Das Rückgrat stärken

Und sich dabei an die Eiche anlehnen

Der 21. März ist in der Zeichensprache des Baumkreises vor allem der Eiche zugedacht. Mit ihr haben wir es mit einem äußerst stattlichen und charaktervollen Heilkraut zu tun. Die Eiche entspricht in einer besonderen Eigenschaft philosophisch und religiös betrachtet der Existenz von uns Menschen: sie weist in ihrer Gestalt und in ihrem hohen Alter über sich hinaus. Das wussten und spürten schon die Zeitgenossen der vergangenen Jahrhunderte, ja, wenn nicht sogar Jahrtausende. Ein Beispiel sei herausgegriffen. So fällte einst der heilige Bonifatius im Zuge seiner Arbeit für die Christianisierung Mitteleuropas im hessischen Fritzlar die Donareiche, die als heidnische Kultstätte diente. Im geistlichen Sinne betrachtet, steht die Eiche für den Lebensmut. Wer etwas wagt, muss oft ein starkes Rückgrat haben und darf u. a. auch im Glauben tief verwurzelt sein. Hermann-Josef Weidinger starb am 21. März 2004. Er hat als christgläubiger Mensch den Mut gehabt, das Leben der Schöpfung zu erkunden und gleichzeitig vielen Menschen dabei zu helfen. Bleib heute einmal bei einer alten Eiche stehen, die du kennst und halte beide Hände an ihre tiefgefurchte Rinde. Sie war vor dir da und wird auch noch dein Leben überdauern.

Eichenblätter-Tee:

Junge Eichenblätter werden im Mai und Juni gesammelt und frisch verwendet. Beim Trocknen der Blätter zuerst an einem zugigen Ort im Schatten vortrocknen und dann bis 40° C nachtrocknen, zerreiben und in Glasbehältern aufbewahren. 1 Esslöffel davon wird mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen. Dann 15 Minuten ziehen lassen und abseihen. Dieser Tee stärkt das Gedächtnis und führt dem Organismus Kalk zu. Das hilft bei Alters-Osteoporose und bei Schwund des festen Knochengewebes.

Eiche aus Mensch und Baum

Brüderchen und Schwesterchen

Bald tritt das Lungenkraut vor den Vorhang

Frühling und Signaturenlehre: Beide machen uns darauf aufmerksam, dass wir in der neuen Jahreszeit unser Augenmerk ins Innere unseres Körpers lenken sollen. In der gegenwärtigen Fastenzeit kommt noch hinzu, dass unsere Seele dabei auch nicht zu kurz kommen soll, nur so nebenbei bemerkt. Wenn wir also in der nächsten Zeit mit wachen Sinnen durch einen Wald gehen, werden wir automatisch an unsere Organe erinnert. Denn ein blauer Blütenteppich wird bald über das alte Laub gebreitet werden. Es sind die Leberblümchen, die unser Auge erfreuen. Und da stehen noch ein paar Pflanzen, deren Blätter an die Lunge erinnern und die Blüten in einem zarten Rosarot und gleichzeitig in einem schönen Violett bis Blau tragen. Das ist eindeutig das Lungenkraut (Pulmonaria officinalis). Dieser Frühlingsbote, der auch manchmal aufgrund der verschiedenfarbigen Blüten Hänsel und Gretel genannt wird, zählt zu den Raublattgewächsen (Boraginaceae). Diese Heilpflanze kann bis zu 30 cm hoch werden. Am Ende ihrer Stängel sitzen mehrere Blüten in der markanten Farbgebung. Die Blütezeit erstreckt sich von März bis April. Die Blätter besitzen auf ihrer Oberfläche weiße, oft scharf abgegrenzte weiße Flecken. Als Inhaltsstoffe weist das Lungenkraut Saponine, Gerb- und Schleimstoffe sowie Kieselsäure und Mineralsubstanzen auf.

Lungenkraut-Tee in der Volksmedizin:

Dieser wird ganz einfach zubereitet. 2 Teelöffel frisches oder getrocknetes Lungenkraut werden mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen. Anschließend den Tee 15 Minuten ziehen lassen und abseihen. Dieses heilsame Getränk kann sowohl bei Halsschmerzen, Husten und Verschleimung als auch bei Durchfall und Blasenleiden getrunken werden.

Lungenkraut

Alternative und gesunde Ernährung

Der Buchweizen liefert dazu einen Beitrag

Wer zu Hause das Glück hat, im Freilauf ein paar Hühner als Bereicherung des Lebens halten zu dürfen, kommt sicher auch mit dem Futterkorn Weizen in Berührung. So gerne ihn die gackernden Eilieferanten schnabulieren, so wichtig ist das Getreide auch für unsere ausgewogene Ernährung. Hört man also den Namen Buchweizen, denkt man unwillkürlich an ein Korn. Diese Pflanze ist aber ein Knöterichgewächs und hat dadurch verwandtschaftliche Beziehungen zu Rhabarber und zu Sauerampfer. Der Buchweizen (Fagopyrum esculentum) wuchs ursprünglich im östlichen Asien und kam schon im Mittelalter nach Europa. Er ist äußerst anspruchslos und genügsam und gedeiht auch auf sandigen Heideböden. Als Früchte trägt die einjährige Pflanze 4 bis 6 mm lange Nüsschen, die in ihrer Gestalt an Bucheckern erinnern. Diese sind reich an pflanzlichen Eiweiß- und Fettstoffen. Zudem ist der Gehalt an Phosphor, Kalzium, Eisen und Kupfer sowie an Vitaminen durchschnittlich hoch. Buchweizen ist glutenfrei und daher gut verträglich für Menschen, die an Zöliakie leiden. Wer einen sensiblen und empfindlichen Magen hat, kann das Pseudogetreide unbedenklich in seinen Diätplan aufnehmen. Es ist wunderbar, wenn man merkt, dass die Speisekammer der Natur für alle etwas zu bieten hat.

Nervenstärkung mit Buchweizen:

Leute, die nervlich angeschlagen sind oder sich großen geistigen Anforderungen zu stellen haben, dürfen gern auf den Buchweizen zurückgreifen. Am besten bereitet man einen Brei aus grobem Buchweizen-Vollkornmehl, das in frischer Milch aufgekocht wird. Dann zugedeckt stehen lassen. Vor dem Genuss des Breis noch ein paar Teelöffel Honig einrühren.

Buchweizen

Schmetterlinge als Wegweiser

Ein Bläuling führt uns zum Faulbaum

Wir tun uns manchmal schwer, in der freien Natur verschiedene Pflanzen zu bestimmen und zu erkennen. Es gibt da viele ähnliche Gewächse, die oft nur auf den zweiten Blick hin genau zu benennen sind. Für viele ist die Welt der Insekten da noch mehr ein spanisches Dorf. Ich war unlängst ganz erstaunt, wie viele Arten von Bläuling-Schmetterlingen es eigentlich gibt. Im Hinterkopf habe ich natürlich auch die berechtigte Sorge, dass einige Arten dem naturwidrigen Verhalten von uns Zeitgenossen der letzten Jahrzehnte zum Opfer fielen und die gleichzeitige Hoffnung, dass der eine oder andere Schmetterling wieder bald zu sehen sein wird. Wichtig sind vor allem die Wirtspflanzen, die bis heute oft gedankenlos von den Hängen und Rainen entfernt werden. Eine davon ist der Faulbaum (Frangula alnus). Dieses europäische Kreuzdorngewächs ist oft Bestandteil von naturbelassenen Hecken an Feld- und Waldrändern. Blätter und Früchte ähneln denen der Vogelkirschen. Die Früchte färben sich im Lauf des Sommers rot und im Herbst zur Reife dann schwarz. Die Rinde des Faulbaumes hat einen unangenehmen Geruch und Geschmack, die an altes, vermodertes Holz erinnern. Der Faulbaum-Bläuling verdankt seine Existenz unter anderem dieser wenig beachteten Strauchart.

Faulbaumrinde als Abführmittel

Gleich vorweg: Faulbaumrinde muss nach der Ernte durch Schälen im Frühjahr unbedingt mindestens ein Jahr lagern, bevor man sie gebraucht. In dieser Zeit werden Inhaltsstoffe abgebaut, die ansonsten bei Gebrauch unangenehme Folgen hervorrufen. Der Rat des Arztes oder des Apothekers ist hier sicher angebracht. Man kann einen Tee aus einem Teelöffel gut abgelagerter und geschnittener Rinde in 1/4 Liter Wasser 12 Stunden lang ansetzen und öfters dabei umrühren. Dann abseihen und erwärmen und kurz vor dem Zubettgehen schluckweise und langsam trinken. Dieser Tee lässt den Stuhl normal abgehen, ohne dass dabei die Darmschleimhaut gereizt wird.

