Hausmittel für Haut und Hals

Den Odermennig heranziehen

Es stellt je neu ein interessantes und spannendes Unterfangen dar, wenn man sowohl als Historiker oder eben als aufgeschlossener und erkundender Laie mittelalterliche Quellen studiert. Durch die Zurverfügungstellung dieser Dokumente im Internet und deren Veröffentlichung in wissenschaftlichen Arbeiten hat man heutzutage einen guten Zugang dazu. Ein Forschungsbereich, der immer wieder neue Erkenntnisse liefert, ist z. B. die Klostermedizin. Dort spielen unzählige Kräuter eine wichtige Rolle, nicht zuletzt auch der Odermennig (Agrimonia eupatoria). Er taucht übrigens auch bereits in antiken Aufzeichnungen auf. Dieses Rosengewächs hat man in vielerlei Hinsicht als brauchbar erachtet und dementsprechend verwendet. Aus heutiger Sicht wissen wir, dass die Inhaltsstoffe des Heilkrautes letztendlich dafür ausschlaggebend sind. Gerbstoffe, Flavonoide, Kieselsäure, Triterpene und auch ein geringer Anteil an ätherischem Öl zeichnen den Odermennig dahingehend aus. Sowohl der Hals als auch die Haut sind Bereiche, die man mit den Vorteilen des heimischen Gewächses versorgen kann. Halsschmerzen, Entzündungen im Mund- und Rachenbereich aber auch Verletzungen, Geschwüre, Venenleiden und Krampfadern können ein konkreter Anlass dafür sein. Um den Odermennig aufzubereiten, kann man auf verschiedene Art und Weise vorgehen. Eine althergebrachte Empfehlung ist es, das Kraut mit Wein zu übergießen. Für eine Menge von 50 g benötigt man 1 Liter Rotwein. Beides zusammen gut aufkochen, dann abseihen und in dunkle Flaschen abgefüllt im Kühlen lagern. Dieses Produkt eignet sich für Waschungen bei Beschwerden mit Krampfadern und Venen, aber auch bei Verstauchungen und Prellungen. Für den Mund und Rachen gibt’s noch einen anderen Tipp.

Abkochung mit Odermennig 

2 Handvoll von getrocknetem blühenden Odermennigkraut werden mit 1 Liter kaltem Wasser übergossen. Dann solange kochen, bis ca. 1/4 des Wassers verdunstet ist. Danach abseihen und temperieren. In der nicht mehr zu heißen Flüssigkeit löst man zusätzlich 2 Esslöffel Honig auf. Bei Mund- und Halsentzündungen nimmt man diese Abkochung, um damit kräftig zu gurgeln und die Mundhöhle auszuspülen. Kann auch vorbeugend angewandt werden, um damit Halsweh und Angina nach Möglichkeit fernzuhalten. www.kraeuterpfarrer.at

Odermennig (Agrimonia eupatoria) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

Tugendhafte Pflanze

Die Ringelblume für das neue Jahr

Begabungen sind etwas sehr Wertvolles. Das können wir an Menschen ablesen, die irgendeine Kunst besonders beherrschen, sei es etwas Darstellendes in Form von Bild bzw.  Musik oder eben eine technisch praktische Fähigkeit, die in einem Handwerk zur Entfaltung gebracht wird. Nicht vergessen möchte ich natürlich jene, die mathematisch und in den Verwendungsmöglichkeiten der digitalen Hilfestellungen viel drauf haben. Bei den Heilkräutern ist es wohl die Ringelblume (Calendula officinalis), die uns Respekt abringen kann. Sie zählt zu den Korbblütlern und sollte eigentlich in keinem Kräutergarten fehlen. All jenen, die dahingehend ihren so genannten grünen Daumen im kommenden Frühling und Sommer mehr betätigen wollen, sei dieses Gewächs besonders anempfohlen. Die Ringelblume ist nämlich äußerst leicht zu ziehen und sät sich von Jahr zu Jahr dann selbst aus. Flavonoide, Saponine, Bitterstoffe und selbst ätherisches Öl finden sich in den Blütenblättern. Die goldgelb blühende Pracht ist dazu geeignet, um mit ihrer Verwendung u. a. die Funktion der Leber zu stärken und die Verdauung zu unterstützen. Darüber hinaus gilt die Ringelblume als wundheilend und schmerzlindernd. Diesen Effekt kann man sich wiederum auf der Haut zunutze machen. Im Übrigen werden ihr auch leicht abführende und ebenso harntreibende Wirkungen nachgesagt. Um die Hausapotheke also mit pflanzlicher Unterstützung zu bestücken, ist es nicht schlecht, die getrockneten Blütenblätter des Heilkrautes immer auf Vorrat zu haben. Dann ist es einem ganz leicht möglich, bei Bedarf einen Tee aufzubrühen, der dem Leib gut tut und gleichfalls der Seele. Denn immerhin bilden wir eine Einheit von beiden. Diese wird ganz besonders durch die Verwendung der Ringelblume gestärkt.

Tee aus Blütenblättern 

Von getrockneten abgezupften Blütenblättern der Ringelblume nimmt man 2 Teelöffel voll und übergießt sie mit 1/4 Liter kochendem Wasser. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Danach in eine bereitgestellte Tasse leeren und auf Trinktemperatur abkühlen lassen. 2- bis 3-mal am Tag trinkt man davon je 1 Schale voll am besten 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten. Das unterstützt die Verdauung, stärkt die Tätigkeit der Leber und stellt eine innerliche Anwendung für die Hautpflege dar. www.kraeuterpfarrer.at

Ringelblume mit botanischen Details (Calendula officinalis) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

Für Ausgeglichenheit

Melissentee in der Früh 

Obwohl es sicher kühn ist, so etwas zu behaupten, möchte ich es dennoch tun: wir stehen prinzipiell auf irgendeine Art unter Anspannung. Das passiert momentan wohl verstärkt, da viele sich nach einem Ende der Einschränkungen anlässlich der vorherrschenden Pandemie sehnen. Im Diskurs mit den weiblichen und männlichen Zeitgenossen fällt auf, dass es immer schwerer wird, nüchtern und bedachtsam die Sachlage zu erörtern. Darum ist es vielleicht nicht schlecht, genau dafür eine Unterstützung zu suchen. Es ist die Melisse (Melissa officinalis), die vielen von uns als Gartenpflanze vertraut ist. Sie lockt nicht nur Menschen, sondern auch nektarhungrige Bienen an, die sich im Sommer von den Blüten des duftenden Gewächses den erhofften Nektar abholen. Das Aroma des Lippenblütlers ist sehr angenehm. Es reicht oft schon, das gewöhnliche Trinkwasser mit den Trieben des Gewächses anzureichern, um eine zwischenzeitliche Erfrischung zur Hand zu haben. Die Wirkkraft der Melisse zielt durch die vorhandenen ätherischen Öle vor allem auf eine ausgewogene Balance unserer Nerven und unserer kognitiven Vorgänge ab, wofür wir gerade am Beginn eines Tages etwas tun dürfen. Gewiss wollen nur allzu viele des Morgens auf einen frischen Kaffee nicht verzichten, um gleich von aller Früh weg voll da zu sein. Dennoch darf man ebenso darangehen, ein Heilkraut gleichsam zum Frühstück einzuladen, um mit diesem die erste Zeit des Tages zu verbringen. Die Melisse eignet sich auf hervorragende Weise, den Tag zu eröffnen. Bedenken wir dabei, dass momentan auch das Wetter die Physis herausfordert. Hier ist es ebenso angezeigt, ein ausgleichendes Kraut zu verwenden.

Mit Melissentee den Tag einleiten 

Versuchen Sie, den Tag einmal anders als sonst üblich zu eröffnen. Zur Abwechslung sollte somit statt des gewohnten Kaffees eine Schale Melissentee mithelfen, die physische und psychische Verfasstheit zu stabilisieren. Im herkömmlichen Heißaufguss zubereitet (2 TL für 1/4 l kochendes Wasser, 15 min. Ziehdauer) kann der Tee bei guter Trinktemperatur schluckweise konsumiert werden, damit die ausgleichende Wirkung bereits über die Mundschleimhaut zum Tragen kommt. www.kraeuterpfarrer.at

Melisse oder Zitronenmelisse (Melissa officinalis) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

Entspannend und reinigend

Ein Bad mit Apfelbaumrinde

Noch ruht alles draußen vor dem Fenster. Kälte und Schnee haben all das gebremst, was sich bei höheren Temperaturen anschickt zu wachsen, zu grünen und zu blühen. Nun gut, wir erwarten uns kaum etwas anderes hierzulande, wo gottlob noch unterschiedliche Jahreszeiten erlebt und durchlebt werden können. Sosehr die Sträucher und Bäume auch wie tot dazustehen scheinen, trügt doch dieser Schein. Denn unbemerkt von außen laufen Prozesse ab, die bereits jetzt einer erneuten Entfaltung ab dem kommenden Frühling dienen. Diese lebensspendenden Vollzüge werden auch während der Ruhephasen der holzigen Pflanzen nicht unterbrochen. Das gilt übrigens ebenso für den Apfelbaum (Malus domestica). Natürlich braucht es noch Monate, ehe die herrlichen mit einem zarten Rosa angehauchten Blüten aufbrechen, um die nektarsuchenden Bienen zu sich einladen zu können. Bis dorthin steht aber ein Wuchsteil der praktischen häuslichen Verwendung für die Körperpflege zur Verfügung, den man oft nur allzu leicht übersieht. Es handelt sich um die Rinde der dünnen Zweige, die seit eh und je als wirkkräftig erkannt und folglich gesammelt wurde. Es sind darin nämlich die Wuchsstoffe eingelagert, die für die Äste selbst, für die Blätter und Blüten notwendig sind. Darüber hinaus birgt sich dort ein hoher Anteil an Gerbstoffen, die einen zusammenziehenden und zusätzlich einen keimwidrigen Effekt weitergeben. Also ist es vielleicht nicht schlecht, bei vielen vorbeugenden Gesundheitsmaßnahmen eben die Haut auch nicht zu vernachlässigen, die einen wesentlichen Anteil daran trägt, dass wir vital und frei von Krankheiten bleiben. Ein großer und bereits etliche Jahre zählender Apfelbaum verkraftet es auf jeden Fall, wenn ein paar Zweige davon entnommen werden. Denken wir dabei an den Rückschnitt der Äste, der ohnehin Jahr für Jahr notwendig ist, um einen guten Ertrag zu gewährleisten. Als Nebenprodukt fällt dabei oft sehr viel an Rindensubstanz an.

Die Haut stärken

Von fingerdicken Zweigen des Apfelbaumes schält man die frische Rinde und trocknet sie gründlich. Danach zerkleinern und gut aufbewahren. Von dieser wertvollen Ware nimmt man 100 g, stellt sie in 2 Liter kaltem Wasser zu und kocht sie gut auf. Dann gleich abseihen und als Zusatz ins Badewasser gießen. Ca. 20 Minuten ein Vollbad in der Wanne nehmen, um so die Haut zu entspannen und gleichzeitig reinigend zu stärken.www.kraeuterpfarrer.at

 

Apfelblütenzweig mit Schmetterling ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

Gerbstoffe im Winter

Liefern die Blätter der Erdbeeren 

Exotische Früchte gibt es wohl zuhauf, die auf ganze verschiedene Art und Weise hierzulande im Handel angeboten werden. Vieles davon hat auch einen hohen gesundheitlichen Wert. Schließlich benötigen wir Vitamine, Ballaststoffe und Mineralsubstanzen, um eine Einseitigkeit in der Ernährung zu verhindern. Was nun in der kalten Jahreszeit ebenso nicht zu kurz kommen sollte, sind die Wirkstoffe, die in den heimischen Kräutern stecken. Daher möchte ich mich heute den Blättern der Walderdbeeren (Fragaria vesca) zuwenden. In der Regel erntet man diese natürlichen Gaben im Frühsommer bis hin zur Sommer-Sonnenwende (21.6.). Die Inhaltsstoffe der Erdbeerblätter werden vor allem von Gerbstoffen, etwas ätherischem Öl und so genannten Flavonoiden bestimmt. Hauptsächlich in jungen Blättern sind diese Substanzen in einem geringeren Maß vorhanden, so dass sie für unseren Körper und auch für den Gaumen verträglich sind. Jetzt im andauernden Winter wird die ganze Physis unter eine Bewährungsprobe gestellt. Das ganze Immunsystem erfährt praktisch permanent eine immense Herausforderung. Die Abwehr von drohenden Krankheiten wird übrigens auch von unserem Darm unterstützt und sogar gesteuert. Und somit ist es ganz förderlich, den Verdauungsschlauch mit Gerbstoffen zu versorgen, um gerade diesem wichtigen Bereich zu helfen und ihn zu festigen. Das ist eigentlich ganz einfach zu bewerkstelligen. Solange man getrocknete Blätter der Walderdbeeren zur Verfügung hat, kann man dahingehend tätig werden.

Regelmäßig Tee trinken

Getrocknete Blätter der Walderdbeeren werden vorerst zerkleinert. Dann nimmt man 2 Teelöffel voll davon, um sie mit 1/4 Liter siedendem Wasser zu übergießen und 15 Minuten zugedeckt ziehen zu lassen. Leidet man unter einer schlechten Verdauung oder gar unter einem Magen-Darm-Katarrh, so kann man bis zu 3 Wochen lang jeweils in der Früh und am Abend eine Schale davon trinken. Andernfalls dient der Tee das eine oder andere Mal dazu, um Gerbstoffe in den Verdauungstrakt vorbeugend einzubringen. www.kraeuterpfarrer.at

Walderdbeere mit Blüten und Früchten (Fragaria vesca) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

Bewährtes bei Erkältung

Eibischtee stärkt die Atemwege

Sobald man mit jemandem über das Wetter redet, kommt es zu unterschiedlichen Bewertungen der jeweils vorherrschenden meteorologischen Lage. Ich selbst bin durchaus zufrieden, sobald es zu schneien beginnt und die Temperaturen sich unterhalb des Gefrierpunktes einpendeln. Das behagt anderen hingegen überhaupt nicht. Das alte Sprichwort: „Jedem recht getan – ist ein Kunst, die niemand kann!“ kommt wohl gerade beim Wetter zu tragen. Und eines gesellt sich jetzt noch hinzu. Es sind Erkältungen, die aufgrund des Winters gang und gäbe sind. Im Eibisch (Althaea officinalis) steht uns allen ein Heilkraut zur Seite, das uns hilft, dass wir uns mit diesem Umstand auseinandersetzen. Denn es erweist sich in jedem Fall als unangenehm, wenn sich die Atemwege, der Mund oder der Rachen entzünden. Die Folge sind Heiserkeit, Halsschmerzen, Husten und Schnupfen. Im Malvengewächs Eibisch ist ein hoher Anteil an pflanzlichen Schleimstoffen eingelagert, der unserer Physis auf vielfache Weise zugutekommen kann. Zum Beispiel profitieren auch der Magen und der Darm von der Verwendung jenes Heilkrautes. Aber heute wollen wir eher in der oberen Hälfte des Körpers bleiben, um diesem eine wohltuende Begleitung zuzugestehen. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass der Eibisch eine reizlindernde Wirkung besitzt. Bei Husten und Heiserkeit ist dieser Vorzug gewiss nicht zu verachten. Ein bisschen Geduld und Aufwand lohnt sich sicher, um den Atemwegen eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Die sind notwendig, wenn man sich einen Tee mit der Eibischwurzel zubereiten möchte.

Reizlindernder Tee

Von der getrockneten und zerkleinerten Wurzel des Eibischs nimmt man 2 Teelöffel und übergießt diese Menge mit 1/4 Liter kaltem Wasser. 1 Stunde lang stehen lassen. Währenddessen ein paar Mal umrühren und dann abseihen. Danach leicht erwärmen. Der Tee eignet sich u. a. zum Gurgeln im Mund- bzw. Rachenbereich. Oder man trinkt ihn, um die Lunge zu stärken. Davor nach Belieben mit ein wenig Honig und Zitronensaft aufbessern. www.kraeuterpfarrer.at

Eibisch mit Wurzel (Althaea officinalis) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

 

 

Schlank werden wollen

Mit Topinambur Zügel anlegen

Sich von der Weihnachtszeit wieder zu trennen, fällt offenkundig gar nicht so wenigen etwas schwer. Das merkt man meiner Meinung daran, dass nordamerikanisch inspirierte Lichterketten immer noch Fassaden, Giebel und Balkone von Häusern des Abends erleuchten. Mit dem nunmehrigen Lockdown läuft das Arbeitsjahr zudem verhaltener als sonst an. Und dennoch schreitet die Zeit voran. Als Ballast bleiben so manche Kilos mehr, die den eigenen Körper beschweren und einen Wechsel der Gewandgröße nötig machen. Wenn ich heute den Topinambur (Helianthus tuberosus) auf das Tablett der Angebote pflanzlicher Natur lege, dann eben darum, um eine Hilfestellung zu geben, wenn man wieder schlanker werden möchte. Dafür, dass das Essen oft nur allzu gut schmeckt, können wir nichts. Aber wir dürfen die guten Effekte, die von den Heilgewächsen ausgehen, ebenso heranziehen. In der Knolle des Topinamburs finden sich neben dem leicht verdaulichen Inulin auch viele Mineralstoffe und Spurenelemente. Letztere benötigt unser Körper – egal, ob wir viel oder wenig essen – immer wieder. Ein zusätzlicher positiver Effekt fällt von der Verwendung des Topinamburs noch ab. Es ist die Drosselung des Verlangens, das bei einem Drang nach Süßem oder nach einer Fleischspeise auftaucht und leider viel zu oft dazu führt, dass so manches Ungesunde in Windeseile den Gaumen passiert. Wer also wirklich nicht bloß über das Abnehmen reden möchte, sondern vielmehr den einen oder anderen Schritt dazu setzt, ist gut beraten, die Topinamburknolle aufzubereiten und sie gezielt zu verwenden. Ein alkoholischer Auszug stellt eine brauchbare Unterstützung dar. Übrigens können auch Teemischungen, in denen u. a. Löwenzahnblätter, Dost und Ringelblumenblüten enthalten sind, den Prozess der Gewichtsabnahme begleiten.

Topinambur-Auszug unterstützt beim Abnehmen 

Gut gereinigte und fein säuberlich zerkleinerte Topinamburknollen kann man im Verhältnis 1 : 4 14 Tage lang in hochprozentigem Alkohol ansetzen. Danach abseihen und mit abgekochtem Wasser auf 20 % Alkoholgehalt verdünnen. Davon kann man pro Tag 3 bis 5 Esslöffel zu sich nehmen, um den Prozess des bewussten Abschlankens zu begleiten. Auch beim berüchtigten Heißhunger kann man jeweils ein „bremsendes“ Teelöfferl voll davon zu sich nehmen. Den fertigen Topinambur-Auszug sowie eine Teemischung „Gegen Fettpolster“ erhalten Sie samt kostenloser Beratung im Kräuterpfarrer-Zentrum:

Tel. 02844/7070
E-Mail: bestellung@kraeuterpfarrer.at oder
als Aktion im Webshop: www.kraeuterpfarrer.at

Topinambur-Auszug und Kräutertee “Gegen Fettpolster” © Foto: Reinhard Podolsky

 

 

Übergangsphasen begleiten

Die Brennnesseln wieder schätzen lernen

Der Schulbetrieb in unserem Land ist momentan ein großes Thema in der tagtäglichen Berichterstattung. Vom Distance-Learning bis hin zu Maskenpflicht während des Unterrichts und einfachen Selbsttests reicht hier die Bandbreite an Informations- und Diskussionsstoff. Zumindest sollten allen die Möglichkeiten geboten werden, ihre lebensnotwendige Vertiefung ihrer Bildung bestmöglich fortsetzen zu können. Eines kommt noch hinzu: die Kinder wachsen auch physisch heran und gehen daher ebenso aus körperlicher Sicht dem Erwachsen-Sein entgegen. Die Brennnesseln (Urtica) sind Heilpflanzen, die seit eh und je den um die Kraft der Kräuter wissenden Menschen vieles in gesundheitlicher Sicht ermöglicht haben. Das gilt übrigens auch für die Begleitung der Phase der Pubertät. In den Brennnesselblättern und -wurzeln stecken viele wertvolle Inhaltsstoffe. So etwa ist dort eine hohe Anzahl an Flavonoiden enthalten, wie z. B. das Rutin, sogar ätherisches Öl und ferner auch Vitamine, Mineralstoffe und Kieselsäure. Nicht bloß, dass die Brennnesseln mithelfen würden, den Reinigungsprozess des Körpers über das Blut- und Lymphsystem zu unterstützen. Sie haben zudem einen positiven Einfluss auf den Hormonhaushalt der Physis. So ist es klug, sich dieses Vorteils dann zu bedienen, wenn Heranwachsende verstärkt eine verständnisvolle Begleitung benötigen. Die gegenwärtige Zeit kann uns den Blick dafür schärfen und bietet uns die Möglichkeit, auf pflanzliche Weise das Leben zu ergänzen. Und im Prinzip geht alles sehr einfach. Es braucht nur die nötige Konsequenz und die vorausgehende Einsicht, dass es sinnvoll ist, auf die Gesundheit in allen Phasen des Lebens zu achten. Auf diesem Gebiet unterliegen nicht bloß Kinder und Jugendliche einem steten Lernprozess. Es betrifft ebenso Erwachsene und sogar Senioren.

Teekur in der Pubertät

Von getrockneten und zerkleinerten Blättern der Brennnessel nimmt man 2 Teelöffel voll. Mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Danach abseihen und am besten ungesüßt schluckweise trinken. Gerade in der Phase vom Kindsein zum Erwachsenwerden ist es nicht schlecht, ab und zu eine Kur durchzuführen, während der man 6 Wochen lang 3-mal pro Tag eine Tasse Brennnessel-Tee zu trinken gibt. Das kann mithelfen, den Hormonhaushalt besser auszubalancieren. Voraussetzung ist nur, dass man die Brennnesseln auch verträgt. www.kraeuterpfarrer.at

 

Brennnessel mit Schmetterling und Marienkäfern (Urtica) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

Sanfte Hautmaske

Mit kaltem Dost-Tee

Haben Sie sich heute schon ins Gesicht geblickt? Zumindest ist dazu sicher Gelegenheit gewesen, wenn man im Bad vor dem obligaten Spiegel über dem Waschbecken zu stehen kam und die Morgentoilette durgeführt hat. Wie sehr eine jede und ein jeder mit dem dargebotenen Ausdruck zufrieden war, bleibt wohl einer ganz persönlichen und diskreten Beurteilung überlassen. Immerhin ist damit aber eine Erinnerung verbunden, eben auf die Pflege der Gesichtshaut nicht zu vergessen. Bevor dafür der Weg in den Drogeriefachhandel angetreten wird, um dafür geeignete Ingredienzien zu besorgen, darf ruhig auch der Schatz der Natur ins Kalkül gezogen werden. Im Dost (Origanum vulgare) begegnet uns z. B. ein wahrer pflanzlicher Menschenfreund, der einiges zu unserem Wohl beitragen kann. In erster Linie wird dieser Lippenblütler als Gewürz verwendet. Der angenehme Geschmack des Krautes verleiht als Zutat ein gewisses mediterranes Flair, womit außerdem die ursprüngliche Herkunft des Gewächses angesprochen wird. Ätherisches Öl, Harze und Gerbstoffe zeichnen den Dost aus und machen ihn daher ebenso zum Helfer für unsere Physis. Um nun die Haut im Gesicht zu pflegen, kann man sich die Wirkung des Krautes auch äußerlich sozusagen zu Gemüte führen. Gerade dann, wenn man meint, dass die Oberfläche eher abgespannt erscheint, ist es sicher nicht falsch, eine erfrischende und hautstärkende Maßnahme durchzuführen. Das geht ganz einfach. In einem bewährten Hausmittel steht uns der Dost zur Verfügung. Vielleicht ist es in der Folge auch möglich, des Morgens zufriedener und selbstbewusster vor den schon angesprochenen Spiegel zu treten. Denn dann hat man ja für das Gesicht etwas getan.

Waschung vor dem Schlafengehen

Um für die Stärkung und Erfrischung der Gesichtshaut etwas zu unternehmen, kann man Folgendes anwenden. Am Nachmittag bereits wird ein Tee mit getrockneten und zerkleinerten Blütenspitzen des Dosts aufgebrüht (2 EL für 1/2 l, 15 min. ziehen lassen). Nach dem Abseihen rührt man 1 Esslöffel Honig dazu und lässt das Ganze auskühlen. Bevor man zu Bett geht, wäscht man mit damit das Gesicht ab. An der Luft trocknen lassen, ohne ein Handtuch zu verwenden. Das tut der Haut gut. www.kraeuterpfarrer.at

Dost oder Oregano (Origanum vulgare) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

 

Saures für den Mund

Zitronen stärken das Zahnfleisch

Jeder Tag bietet eine neue Chance. So dürfen wir prinzipiell mit Zuversicht nach der nächtlichen Ruhe in die Stunden des Wachseins und der Arbeit hineingehen. Dazu zählt auch die wertschätzende Sorge um sich selbst. Die kommt allein schon durch die morgendlichen Hygienemaßnahmen im Bad zum Ausdruck. Dabei spielt es eine wichtige Rolle, auch auf den allgemeinen Zustand der Physis zu achten. Dem Mund mit seinen wesentlichen Funktionen des Sprechens und der Aufnahme der Nahrung kommt dabei große Bedeutung zu. Heute habe ich etwas Saures für diesen sensiblen Bereich des Körpers parat. Es sind die Zitronen (Citrus x limon), die gerade im Winter einen wertvollen Vitaminlieferanten darstellen. Auch wenn man hierzulande auf den Import dieser Früchte angewiesen ist, kann man sich diese Zutat kaum mehr aus den Küchen wegdenken. Sie enthalten ätherische Öle, Fruchtsäuren und eben die schon erwähnten Vitamine samt wichtigen Mineralstoffen. Der Mund, der momentan sehr oft von einer schützenden Maske bedeckt wird, birgt in seinem Inneren die zahnbesetzten Kieferpartien mitsamt dem Zahnfleisch. Und wir wissen wohl alle, wie leicht dieses schwach werden kann und zu bluten beginnt. Das Zähneputzen offenbart den jeweiligen Zustand desselben. In diesem Fall ist es von Vorteil, wenn man sich einer pflanzlichen Unterstützung bedient, die gut und wirksam genutzt werden kann. Wenn nun fast in jedem Haushalt Zitronen ohnehin vorrätig sind, dann ist es doch klug, sie auch für die eigene Gesundheit zu verwenden. Gewiss ist wohl eine Überwindung notwendig, sich und vor allem seinen Mund direkt damit zu konfrontieren. Aber der Lohn besteht in einem gesünderen und festeren Zahnfleisch. Das ist natürlich nicht zu verachten.

Bei Zahnfleischbluten

Stellt man beim Zähneputzen eine Schwächung des Zahnfleisches durch auftretende Blutungen fest, so kann man sich eines bewährten Hausmittels bedienen. Eine Zeitlang nimmt man täglich während des Nachmittags eine Bio-Zitrone her, um sie nach dem Aufschneiden völlig auszusaugen. Ganz klar, dass man die Kerne dabei wieder ausspuckt. Auf diese Weise erfährt das Zahnfleisch eine Stärkung, und der unangenehme Umstand sollte dann bald der Vergangenheit angehören. www.kraeuterpfarrer.at

Zitronen mit Blütenzweig (Citrus x limon) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya