sollte der Aufguss auch noch filtriert werden, da sich auf den Blüten feine Härchen befinden, die ihrerseits einen Reiz im Hals auslösen können. Dieser Königskerzentee eignet sich sehr gut, um bei Heiserkeit und rauem bzw. entzündetem Rachen eine lindernde Begleitung durch Gurgeln bereitzustellen. Mehrmals am Tag durchführen. www.kraeuterpfarrer.at

Großblütige Königskerze (Verbascum thapsiforme oder densiflorum)  © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

Ansatz für den Magen

Mit Kümmel probieren

Um die Gesundheit zu pflegen und zu erhalten, kann ich einiges tun. Genügend Bewegung gehört wohl genauso dazu wie etwa ein ausreichendes Pensum an Schlaf. Die Nerven sollten darüber hinaus ebenso gefestigt werden, um das seelische Gleichgewicht zu gewährleisten. Die Verdauung ist dann noch ein zusätzliches Thema. Im Echten Kümmel (Carum carvi) finden wir in dieser Beziehung einen guten Verbündeten. Seit Menschengedenken haben sich bereits unsere Vorfahren der guten Effekte des Doldenblütlers – speziell seiner Samenkörner – bedient. Durch sein kräftiges Aroma, das er u. a. den ätherischen Ölen verdankt, die sich als Wirkstoffe in dem Küchengewürz befinden, gibt er den Benutzern seit jeher genug Animation weiter, um sich in durchaus kreativer Form die Vorteile des Kümmels zunutze zu machen. Sucht man in der Küche z. B. nach einem geeigneten Gewürz, um einem deftigen Braten einen guten Geschmack zu verleihen, wird man um den Kümmel wohl nicht herumkommen. Selbst Kartoffeln kann man damit anreichern, ehe sie auf dem Teller landen. Und so könnte man die Liste fortsetzen, die uns das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Aber wir möchten bestimmt eher darauf achten, den Magen in seiner Tätigkeit zu unterstützen als ihn zu belasten. In einem Hausmittel, das man sich selbst zubereitet, hat man sowohl eine Hilfe in dieser Hinsicht zur Verfügung und zugleich eine genussvolle Ergänzung des meist anstrengenden Alltags. Der Kümmel ist sicherlich nicht nur in meinen Augen auf vielerlei Weise brauchbar und daher auch kostbar, weil er unser Wohlbefinden stärken kann. Lassen wir also dem Organismus das Gute der Schöpfung zukommen und vertrauen wir je neu den Kräften der Natur, die anscheinend immer noch von ewig Gestrigen in Frage gestellt zu werden scheint.

 

Hausmittel für die Verdauung

5 Esslöffel voll Kümmelsamen in einem Mörser leicht anstoßen, bevor man sie in eine leere Flasche aus Weißglas füllt. Hernach mit 1 Liter gutem Obstbrand übergießen. Verschließen und in einem mäßig warmen Raum 4 Wochen lang stehen lassen. Täglich einmal fest durchschütteln. Zum Abschluss den Ansatz filtrieren und nochmals 2 bis 3 Monate im Keller lagern. 1 Stamperl davon dient als Genussmittel und Unterstützung für den Magen. www.kraeuterpfarrer.at

Kümmel (Carum carvi)

Vorbeugend leben

Mit Odermennig für die Verdauung

Kräuterpfarrer Hermann-Josef Weidinger hat es immer wieder betont: Wenn die Ampel der Gesundheit auf Rot steht, ist es meistens schon zu spät, etwas zu tun! So dürfen wir heute einmal mehr darüber nachdenken, wie wir im Bezug auf unsere körperliche Verfassung auf einem guten Weg bleiben können. Von vielen Ratschlägen, die dahingehend auch mithilfe der Werbung propagiert werden, möchte ich heute bloß einen herausnehmen, der mit der Kraft der Natur in Zusammenhang steht. Zudem soll es nur ein Kraut sein, das diese Ziele bespielt: der Odermennig (Agrimonia eupatoria). Mit diesem Rosengewächs befinden wir uns automatisch im Reich der heimischen Heilpflanzen, wächst es doch hierzulande an Wald- und Wegrändern, entlang von Zäunen und Büschen sowie auf Lichtungen und Kahlschlägen. Meist ist diese Pflanze sehr unscheinbar, obwohl ihre gelben Blüten ährenförmig nach oben ragen. Dennoch gehen viele am Odermennig vorüber, ohne sich seines Wertes bewusst zu sein. Zu den Inhaltsstoffen der oberirdischen Wuchsteile zählen u. a. Gerbstoffe, Kieselsäure, Flavonoide und auch Bitterstoffe. Die Erfahrungen der alten traditionellen Klostermedizin samt der Heilpraxis der ländlichen Bevölkerung über Jahrhunderte hinweg haben gezeigt, dass es sich beim Odermennig um eine exzellente Hilfe für den gesamten Verdauungsbereich handelt. Dies schließt auch die Tätigkeit der Leber, der Gallenblase, der Bauchspeicheldrüse und des Zwölffingerdarms mit ein. So ist es nur recht und klug, im Sinne einer vernünftigen Gesundheitsvorsorge auf eine sanfte Maßnahme der Vorbeugung Bedacht zu nehmen. Eine Tasse Tee zwischendurch kann dahingehend schon vieles erreichen. Es ist sicher nicht zu schade für die Zeit, die wir uns für uns selbst und den Odermennig nehmen!