Faulbaum

Katastrophen nicht vergessen

Im eigenen Bereich etwas ändern

Wie lange wird es dauern, dass die Erinnerung an den Tsunami und an die Atomkatastrophe nahe Fukushima in Japan wieder geringer wird? Allzu leicht besteht doch ehrlich gesagt die Versuchung, in unseren Köpfen das Ganze wieder herunterzuspielen, weil es ja ohnehin distanzmäßig so weit von Österreich weg ist. Doch was ändern wir hier vor Ort an unserem Leben? Sind wir uns bewusst, dass viele unheilvolle Zusammenhänge durch unser ziel- und planloses Konsumverhalten am Laufen gehalten werden? Wer ist denn schon wirklich bereit, ein wenig mehr auf Natur und Schöpfung als die Grundlage unserer Lebenszeit auf Erden Rücksicht zu nehmen. Ich lade die Leser heute ein, einen aufmerksamen Blick in den eigenen Garten zu werfen, um dort Leben zu ermöglichen und zu hüten. Wir dürfen ruhig in die Natur und in unsere Gesundheit etwas investieren, um gleichzeitig überaus Beschenkte und Bereicherte zu sein. Wer einen liebenden Blick auf die Pflanzen in seiner Umgebung bewahrt, der kommt zur Ruhe und kann vielleicht sein Gewissen, das ihn zu einem konkreten Schritt in eine bessere Zukunft ermutigt, zu Wort kommen lassen.

Zu hohen Blutdruck senken:

Manchmal gibt es ganz einfache Mittel dafür. Im Winter diente die Mistel als Schmuck für unser Heim. Getrocknetes Mistelkraut kann man in der Menge von 2 Teelöffeln in 1/4 Liter kaltem Wasser über Nacht ansetzen, am nächsten Morgen dann aufwärmen und gleich nach dem Aufstehen eine Tasse trinken. Die zweite Tasse trinkt man am späten Nachmittag. Oder man probiert es morgens und abends mit einer Schale Pfefferminztee. Man beachte dabei, dass kein Heilkraut länger als drei Wochen hindurch verwendet werden sollte, ohne danach eine Woche zu pausieren.

Mistel

Natürliche Pflanzenfarben

In der Melde kann man sie finden

Uns Menschen ist der Gebrauch von Farben seit jeher wichtig. Wer nur in einer grauen und düsteren Umgebung leben muss, wird über kurz oder lang auch seelische Schäden erlangen. Seit jeher waren unsere Urahnen bemüht, das Leben möglichst bunt und farbenfroh zu gestalten. Es ist für uns aber kaum mehr vorzustellen, wie mühevoll und aufwendig das Herstellen von Farben war. Einzig und allein war dabei Mutter Natur die Quelle und die Lieferantin. Wir kennen verschiedenste Pflanzen, die Farbstoffe beinhalten, wie z. B. die Färberkamille. Im Mittelalter fand aber auch der Same der Gartenmelde (Atriplex hortensis) Verwendung, wenn es galt, Haare und Stoffe zu färben. Die Melde zählt zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) und ist uns heutzutage eher bekannt in der Verwendung als Gemüse. In Vergessenheit geriet leider auch, dass die harntreibende Eigenschaft ihrer Blätter unter anderem dazu diente, um im Frühjahr den Stoffwechsel wieder anzuregen. Man kann die Melde als Spinat oder als Salat anrichten und auch heute noch für die Gesundheit unseres Organismus nutzen.

Gemüse für Nieren und Blase:

Melde, Vogelmiere und Weidenröschen gründlich waschen und in kochendes Salzwasser legen. So lange kochen bis es weich ist. Danach abseihen, ausdrücken und zum Schluss fein hacken. Das Ganze fügt man anschließend einer hellen Einbrenn bei und streckt es zusätzlich mit Sudwasser und mit Milch, um es vor dem Genuss noch eine Weile kochen zu lassen.

Melde (Foto: kattebelletje)

Wieder zur Erinnerung

Bald sprießt der Löwenzahn

Beim Schreiben meines Artikels dringt auf einmal ein vertrauter Gesang durch das geschlossene Fenster. Beim Untergehen der Sonne hat sich ein Hausrotschwanz gleichsam zurückgemeldet, als wollte er sagen: „Ich bin wieder da!“ Die ersten Lerchen waren schon auf den Feldern zu hören und zu sehen. Und beim letzten Schneegestöber der vergangenen Woche sah ich die ersten Kiebitze auf den verschneiten Feldern landen. Egal, wohin sich nun die Kurve der Außentemperatur noch bewegt, der Frühling ist nicht mehr aufzuhalten. Sobald der Boden aufgetaut ist, werden auch die Pflanzen bereit sein, ihre ersten Blätter zu treiben. Das ist auch die Zeit, in der man zum Löwenzahn greifen sollte, um ihn in der Küche zu verwenden. In dieser ansonsten als Hasenfutter abgewerteten Heilpflanze ist der Bitterstoff Taraxacin enthalten, den unsere Leber als willkommene Hilfe annimmt, sobald es gilt, die im Winter vermehrt angelagerten Giftstoffe wieder aus dem Körper zu transportieren. Man muss einfach nur den Mut haben, um mit den Wildkräutern zu experimentieren. Die Mutigen werden schließlich die Erfahrung erlangen, dass das eine oder andere Wildkraut gar nicht so schlecht schmeckt.

Bauernsalat mit Löwenzahn:

In eine mit einer Knoblauchzehe ausgeriebene und angewärmte Schüssel legt man zarte Löwenzahnblätter und vermischt diese rasch mit Rotweinessig, ein wenig Salz und Pfeffer. Dann geschnittene und gebratene Speckwürfelchen oder Würfel aus Schafkäse darüber geben. Sofort servieren und genießen. Kann zu Schaffleisch oder auch separat als Salatteller gegessen werden.

Löwenzahn

Wasser bildet Transportwege

Das weiß auch die Birke

Uralte Handelsmetropolen entstanden meist entlang großer Flüsse oder an wichtigen Häfen der Meere. Das lag einfach an der Tatsache, dass Wasser den Transport von schweren Gütern am besten ermöglichte. Mit den Schiffen konnten weite Distanzen überwunden und somit wertvolle Waren auch aus fernen Ländern feilgeboten werden. In der Natur beginnt jetzt auch vieles zu fließen. Nicht nur, dass die Schneeschmelze Bäche und Flüsse anschwellen lässt, sondern das länger werdende Tageslicht lässt den Saftfluss in den Bäumen mit voller Kraft einsetzen. Das merken wir am besten an den Birken. Ihre weißberindeten Stämme transportieren momentan viel Flüssigkeit von den Wurzeln bis zu den äußersten Astspitzen. Der Mensch hat sich schon seit langen Zeiten diesen Saft der Birken zunutze gemacht. Es ist jetzt möglich, die Stämme der Birken anzubohren, um mithilfe eingesetzter Röhrchen den Birkensaft zu gewinnen. Dieses wertvolle Nass enthält ein Konzentrat von gebundenen Mineral- und Wuchsstoffen. Wer Birkensaft roh oder verdünnt zu sich nimmt, unterstützt den Körper, überschüssige Harnsäure aus dem Blut abzutransportieren und somit Arthritis und Rheuma zu lindern. – Sollten Sie den hilfreichen Saft nicht selbst gewinnen können, gibt es auch einen haltbaren Birkenwasser-Auszug im Kräuterpfarrer-Zentrum in Karlstein (Tel. 02844/7070-11) oder erhältlich auch über den Webshop www.kraeuterpfarrer.at.

Mit den „Freunden der Heilkräuter“ in den Frühling:

Am Donnerstag und Freitag, 15. u. 16. März sind die Mitarbeiter unseres Vereines wieder zu Gast im Foyer des Raiffeisen-Hauses am Donaukanal in 1020 Wien (Friedrich-Wilhelm-Raiffeisenplatz 1). Mit dabei sind alle wertvollen Produkte aus Karlstein wie Kräuter-Teemischungen, Liköre, Salben und Ansätze sowie die kostenlose Beratung in allen Fragen der Gesundheit bzw. des Weges dorthin. Unter anderem erfahren Interessierte auch mehr über die Anwendung des Birkensaftes. Vortrag des Kräuterpfarrers „Wandlungskraft der Pflanzen“ am Freitag, 16. März um 15.00 Uhr im 1. Stock des Raiffeisen-Hauses.

Ein Blick übers Blumenkisterl hinaus

Auch im Wald wächst eine Geranie

Wie weit stehen unsere Planungen für das Auspflanzen der Blumenkästen an den Fenstern und am Balkon? Sicherlich hat schon die erste Frühjahrswerbung eine der vielen großen Gärtnereien oder Versandhäuser unser Auge erreicht. An erster Stelle stehen da Jahr für Jahr die Pelargonien. Die vielen gezüchteten farbenprächtigen Blumen zählen alle zur Pflanzenfamilie der Storchschnabelgewächse. Das griechische Wort pelargos heißt übersetzt Storch, womit wir bei der Erklärung des Begriffes Pelargonien wären. In viel bescheidenerer Weise als ihre gezüchteten Verwandten an den Hauswänden nehmen sich da ihre Verwandten in freier Natur aus. Bei einer Wanderung durch den heimischen Wald kann es leicht sein, dass wir am Wegrand dem Ruprechtskraut (Geranium robertianum) begegnen, das auch als Stinkender Storchschnabel bezeichnet wird. Eine weitere Art stellt der Blutrote Storchschnabel (Geranium sanguineum) dar. Die Erfahrungsgeschichte mit dem Ruprechtskraut hat uns aus dem Mittelalter überliefert, dass es damals unter anderem zur Abwehr von Mücken verwendet wurde. Generell erweist sich die Wirkung des Storchschnabels als zusammenziehend, entzündungshemmend und blutstillend.

Ruprechtskraut-Tee:

Zwei Teelöffel getrocknetes und zerkleinertes Kraut mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen. Danach abseihen und bei entsprechender Temperatur trinken. Bei Beschwerden wie Angina, Durchfall, Steinleiden und Blutungen verschiedener Art empfiehlt es sich über einige Zeit täglich ein bis zwei Tassen davon zu sich zu nehmen.

Ruprechtskraut

Ein Korn voller Inhalt

Der Hafer als guter Begleiter

Vieles geht durch den Magen. Nicht nur das, was wir dem Leib an Nahrung zuführen, bedeutet eine mehr oder weniger große Herausforderung für den muskulösen Chef der Verdauung. Auch all das, was unsere Nerven strapaziert, wirkt sich über kurz oder lang auf unseren Appetit aus. Hierin erkennen wir am besten, dass sich unsere Einheit aus Leib und Geist nicht so leicht auseinanderdividieren lässt. In der Natur finden wir aber so vieles, was uns der Schöpfer in seiner liebevollen Vorsehung an die Seite gestellt hat, damit wir uns besser den jeweiligen Anforderungen stellen können. Seit Menschengedenken wurden Gräser kultiviert und gezüchtet, um das Lebensnotwendige stets zur Hand zu haben. Der Hafer ist eine dieser alten Kulturpflanzen. Die Inhaltsstoffe seines Korns wirken sich positiv auf unseren Stoffwechsel aus. Der Genuss dieses Getreides liefert dem Organismus nicht nur das notwendige Kalium und Kalzium, sondern auch Lecithine, die Vitamine B und E sowie wertvolle Spurenelemente. Ein gestörtes nervliches Gleichgewicht kann uns oft am guten Schlafen hindern. Auch hier ist der Hafer zur Stelle, um uns zur rechten Zeit die Ruhe und die Entspannung zu bringen.

Hafer reinigt:

Manchmal kann es hilfreich sein, in der vom Arzt empfohlenen Weise Schlafmittel über eine Zeit einzunehmen. Um danach wieder die natürliche Balance zu gewinnen, kann man die reinigende und zugleich beruhigende Kraft des Hafers nutzen. Dazu übergießt man einen Esslöffel voller Haferflocken mit 1/4 Liter kochendem Wasser und legt einen Faden Safran hinein. 15 Minuten ziehen lassen und abseihen. Vor dem Trinken kann man auch noch zwei Tropfen von Arnikatinktur zu sich nehmen.

Hafer