Richtig genießen lernen

Am besten mit Heilkräutern

Schmeichelei tut nur kurze Zeit gut. Wir lieben es doch alle mehr, wenn Menschen zu uns aufrichtig und ehrlich sind. Wie oft verwenden wir jedoch die Komplimente, um selbst besser dazustehen oder das eine oder andere zu erreichen. Wenn wir unseren Gaumen betrachten, so verhält es sich dabei um keine Spur anders. So vieles passiert die dort angesiedelten Geschmacksnerven und schmeichelt im Mund dem Tor zu unserer Verdauung, obwohl wir wissen, dass übermäßiger und einseitiger Konsum beim Essen und beim Trinken unsere Gesundheit nachhaltig verschlechtert. Ja, da haben wir ganz leicht den Begriff „Sünde“ parat, um uns damit ironisch über die Vernunft hinwegzusetzen. Lord Chesterfield meinte einmal: „Wer sich allen Genüssen des Lebens dahingibt, der empfindet keinen Genuss mehr.“ Zum Genießen muss also das rechte Maß hinzukommen. Wir sollten rechtzeitig unseren eigenen Gaumen und den unserer Anvertrauten trainieren und erziehen. Wie wär‘s denn, wenn das eine oder andere aktuelle Gartenkraut nun die Speisen bereichert. Probieren geht über studieren. Und noch eines: Gesundheit und Genuss gehören zusammen.

Kräutermischung-Variationen:

Frische Kräuter kann man vielen Speisen kurz vor dem Anrichten hinzufügen.
Hier drei Beispiele:

1. Kerbel, Schnittlauch und Sellerieblätter
2. Petersilien-Blätter, Schnittlauch und Ysop
3. Borretsch-Blütenblätter, Dillkraut und Schnittlauch

Guten Appetit!

Borretschzweiglein

Immer wieder zur Ruhe kommen

Der Heilziest kann dabei helfen

In den vielen Jahrhunderten der gepflegten und praktischen Heilkräuterkunde stand eine Pflanze einst hoch im Kurs, die heute eher an Bedeutung verloren hat. Die Rede ist vom Heilziest, an dem man bei Wanderungen durch die Natur oft achtlos vorübergeht. Der Heilziest (Stachys officinalis), auch Echter Ziest oder Zahnkraut genannt, ist innerhalb der Familie der Lippenblütler der prominenteste Vertreter der Gattung der Zieste. Er ist eine mehrjährige Pflanze und erreicht eine Wuchshöhe bis zu 70 Zentimeter. Der Ziest gibt sich dem Kundigen an den Blättern zu erkennen, die schmaloval und lanzettähnlich geformt und leicht behaart sind. Die Blüten, die auf Scheinähren ab Juli erscheinen, sind purpurrosa gefärbt. Auf den zahlreichen Kräuterwanderungen, die mein Team in Karlstein an der Thaya den Sommer über anbietet, kann man dieses wertvolle Kraut auf den Wiesen entlang des Flusses kennenlernen. Der Heilziest liebt nämlich einen feuchten Standort auf kalkarmen Böden. Man kann ihn aber auch in Laubwäldern an helleren Plätzen finden. Einst hat ihm die heilige Hildegard von Bingen die Ehre gegeben und ihn als Hilfe beschrieben, die gegen schlechte Träume ankämpft. Manchmal kann es aber auch Sodbrennen sein, das einem das Einschlafen schwer macht. Auch hier ist der Heilziest zur Stelle.

Heilziest-Tee:

2 Teelöffel frisches oder getrocknetes Heilziestkraut mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und noch eine Weile über der Flamme lassen. Dann wegstellen und 10 Minuten ziehen lassen. Tagsüber soll man davon ein paar Schluck trinken, um so dem Sodbrennen entgegenzuwirken.

Heilziest

Kräuter einmal anders verwendet

Drei Pflanzen, die mit „B“ beginnen

Aus Kräutern lässt sich nicht nur Tee kochen oder eine Salbe anrühren. Wenige wissen wohl, dass die grünen Blätter und Triebe auch zur Saftgewinnung herangezogen werden können. Immer noch hat z. B. der Bärlauch Saison. Gewiss benötigt man jeweils eine große Menge an Blättern, Blüten und Knollen, um daraus die nötige Flüssigkeit zu pressen, doch der Aufwand lohnt sich. Erneut sei darauf hingewiesen, dass mit länger andauernder Wachstumsperiode auch die Verwechslungsgefahr mit den giftigen Maiglöckchen steigt. Doch die Blüte des Bärlauchs ist ja ein sicheres Indiz für die richtige Pflanze. Jetzt ist ohnehin bis in den Mai hinein die rechte Zeit, um sich an den Bärlauch heranzumachen, der im günstigsten Fall im eigenen Garten einen fixen Standort hat. Das Sammelgut muss gleich am selben Tag gereinigt und ausgepresst werden, um nicht der wertvollen Inhaltsstoffe verlustig zu werden. Ferner dient die Brennnessel mit ihrem satten und frischen Grün dazu, um einen vitamin- und mineralstoffreichen Saft zu gewinnen. Mit den steigenden Temperaturen wird auch die Brunnenkresse immer größer, wenn man auch noch bis zur Blüte dieses wasserbegleitenden Krautes warten sollte, um es zu ernten. Es bleibt jedem selbst überlassen, welche Methode er anwendet, um an den Saft der Kräuter zu gelangen. Manchmal gibt es aber ebenso gute Fertigprodukte in den Apotheken, Drogerien und Reformläden zu kaufen.

Bärlauch-Saft kommt vor allem bei Magen- und Darmerkrankungen zum Einsatz, wo er durch seine keimtötende Eigenschaft Wirkung zeigen kann. Zudem reinigt er das Blut, erweitert die Gefäße und senkt den Blutdruck. Brennnesselsaft kurbelt den Stoffwechsel an und hilft so nebenbei mit, schlank zu bleiben oder zu werden. Milz und Niere profitieren wiederum von der Brunnenkresse, die auch die Gallensekretion steigert und ebenfalls mithilft, dass unser Blut sauberer und leistungsstärker wird.

Bärlauchknospe und Blatt

Auf der Mauer sitzt es gern

Das Schöllkraut stellt wenige Ansprüche

Viele kennen es unter der Bezeichnung Warzenkraut. Es ist in allen Teilen der Pflanze von einem gelben Milchsaft durchzogen, der sich an der Luft rötlich färbt und unter anderem auch giftig ist. Seit jeher wurden damit auf der Haut auftretende Warzen beträufelt und zum Verschwinden gebracht. Das Schöllkraut (Chelidonium maius) ist eine Pflanze der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) und wächst praktisch überall in der Nähe menschlicher Siedlungen bevorzugt auf kargen Stellen wie alten Mauern, Schutthalden, entlang von Zäunen und unter Hecken. Außer am Saft kann man das Schöllkraut noch an den fiederspaltigen Blättern und an seinen gelben Blüten erkennen. Letztere haben 4 Blütenblätter und stehen in schütteren Dolden auf den grünen, behaarten Trieben. Es kann vorkommen, dass es ab März schon blüht, doch die Hauptblütezeit des Schöllkrautes erstreckt sich normalerweise von Mai bis Juli. Bereits Dioskurides erwähnt es in seiner Abhandlung über die Heilkräuter unter der Bezeichnung „chelidonion“. Im Mittelalter galt der Saft des Schöllkrautes als Stärkungsmittel für die Sehkraft des Menschen. In Folge der Signaturenlehre schrieb man ihm zudem eine heilende Wirkung bei Gelbsucht zu.

Schöllkrautauszug:

Im Verhältnis 1 : 4 kann man entweder die Wurzel oder das Kraut des Schöllkrauts in 75-prozentigem Alkohol ansetzen und 14 Tage stehen lassen. Nach dem Abseihen setzt man den Auszug mit Hilfe von destilliertem Wasser auf 36 % Alkoholgehalt herunter. Wer unter unreiner Haut und Akne, oder auch unter Rheuma und Gicht leidet, kann jeweils die betroffenen Körperpartien mit dem Auszug einreiben.

Schöllkraut

Reisegefährten der Arche Noah

Heilkräuter helfen auch den Tieren

Wenn jemandem vom Religionsunterricht aus der Kindheit nicht viel im Gedächtnis hängen geblieben ist, so hat sich doch bei allen ein Bild bzw. eine Erzählung unauslöschlich ins Gedächtnis geprägt: Es ist die Geschichte von der Sintflut und vom Bau und Schicksal der Arche Noah. Viele stellen sich angesichts der oft erschreckenden Zeichen der Zeit, die wir in den Naturereignissen wahrnehmen dürfen, die Frage, wie es wohl mit uns und der Welt in die Zukunft gehen wird. Vielleicht halten ja manche nach so etwas wie einer Arche Ausschau. Um diese im Ernstfall besteigen zu können, müssen wir uns zuvor mit den Tieren gut verstehen. Heute lade ich einmal ein, mit der Naturheilkunde auf unsere besten Freunde, die oft als Vierbeiner das Leben mit uns teilen, zu blicken. Heilkräuter sind auf jeden Fall auch für Tiere gut. Wenn jemand z. B. dafür sorgen möchte, dass sein Hund gesund bleibt, so kann täglich dem Hundefutter ein Esslöffel getrockneter und zerkleinerter Brennnesselblätter untergemengt werden. Das fördert den Stoffwechsel der Hunde und beugt Nierenerkrankungen und Rheumaleiden vor. Leidet unser Vierbeiner an Augenentzündung, hat es sich bewährt, die Augen mit lauwarmem Kornblumenblüten-Tee mehrmals täglich auszuwaschen und zusätzlich diesen Tee als Tränke zu reichen.

Nachbehandlung einer Kastration

Damit die Katzenfreunde nicht zu kurz kommen, anbei noch ein praktischer Tipp: nach einer Kastration von Katzen, deren Zeitpunkt der Tierarzt festlegt, brauchen die Tiere Ruhe und Schonung. Um den Operationsschock besser zu überwinden und die Heilung voranzutreiben, kann man täglich ein paar Tropfen Arnikatinktur dem Katzenfutter beigeben.

Katzen

Auch Bienen leben nicht von Luft und Liebe

Sie brauchen gerade im Frühjahr gute Nahrungsquellen

Unter anderem gibt es in der Bibel eine Verheißung, dass Gott uns ein Land schenken wird, in dem Milch und Honig fließen. Für uns überzivilisierte Menschen des 21. Jahrhunderts ist dieses Bild vielleicht schon schwer zugänglich, da selbst in landwirtschaftlich geprägten Landstrichen kaum mehr Vieh gehalten wird. Und um die Imker ist es nicht besser bestellt. Dennoch gibt es gottlob doch auch junge Menschen, die sich mit der Bienenzucht beschäftigen. Immer wieder tauchen in den Medien aber Berichte auf, in denen darauf hingewiesen wird, dass die fleißigen Honigproduzenten von der einen oder anderen Krankheit bedroht bzw. von Parasiten befallen werden. So ist es mir heute einmal wichtig, auf die Ernährung der Bienen hinzuweisen. Gerade im Frühjahr gilt es, die nötigen Kräfte für das Bienenjahr zu sammeln. Im Wald waren die Haselnüsse schon die ersten Adressen für die wintermüden Flieger. Nicht zu unterschätzen sind aber auch Erlen und blühende Weiden sowie alle Arten von Ahorn als Lieferanten von Pollen und Nektar. Die Kornelkirsche, aus der im Herbst der köstliche Dirndlschnapps gewonnen wird, beginnt ebenfalls früh zu blühen und ist daher für die Bienen von großem Interesse. Auf der Wiese wiederum ist jetzt der Löwenzahn der große Favorit. Die Sumpfdotterblumen, die Krokusse und die kleinblütigen Arten der Taubnessel tragen das Ihre dazu bei, damit die Bienen Freude am Sammeln haben.

Wachsmotten fernhalten:

Ein unerbetener Gast im Bienenstock, der durch die Zerstörung der Waben den Bienenlarven gefährlich werden kann, ist die Wachsmotte. Durch das Einlegen von frisch gepflückten Walnussblättern kann man mithelfen, dass die Motten den Waben fern bleiben.

Biene

Noch einmal Ostern feiern

Im Gedenken an Dieter Dorner

Ein Berg in Griechenland, auf dem man Gott besonders nahe kommt. Nein, ich meine nicht den Olymp. Ich rede vom östlichen Finger der Halbinsel Chalkidike, der vom Berg Athos –wie ein wertvoller Ring von einem Edelstein – bekrönt wird. Rund um den Athos reihen sich die ostkirchlichen Klöster, die auch Dieter Dorner Zeit seines Lebens besuchte und schätzte. Heuer durfte er noch einmal mit den Mönchen Ostern feiern, bevor er am orthodoxen Osterdienstag in Ouranoupolis plötzlich sein Leben aushauchte. Persönlich durfte ich miterleben, wie Dieter Dorner und mein Mitbruder Kräuterpfarrer Weidinger ein gutes Gespann waren. Beide halfen zusammen, um den Heilkräutern wieder einen gebührenden Platz in den vorderen Reihen unseres Bewusstseins einzuräumen; der eine als Medienprofi, der andere als Priester und Missionar. Viele Worte waren zwischen beiden nicht notwendig, denn der gemeinsame Blick auf den Schöpfer und seine Gaben vereinte sie. Lieber Dieter, am Eingang unserer byzantinischen Kapelle im Stift Geras werden die beiden Ikonen verehrt, die Du einst dem Kräuterpfarrer vom Berg Athos gebracht hast. Danke! Christ ist erstanden! Er ist wahrhaft auferstanden!

Rosmarin als heiliger Strauch:

Mit dem Duft des Rosmarins verbinden wir automatisch mediterranes Flair. Er gedeiht auch auf Böden, die am Berg Athos reichlich zu finden sind, die nämlich trocken, felsig und kalkhaltig sind. Die heutigen Griechen bezeichnen den Rosmarin gern als Baumweihrauch. Denn in der Antike wurde er in Ermangelung echten Weihrauchs zum Schmücken der Altäre und zum Räuchern verwendet. Heute stehen die Rosmarinstöcke oft in der Nähe der Kirchen rund um das Ägäische Meer. Rosmarin belebt und steigert die geistigen Fähigkeiten.

Christusikone vom Berg Athos

Lust auf Saures?

Im Pflanzenreich allemal zu finden

Wenn man genauer auf stark durch Kühe oder Pferde abgeweidete Weiden blickt, stechen einem großblättrige Knöterichgewächse ins Auge, die vom Vieh anscheinend gemieden wurden. Meist handelt es sich dabei um eine Ampfer-Art. Vielleicht hat es sich aber bei den Vierbeinern noch nicht herumgesprochen, dass es auch unter dieser Pflanzenfamilie durchaus gesundheitsfördernde Vertreter gibt. Für Kinder, die am Land aufwuchsen, war es eine Selbstverständlichkeit, bei einem Streifzug durch die Fluren ab und zu auf einer Wiese nach dem Sauerampfer zu greifen und den säuerlichen Geschmack der obersten kleinen Blätter der Pflanze zu verkosten. Aber dieses Wissen scheint vielerorts schon ausgestorben zu sein. Dieses natürliche Gemüse enthält viel Eisen und Kieselsäure und kann durchaus unter die Speisen gemischt werden. Als Standort liebt die mehrjährige Pflanze nährstoffreiche Lehmböden. Beim Sammeln der Triebspitzen ist aber darauf zu achten, dass man diese von Pflanzen nimmt, die auf einer ungedüngten und naturbelassenen Wiese stehen.

Jetzt Wildgemüse zubereiten:

Frische Brennnesselspitzen, Ehrenpreiskraut, Gundelreben-Sprossen, Blätter von Himmelschlüssel und Löwenzahn, Veilchenblätter und feine Blätter vom Wiesen-Sauerampfer nach dem Abwaschen grob schneiden und zu Feldsalat hinzugeben. Um ihn ganz bekömmlich anzurichten, ist eine Marinade aus kaltgepresstem Olivenöl, etwas Salz, Honig und Zitronensaft beinahe unerlässlich.

Sauerampfer

Bremshilfe bei Hektik und Stress

Ein Kräuterkissen für unsere Mütter

Wer muss nicht zeitweise mehrere Sachen gleichzeitig unter einen Hut bringen? Egal, welchen Geschlechtes man sein darf, Mann und Frau sind gleichermaßen gefordert, das Leben zu bestreiten. Die modernen Zeiten haben auch sehr vieles Gute an sich. Dennoch möchte ich dazu ermutigen, nicht achtlos an den zahlreichen Symptomen vorbeizugehen, die ein im wahrsten Sinne pausenloser Lebensstil mit sich bringt. Zeiten des Aufatmens und der Ruhe sind für die Gesundheit unentbehrlich. So möchte ich den Blick auf unsere Schlafphasen hinlenken, die uns wieder zu Kräften kommen lassen. Wer die Gedanken von Sorgen, Plänen und unbewältigten Anforderungen mit ins Bett nimmt, muss sich nicht wundern, wenn der Schlaf dann dementsprechend seicht und unterbrochen ausfällt. Getrocknete Heilkräuter haben einen guten Einfluss auf unser Gemüt. Deswegen ist es ratsam, sie zur Unterstützung eines festen Schlafes zu Hilfe zu nehmen. So schließt der Dost seelische Verkrampfungen auf und vermehrt eine versöhnliche Einstellung gegenüber allem Feindlichen. Die Kamille verbreitet auch durch ihren Duft ihre heilende Wirkung bei Magenbeschwerden und Hauterkrankungen. Der Lavendel wiederum hebt die Stimmung und hat einen beruhigenden Einfluss auf das Verdauungssystem.

Geschenk zum Muttertag:

Für alle Herausforderungen einer Mutter, die in der Familie oder als Alleinerziehende wohl oder übel eine vielseitige Managerin sein muss, kann am kommenden Muttertag vielleicht ein Kräuterkissen „Für gute Nerven und tiefen Schlaf“, das im Kräuterhof in Karlstein händisch gefertigt und gefüllt wird, ein geeignetes Geschenk sein. In jedem Alter empfinden Menschen den Duft als angenehm und heilend, der von den darin enthaltenen Kräutern ausgeht. Am besten, Sie bestellen gleich morgen die gewünschte Anzahl der duftenden und heilkräftigen Kräuterkissen.

Kräuterkissen

Es ist einfach nicht egal, …

… wie ich den Tag beginne

Guten Morgen! Ich weiß zwar nicht, wann Sie heute diese meine Zeilen lesen, aber dennoch möchte ich Ihnen ganz persönlich einen lieben und frohen Gruß schicken. So sehr es auch Brauch ist, sein Leben in Jahren zu zählen und zu feiern, so wichtig ist es vielmehr, jeden neuen Tag als Geschenk anzunehmen. Kräuterpfarrer Hermann-Josef Weidinger hat sein Lebensalter in Tagen gezählt. Er wusste täglich genau, wie viel Tage lang er schon das Licht der Welt erblicken durfte. Und seit seinem sechzehnten Lebensjahr (ich gebe zu, in der Altersangabe nun ein wenig inkonsequent zu sein ;-) ) hatte er den Brauch, gleich nach dem Aufstehen zum Spiegel zu gehen und sich selbst anzulächeln. Ja, es ist ganz wichtig, sich selbst und vielmehr noch der Welt täglich ein Lächeln zu schenken. In einer Freude, die von Innen kommt, lassen sich viele Probleme, die täglich neu auftauchen, viel besser bewältigen und „zähmen“. Diese Freude wird nicht zuletzt genährt von einer Dankbarkeit, die ich jeden Morgen erneut üben darf. Jeder neue Tag des Lebens ist ja ein Grund dafür. Mit den Heilkräutern kann ich das morgendliche Lächeln, wie Weidinger es empfohlen hat, unterstützen. Sie beziehen ja ihre Kraft nicht zuletzt von der Sonne, die auch aufgeht, wenn der Himmel mit Wolken verriegelt zu sein scheint.

Frühstücksteemischung:

Erdbeerblätter 25 g, Brombeerblätter 50 g, Pfefferminze 25 g, Brennnessel 35 g, Ringelblumenblüten 15 g, Melisse 35 g und Schafgarbe 15 g. Von dieser Mischung nimmt man 2 Teelöffel voll und übergießt sie mit 1/4 Liter kochendem Wasser. Dann 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abseihen. Vor dem Trinken gibt man noch 1 Teelöffel Honig samt 1 Esslöffel frisch gepressten Zitronensaft in die Tasse, rührt gut um und genießt dann den Morgengruß aus der Natur. Am besten führt man dies 3 Wochen lang durch, bevor man pausiert.

Sonnenaufgang