 

Blätter aufgießen 

2 Teelöffel voll getrocknete Blätter des Odermennigs mit 1/4 Liter siedendem Wasser übergießen und 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Danach abseihen und schluckweise trinken. Will man damit die Verdauung unterstützen, dann den Tee ungesüßt einnehmen. Es sollen die förderlichen Gerb- und Bitterstoffe des Odermennigs zum Tragen kommen, die auch der Mundschleimhaut und dem Rachen gut tun. Sie besitzen nämlich zusammenziehende und keimwidrige Effekte. www.kraeuterpfarrer.at

Odermennig (Agrimonia eupatoria)  © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

Verjüngung der Haut

Löwenzahnwurzel als Kosmetikum

Heilkräuter sind wahre Geschenke aus der Apotheke Gottes. Diese Erkenntnis wurde schon zur Zeit der Gründung des Vereines Freunde der Heilkräuter zum leitenden Slogan dieser Interessensgemeinschaft Ende der 70er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Und es ist sinnvoll, die Möglichkeiten, die mit einem Geschenk in Verbindung stehen, auszuloten und damit zu wuchern. Schließlich war es Hermann-Josef Weidinger, der vielen die Augen für das Kostbare einer Pflanze öffnete. Dies tat er auch beim Löwenzahn (Taraxacum officinale), der für gewöhnlich auf der Liste der so genannten Unkräuter zu finden war. Dieser Korbblütler sollte jedoch generell geschätzt und daher auch genutzt werden. So sehr er nun auch die Wiesen mit seinen goldgelben Blüten ziert, dürfen wir zugleich die anderen Wuchsteile ebenso als hilfreich und wertvoll erachten. In der Löwenzahnwurzel stecken viele Vorteile. Sie sind durch die Inhaltsstoffe wie Bitterstoffe und Triterpene gegeben. Diese können etwa die Verdauung und die damit in Verbindung stehenden Organe unterstützen. Vergessen wir aber darüber hinaus nicht auf die Haut, die sich mit allem, was unter ihr steckt, über verjüngende und vitalisierende Maßnahmen freut. In einem alten Hausmittel, das uns die Altvorderen überliefert haben, wird der unterirdische Teil des Löwenzahns dazu verwendet, um die Grundlage für eine Waschung zu bilden, die das allgemeine Wohlbefinden steigert. Es ist uns so möglich, ein Kosmetikum für die Außenschicht des Leibes zum Einsatz zu bringen, dem wir mit Fug und Recht das Attribut „Natur pur“ zuerkennen dürfen. Und darauf legen wohl immer mehr wert! Gott sei Dank!

 

Waschung für die Haut 

Von frischer oder getrockneter Wurzel des Löwenzahns, die kleingehackt wird, 4 Esslöffel voll mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen. Danach 15 Minuten ziehen lassen, ehe man abseiht. Den ganzen Körper mit dem lauwarmen Absud waschen, um so die Haut zu stärken, zu verjüngen und ihre Abwehrkraft zu steigern. Diese Maßnahme erfrischt einen gleichsam rundherum. www.kraeuterpfarrer.at

Löwenzahn mit Wurzel (Taraxacum officinale) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

Zum Tag des Baumes

Heilkräftiges von der Linde

Je häufiger wir in den Schlagzeilen Nachrichten über die rasante Veränderung des weltweiten Klimas übermittelt bekommen, desto intensiver sollten wir uns Gedanken darüber machen, wie wir persönlich all das zu schätzen wissen, was von Natur aus für ein gesundes und lebenswertes Gleichgewicht auf unserem Planeten sorgt. Eine maßgebliche Rolle spielen dabei die Waldflächen, die mehr und mehr zurückgedrängt werden, um meist einseitigen und vor allem geldversprechenden Projekten zu weichen. Lasst uns daher heute dankbar auf die Bäume blicken. Die Linde (Tilia) ist meiner Meinung nach ein pflanzliches Lebewesen, das uns durch ihre Präsenz sehr viel Sympathie vermittelt. Gerade in unserer europäischen Lebenskultur ist es seit Jahrhunderten üblich, an markante Punkte der Siedlungen Linden zu pflanzen. Darüber hinaus unterstreichen sie das Heilige eines Ortes, wenn sie neben Kirchen, Kapellen und Friedhöfen stehen und den Menschen, die sich dort aufhalten, bei Hitze einen wohltuenden Schatten spenden. Jedes Jahr gelangen die Linden – hierzulande vor allem die Arten Sommer- und Winterlinde – zu ihrer vollen Entfaltung, wenn sie ihre Blüten tragen. Dann wird ein unverwechselbarer Duft in die Atmosphäre freigesetzt, in dem man förmlich ein Aromabad nehmen kann. Die Bienenvölker pilgern ebenso dorthin, um sich das Ihrige abzuholen. Die Lindenblüten enthalten neben Flavonoiden und Schleimstoffen zudem ätherisches Öl und Gerbstoffe. Wir kennen wahrscheinlich die Maßnahme, sich bei grippalen Infekten einen Lindeblütentee zuzubereiten, um mit dessen Trinken so richtig ins Schwitzen zu kommen und sich damit ordentlich im Bett auszukurieren. Es ist jedoch auch möglich, eine Vorbeugung zu treffen, damit Erkältungen und Husten weniger Chance haben, sich bei uns festzusetzen.

 

Vorbeugender Tee 

Von getrockneten Lindenblüten lediglich 1 Teelöffel voll mit 1/4 Liter siedendem Wasser übergießen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Danach soweit auskühlen lassen, dass der Tee nur mehr lauwarm ist. Langsam und schluckweise trinken. Am besten 2 bis 3 Wochen lang am frühen Abend 1 Tasse davon einnehmen, um so den Körper im Aufbau einer ausreichenden Immunkraft zu unterstützen. Diese ist letztlich das ganze Jahr über vonnöten, auch in der warmen Jahreszeit. www.kraeuterpfarrer.at

Lindenblütenzweig (Tilia) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

Auf den Kopf schauen

10 Kräuter stärken das Haar

Heute möchte ich meine Gedanken rund um die Pflege des eigenen Wohlbefindens ganz oben ansetzen. Ich meine das rein physisch und lande somit beim Kopf. Im Frühling kann gerade dort die Freiheit neu empfunden werden, die steigende Außentemperaturen mit sich bringen. Dann ist es nämlich möglich, auf Hüte, Hauben und Kappen zu verzichten, die das Haupt vor zu großer Kälte, Wind und unwirtlichem Wetter schützen. Somit kommt das Haar auf dem Kopf wieder mehr zur Geltung, das wir in je unterschiedlicher Beschaffenheit und Dichte mit uns tragen. 10 Kräuter sollen in diesem Zusammenhang gleichsam buchstabiert werden, die mithelfen können, die Haare zu stärken: Birkenblätter, Brennnessel, Kamille, Kleinblütiges Weidenröschen, Klette, Melisse, Salbei, Basilikum, Thymian und Ysop. In dieser Zusammenstellung sind Gewächse enthalten, die über den Stoffwechsel dafür sorgen, dass die Kopfhaut von innen her gefestigt wird und somit die Haarwurzeln einen besseren Halt besitzen. Dazu wird z. B. durch die Brennnesseln die notwendige Kieselsäure in den Organismus eingebracht, die das Haar selbst festigt und kräftig wachsen lässt. Außerdem ist es wichtig, dass der Körper entgiftet und von Schadstoffen rein gehalten wird. Ätherische Öle und Gerbstoffe der Kräuter tragen das Ihre dazu bei, dass sich das Äußere des Leibes gut ansehen lässt. Neben all der äußeren Umsicht und Pflege, die Haut und Haar zuteilwerden sollen, ist es sinnvoll, auch von innen heraus die ganze Physis auf Vordermann zu bringen, wenn es auf den Sommer zugeht. Eine Frühjahrskur mit 10 Kräutern kann ich dahingehend nur wärmstens empfehlen.

 

Kräutertee für die Haare

Aus einem Gemisch von den getrockneten Kräutern Birkenblätter, Brennnessel, Kamille, Kleinblütiges Weidenröschen, Klette, Melisse, Salbei, Basilikum, Thymian und Ysop 2 Teelöffel voll mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Nach dem Abseihen den Tee am besten ungesüßt schluckweise trinken. 3 Wochen lang jeweils 1 Tasse morgens, mittags und abends zu sich nehmen, um so die Kopfhaut und den Haarwuchs von innen heraus zu unterstützen. Durch einen damit geförderten Stoffwechsel profitiert auch das Äußere des Körpers davon. Die fertige Teemischung „Für die Haare“ erhalten Sie samt kostenloser Beratung im Kräuterpfarrer-Zentrum:

Tel. 02844/7070, E-Mail: bestellung@kraeuterpfarrer.at oder bequem im Webshop: www.kraeuterpfarrer.at

Kräutertee für die Haare © Foto: Reinhard Podolsky

 

Altes neu entdecken

Der Andorn unterstützt die Atmung

Will jemand Geschichtsforschung betreiben, so ist es dazu notwendig, die vorhandenen Quellen zu studieren oder eine alte Bausubstanz zu erkunden, um schließlich die Zusammenhänge zu erkennen, die ein bisschen Licht in das Verständnis für längst Vergangenes hineinbringt. Es ist nach wie vor spannend, auch im Bereich der Medizin den historischen Faden aufzugreifen und näher zu beleuchten. Bis zurück in die Antike lassen sich Spuren der Überlieferung finden, die der Heilkraft der Pflanzen gewidmet sind. So auch beim Gewöhnlichen Andorn (Marrubium vulgare), der weiters als Weißer Andorn bezeichnet wird. Dieser Lippenblütler hatte seine ursprüngliche Heimat im östlichen Mittelmeergebiet und im angrenzenden asiatischen Raum, wurde aber mithilfe von Menschenhand in andere westliche und südliche Regionen verpflanzt. Nicht zuletzt deswegen, weil man dem Gewächs eine hohe Heilkraft zuerkannte. Zu den Wirksubstanzen des Andorns zählen u. a. der Bitterstoff Marrubiin, außerdem noch Gerbstoffe und ätherisches Öl. Unsere Altvorderen haben das Heilkraut in verschiedensten gesundheitlichen Anliegen verwendet, so bei Verdauungsbeschwerden, Leberproblemen oder eben auch bei Erkrankungen der Atemwege. Gerade dann, wenn sich ein Husten als hartnäckig erweist, ist es möglich, den Andorn für eine Besserung der Beschwerden aufzubereiten. Am einfachsten geschieht dies in Form eines Aufgusses, der übrigens dem gesamten Organismus guttut. Es ist zudem ein Anlass, um das Wertvolle, das schon vor Jahrhunderten und Jahrtausenden erkannt wurde, ins Heute zu übertragen und davon zu profitieren.

 

Andorn-Tee bei Husten

Von getrockneten und zerkleinerten Andornblättern 2 Teelöffel voll nehmen und mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Obwohl der Tee bitter schmeckt, es nicht scheuen, ihn schluckweise zu trinken. Bei verschleimter Lunge und bei hartnäckigem Husten eine Zeitlang jeweils in der Früh und am Abend 1 Tasse davon zu sich nehmen, bis sich die Beschwerden verringern. www.kraeuterpfarrer.at

Weißer Andorn (Marrubium vulgare) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

 

 

 

Verdünnter Wohlgeschmack

Safran tut den Nerven gut

In einer Teuerungswelle schauen alle mehr als sonst, was sich im Geldbörsel oder auf dem Konto an Geld befindet. Es heißt ja mit den vorhandenen pekuniären Reserven sparsam umzugehen, um bei allem gut über die Runden zu kommen. Gleichzeitig ist es mehr als klug, von so manchem Luxusgut Abstand zu nehmen und dessen Erwerb vorerst einmal sein zu lassen. Auch unter den Gaben der Natur findet sich so manches Kostbare, das im Handel dementsprechend viel kostet. Das Paradebeispiel dafür ist sicher der Safran (Crocus sativus). Er stellt gleichsam ein verbindendes Element zwischen der Traditionellen Medizin des Ostens und des Westens dar. Auf dem gesamten eurasischen Kontinent wurde und wird er kultiviert und verwendet. Gewiss ist er in erster Linie als Gewürz bekannt. Zu seinen Inhaltsstoffen zählen Proteine, Mineralstoffe, ätherisches Öl und Flavonoide. Ebenso wichtig sind seine Farbstoffe, die beim Zubereiten von Speisen eine wesentliche Rolle spielen. Die Verwendung des Safrans wirkt sich generell förderlich auf die Verdauung aus und kann zudem als stärkend für die Nerven bezeichnet werden. Um nun genau diese Vorteile für sich selbst in Anspruch zu nehmen, braucht es bloß ein Glas Wasser, so dass die guten Effekte auch zugänglich werden. Hat jemand also den Safran ohnehin bei sich zu Hause vorrätig oder ist einem die Gesundheit etwas wert, dann darf man die kostbare Ware durchaus in Anspruch nehmen. Denn es ist sicher nicht vernünftig, am falschen Fleck zu sparen oder gar sich selbst bzw. anderen gegenüber knausrig zu sein. Ein allgemeines Wohlbefinden ist immerhin die beste Grundlage für die Zufriedenheit, die uns eigentlich niemals abhandenkommen sollte.

 

Safran-Trunk

In ein Glas, das mit lauwarmem Wasser gefüllt ist, bloß 1 Faden Safran legen. 1 Stunde lang stehen lassen und dann langsam und schluckweise trinken. So können sich die
guten Inhaltsstoffe des Safrans im Wasser lösen und über den Verdauungstrakt ihre günstige Wirkung entfalten. Das dient u. a. der Stärkung des Magens und des Darmes. Darüber hinaus zeitigt dieses Wasser eine beruhigende Wirkung für die
Nerven. www.kraeuterpfarrer.at

Safran (Crocus sativus) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

 

 

 

 

 

Frieden für das Ohr

Weidensaft als Wohltat 

Spricht jemand von den leiblichen Sinnen, dann denken viele womöglich an Berührungen, an die Wahrnehmung des Gaumens oder an das Riechen der Nase. Wohl sollten wir auf die Ohren und das Hören nicht vergessen. Vor allem im städtischen Bereich herrscht ein stets erhöhter Geräuschpegel vor, den viele schon gar nicht mehr bemerken. Erst bei einem Aufenthalt am Land kommt man auf einmal drauf, wie wohltuend es ist, wenn alles still und ruhig ist. Entlang der Bäche und Flüsse wachsen dort ebenso die verschiedenen Weidenarten (Salix), die zu einer gesunden floralen Vielfalt einfach dazugehören. Diese Baumart hat auch etwas mit den Ohren zu tun. Denn in der Rinde und in den Blättern des Gewächses sind gute Inhaltsstoffe eingelagert, u. a. auch so genannte Salicylsäureverbindungen, die sich entzündungshemmend und schmerzstillend auswirken können. Das haben schon unsere Altvorderen durch einschlägig gute Erfahrungen erkannt, was nicht zuletzt auch zur Entwicklung des Pharmakons Aspirin beitrug. Das Ohr – genauer gesagt der Gehörgang  – kann sich leider auch entzünden und nicht wenige klagen dann über ein Schmerzempfinden im Kopfbereich, was wiederum zu einer Beeinträchtigung der allgemeinen Gesamtverfassung führt. In einem alten Hausmittel soll heute eine begleitende Unterstützung aufgezeigt werden, die sich genau diesem Problem widmet. Das frisch austreibende Grün der Weiden enthält nämlich einen Saft, der den Ohren dienlich sein kann. Es ist sicher nicht schlecht, gerade dort für Frieden und Wohlergehen zu sorgen, um wieder besser drauf zu sein.

 

Wattebausch mit Weidensaft 

Von frisch abgepflückten Weidenblättern, die nicht zu alt sein dürfen, den darin befindlichen Saft auspressen. Am besten am Abend durchführen und mit der gewonnenen Flüssigkeit einen kleinen Wattebausch tränken. Die Ohren vor dem Schlafengehen damit zustöpseln und über Nacht drinnen lassen. In der Früh wieder herausnehmen. Das kann dazu beitragen, um Ohrenschmerzen zu begleiten und einer Besserung zuzuführen. Den Wattebausch nur im äußeren Bereich des Gehörganges anbringen, um so das Innere des Ohres zu schonen. www.kraeuterpfarrer.at

Weide (Salix) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya