Kehraus für den Darm

Der Kreuzdorn hilft dabei

Vor längerer Zeit habe ich schon eine Pflanze aus der Familie der Kreuzdorngewächse vorgestellt. Hierbei handelte es sich um den Faulbaum (Frangula alnus). Heute soll endlich einmal der vielleicht eher unbekannte Kreuzdorn näher betrachtet werden. Der Echte Kreuzdorn (Rhamnus cathartica), der auch Purgier-Kreuzdorn genannt wird, wächst vor allem an Waldrändern und gerne an Hängen, an Ufern und auf Torfböden. Der Strauch besitzt graue, an manchen Stellen mit Dornen besetzte Äste. Die Blüten des Kreuzdorns sind aufgrund ihrer gelbgrünen Färbung eher unscheinbar. Als Früchte erscheinen im Herbst kleine kugelige Steinfrüchte, die wie schon die Blüten doldenmäßig angeordnet sind. In den Gabeln der Äste kann es vorkommen, dass sich die Dornen überkreuzen. Daher stammt auch die deutsche Bezeichnung dieser Pflanze. Die Verbreitung dieser Art erfolgt oft mithilfe von Vögeln, die sich im Herbst an den Kreuzdornfrüchten gütlich tun und über ihre Verdauung dafür sorgen, dass die darin enthaltenen Samen an entfernter Stelle wieder ausgeschieden werden. Wie bei vielen Beeren dieser Art gilt es auch hier, Vorsicht walten zu lassen, da sie leicht giftig sind. Dennoch ist es möglich, die voll ausgereiften Früchte, die man an ihrer schwarz glänzenden Farbe erkennt, zu sammeln und zu trocknen.

Kreuzdorn-Beeren-Tee:

Manchmal kann es vorkommen, dass Magen und Darm durch schlechte Speisen belastet sind oder dass Verstopfung für Unwohlsein sorgt. Dann kann man in äußerst behutsamer und sparsamer Weise auf den Kreuzdorn zurückgreifen. 2 schwache Teelöffel getrockneter Beeren werden in 1/4 Liter kaltem Wasser angesetzt und dann erhitzt, aber nicht gekocht. 5 Minuten ziehen lassen und abseihen. Am besten trinkt man das fertige Getränk am Abend eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen. Schwangere sollen den Kreuzdorn auf jeden Fall meiden!

Kreuzdorn

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Malz ist gut für das Bier

Es beruhigt auch unsere Haut

Wieder einmal fiel mir vor kurzem ein Buch über Hausmittel und Heilkräuter aus dem Jahr 1920 in die Hände, in dem ich gerne einmal blättere und lese. Dabei bin ich auf ein Kapitel über die Gerste gestoßen, das ich kurz zitieren möchte: „ Die Gerste, die bekanntlich den Hauptbestandteil unserer Biere bildet, ist ein vorzügliches Nährmittel, besonders für durch Fieber, Hals-, Magen- und Unterleibsleiden geschwächte Personen. Aus der Gerste bereitet man das präparierte Gerstemehl, das Gerstewasser oder den Gersteschleim und den Gerstezucker.“ An einer anderen Stelle geht der Autor des Werkes, ein gewisser B. Auerswald, auch auf das beliebteste Produkt aus Gerstenkörnern ein. Dort steht also geschrieben: „Ebenso bekannt ist auch der nährende und heilsame in allen Drogerien und Apotheken erhältliche Malzextrakt. Gegen Hautkrankheiten, z. B. Ausschläge, Flechten, Kopfgrind usw. tun Malzbäder gute Dienste.“ Wer also seiner äußeren Hülle etwas Gutes tun möchte, greife nicht in erster Linie zum schaumgekrönten Humpen. Sosehr ich auch kein Kostverächter bin, finde ich es doch interessant, wie oft alte Hausmittel in Vergessenheit geraten und wie das eine oder andere nach wie vor seine Gültigkeit behält. In diesem Sinne: Das gute Malz – Gott erhalt’s!“

Malz-Bad selbst anrichten:

Für ein reizmilderndes Hautbad besorgt man sich 1 kg Malz, um es in 2 Liter kaltem Wasser zuzustellen und kurz aufzukochen. Bevor man das Ergebnis dann dem Badewasser hinzufügt, rühre man das Gemisch noch einmal gut auf. Durch das Malz-Bad erfährt die Hautoberfläche eine Beruhigung, vor allem dann, wenn lästige Ekzeme für einen unangenehmen Juckreiz sorgen.

Gerste

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Heiserkeit ist kein Schicksal

Die Stimme richtig pflegen

Die Sternsinger waren in der vergangenen Woche wieder einmal ganz eifrig unterwegs, um nicht nur ihre Zeit, sondern auch ihre Stimme zur Verfügung zu stellen. Im Singen und Aufsagen ihrer Sprücherl haben sie vielen Menschen eine Freude gemacht. Die Spenden, die dabei übrig geblieben sind, können nun sinn- und wirkungsvoll verwertet werden. Ein Vergelt’s Gott den Sternsingern und allen, die sie aufgenommen haben. Wir werden im neuen Jahr noch mehrmals unsere Stimme abgeben müssen, wenn wir zu verschiedenen Anlässen die Wahlurnen aufsuchen werden. Doch auf unsere Möglichkeit und Fähigkeit, uns mittels unserer Stimmbänder zu verständigen und darüber hinaus den Gesang zu pflegen, sollten wir sorgfältig achten. Die kalten Temperaturen, die überheizten und trockenen Wohnungen und Büros und so manche akustische Betätigung tragen dazu bei, dass wir rasch unsere Stimme verlieren. Der Kehlkopf ist aufgrund seiner exponierten physischen Lage dazu prädestiniert, sich zu entzünden. Oft geht dieser Infekt auch mit einer Erkrankung der Atemwege einher. Um diesen Leiden zu begegnen, kann man ruhig auf einige Erfahrungswerte der Naturheilkunde zurückgreifen. So übergieße man z. B. zwei Säckchen von Schwarzem Tee mit 1/4 Liter kochendem Wasser und lasse das Ganze 30 Minuten lang ziehen. Das Ergebnis ist danach eine gerbstoffreiche Flüssigkeit, die sich bestens zum Gurgeln eignet.

Salbei- und Thymian-Tee:

Nicht nur zum Trinken, sondern ebenfalls zum Gurgeln dienen im üblichen Heißaufguss-Verfahren zubereitete Tees aus getrocknetem Salbei- oder Thymiankraut. Fügt man dem fertigen Tee noch etwas frisch gepressten Zitronensaft bei, unterstützt das die sehr einfache und wirkungsvolle Anwendung. Pflegen wir also am besten unsere Stimme auf diese sanfte Weise. Zudem kann im Falle von Heiserkeit vermehrtes Schweigen nicht schaden. ;-)

Salbeipflanzen bluehend

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Heilsames Meeresgewächs

Der Blasentang liefert das wertvolle Jod

Wissen Sie, was Stellerkröpfer sind? Hierbei handelt es sich um eine böhmische Kropftaubenrasse, an der ich seit meiner Kindheit Gefallen gefunden habe. In meinem Elternhaus wurde mir einst ein sehnlicher Wunsch erfüllt: ich durfte mir ein paar Tauben in einer eigens dafür gezimmerten Unterkunft auf dem Dachboden halten. Zum Bestand meiner flugfreudigen Schar zählten eben damals die imposanten Kröpfer, die auch imstande sind, sich im Flug mit steil angewinkelten Flügeln ein Stück weit fallen zu lassen. Was bei diesen Tauben zum Rassemerkmal zählt, weist bei davon betroffenen Menschen auf eine Störung der Schilddrüsenfunktion hin: der Kropf. Dieser entsteht meist aufgrund eines Mangels an Jod. Da sich im Boden und im Wasser dieses lebensnotwendige Spurenelement oft nur in geringen Mengen befindet, kann es auf andere Wege in den Körper eingebracht werden. Der Blasentang (Fucus vesiculosus) zum Beispiel enthält eine hohe Menge an Jod. Diese Algenpflanze gedeiht vor allem an Felsen, die sich am Ufer in geringer Wassertiefe der nördlichen Meere befinden. Der Blasentang trägt seinen Namen aufgrund von eingebauten Luftkammern, welche die einzelnen Teile des Gewächses im Wasser schwimmen lassen. Nach einem Sturm auf dem Meer werden oft große Mengen dieses Braunalgengewächses angeschwemmt. Wenn man diese Wasserpflanze trocknet, erhält man eine braunschwarze Droge. Um die Gesundheit zu fördern, darf man ruhig auch einmal in die Ferne schweifen.

Jodhaltige Lebensmittel:

Da man den Blasentang ja nicht unbedingt gleich um die Ecke sammeln und trocknen kann, sei auch auf verschiedene andere Nahrungsquellen verwiesen, die dazu beitragen, dass Jod in den Körper geliefert wird. Dazu zählen zum Beispiel Karfiol, Weizenkeime, Fisch, Milch und Butter. Unter den Kräutern sind in diesem Zusammenhang vor allem die Brunnenkresse und das Ysopkraut erwähnenswert.

Blasentang

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Verwechslungen können leicht passieren

Weihnachtsdekoration unterscheiden lernen

Jede Pflanze hat ihre Eigenart. Das bemerkt man aber nicht bei oberflächlichem Hinsehen. Nur, wer sich interessiert mit den einzelnen Gewächsen auseinandersetzt, kann sein Wissen Schritt um Schritt erweitern. Die Natur schlägt beim Vergleichen der einzelnen Arten dem Amateur sehr oft ein Schnippchen. Doch ist das noch lange kein Grund, um zu kapitulieren. Meist braucht es nur ein Quäntchen Aufmerksamkeit. Als beliebtes Weihnachtsmotiv gelten z. B. die Abbildungen von Stechpalmen (Ilex aquifolium). Sehr leicht erkennt man diese an ihren gebuchteten Blättern samt deren dornigen Stachelspitzen, die für den Namen des Gewächses aus der Familie der Stechpalmengewächse verantwortlich sind. Dazu muss man eben auch wissen, dass die Stechpalme das einzige westeuropäische Laubgewächs darstellt, das selbst im Winter die Blätter nicht verliert. Genauso verhält es sich beim Buchsbaum, der aber seine Heimat eher um das Mittelmeer herum hat. Zudem zieren die tiefroten Früchte der Stechpalme auf gar anmutige Weise die Äste, so dass es also naheliegend ist, diesen Strauch zum winterlichen und weihnachtlichen Schmücken der Wohnungen heranzuziehen. Viel kleiner in der Größe ist hingegen die Mahonie (Mahonia aquifolium), die wiederum zu den Berberitzengewächsen zählt und von Nordamerika aus in Europa eingebürgert wurde und stellenweise verwildert ist. Auch sie ist ein immergrünes Gewächs samt ovalen dornigen Blättern und wird ähnlich wie die Stechpalme zum Dekorieren verwendet. Beide hier beschriebenen Pflanzen liefern mit ihren Blüten den begehrten Nektar für die Insekten, und ihre Früchte wiederum, die bei der Mahonie übrigens dunkelblau gefärbt sind, eine willkommene Abwechslung auf der Speisekarte beerenfressender Vögel.

Mit Bestimmungsbüchern arbeiten:

Unter den ausgepackten Weihnachtsgeschenken befindet sich vielleicht der eine oder andere Naturführer. Was liegt näher, als aus den Buchpräsenten gleich Kapital zu schlagen und sie auf den nächsten Spaziergang mitzunehmen, um die Umwelt besser kennenzulernen?

Stechpalme

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Folgen einer langen Reise

Wohltat für die Heiligen Drei Könige

Es ist auch heute noch ziemlich anstrengend, den ganzen Tag unterwegs zu sein und von Haus zu Haus zu ziehen. Das können die vielen eifrigen Sternsinger sicherlich bezeugen, die in den letzten Tagen unermüdlich die Wohnungen besuchten, um für die diesjährige Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar Spenden einzuholen. Wenn dadurch animiert unsere Gedanken nun in die Vergangenheit schweifen und bei den drei Weisen aus dem Morgenland ankommen, die sich intuitiv zum kleinen Jesuskind aufmachten, dann wird wohl ihre Reise auch nicht unbedingt ein Honiglecken gewesen sein. Ihre geistigen Auseinandersetzungen mit Herodes haben wir in der Bibel durchaus anschaulich geschildert. Doch wer bedenkt schon, dass sie auch physische Schmerzen gehabt haben müssen? Ja, und wahrscheinlich wussten die gelehrten Herren noch nicht, wie man aus einer ihrer Gaben eine Lotion gewinnt, die sich schmerzmildernd auf die Glieder, Muskeln und Gelenke auswirkt und zudem noch die Haut ein wenig strafft. Die Rede ist vom Weihrauch, dem Pflanzenharz, das aus dem Weihrauchbaum (Boswellia sacra) gewonnen wird. Der liturgische Gebrauch dieses gehärteten Rindenausflusses ist, denke ich, hinlänglich bekannt. Für Duftschalen gibt es ein ätherisches Öl, das aus Weihrauch gewonnen wird. Doch sollten wir die wohltuende Wirkung eines Ansatzes aus der heiligen Materie nicht unterschätzen.

Weihrauch-Lotion aus Weidingers Erfahrungsschatz:

Es gibt aus der Vergangenheit etliche gute Erfahrungsberichte in der Anwendung dieser Lotion. So kann man die Einreibung bei müden Muskeln und schmerzenden Gelenken verwenden. Spürbare Erleichterung stellt sich auch bei Muskelkater, bei Arthrose und rheumatischen Schmerzen ein. Weiters eignet sich die Weihrauch-Lotion als stärkendes Hautwasser bei anspruchsvoller und zu trockener Haut. Erhältlich ist diese Wohltat im Naturladen des Vereines Freunde der Heilkräuter in Karlstein/Thaya. (www.kraeuterpfarrer.at)

Sternsinger

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Duftzonen im Garten

Sich von der Nase leiten lassen

Zimt, Anis, Kerzenduft, Lebkuchen, Punsch und Glühwein haben vor allem in den vergangenen Wochen unserem Riechorgan geschmeichelt. Vielleicht wurde am Heiligen Abend das Haus geräuchert und in irgendeiner Ecke steht daher noch die Weihrauchpfanne und verbreitet ein wenig heiligen Duft. Jetzt zu Jahresbeginn darf aber auch schon mit den länger werdenden Tagen die Sehnsucht nach dem Geruch von sonnenbeschienener Erde wachsen, wie wir ihn vom Frühling und vom Sommer kennen. Im Garten oder auf dem Balkon dürfen dann wieder viele würzige Pflanzen das Gastrecht in Anspruch nehmen, um ihr gutes Aroma einen Teil unserer Lebenswelt werden zu lassen. Rosmarin, Lavendel und Liebstöckel fallen uns gleich als erstes ein, wenn wir uns daran erinnern, wie gut Pflanzen riechen können. Doch ist es ja nicht das Schlechteste, auch an so manch unbekanntes Gewächs zu denken. Haben Sie etwa schon einmal etwas von der Reseda-Blume gehört? Diese ursprünglich in südlichen Ländern beheimatete Pflanze ist vor allem seit der Barockzeit in Europa heimisch und kultiviert worden. Mit ihrem guten Duft sind Reseden bis heute bei den Imkern sehr beliebt, da ihre Blüten den Immen genug Nahrung in Reichweite anbieten und so ihre Treue zum eigenen Stock verstärken, um auch beim Schwärmen nicht allzu weit in die Ferne zu ziehen. Doch ebenso für uns Zweibeiner ist der Duft der Reseden durchaus wahrnehmbar. Er animiert uns, mit Genuss zu atmen und somit zu einer heilenden Ruhe zu finden.

Tipps zur Aussaat:

Reseden-Samen werden an Ort und Stelle Ende April ausgesät. Sie eignen sich sowohl für ein Sommerblumenbeet als auch als Ergänzung der Steingartenbepflanzung. In Topfkultur kann man sie sogar im Winter zum Blühen bringen. Sie sollten dann aber an einem kühlen und gleichzeitig hellen Platz stehen. Im Blumentopf gedeihen sie am besten, wenn sich ein Kompost-Lehm-Sand-Gemisch darin befindet.

Reseda

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Bevor der Christbaum weichen muss

Den Sinn der Tanne entdecken

Es ist sehr schön, wenn alte Bräuche gepflogen werden. Sie sind Teil unserer Lebenskultur und helfen den jeweiligen Menschen in unterschiedlichen Regionen, ihre Identität für sich und andere zu signalisieren. In vielen Gegenden Europas und der gesamten nördlichen Hemisphäre ist es zu Weihnachten üblich, einen Nadelbaum als Christbaum in die Wohnungen zu stellen und zu schmücken. Mit ihren grünen Ästen künden sie trotz der winterlichen Temperaturen vom ungebrochenen Leben. Der Weihnachtsbaum erinnert zudem an den Lebensbaum des Paradieses, unter dem der Sündenfall der Stammeltern stattfand. Christus wurde der Welt geboren, um alle Menschen von ihren Sünden zu lösen und zu befreien. Wir stellen also die Christbäume in unseren Wohnungen auf, um an die erlösende Menschwerdung des Gottessohnes zu erinnern. Die ästhetische Komponente der weihnachtlichen Dekoration ist diesem Ziel nachgeordnet und sozusagen eine Weise, um einen religiösen Sinn zu schmücken und zu betonen. Leider ist dieses Bewusstsein schon vielerorts verloren gegangen. Die Bäume haben aber auch allgemein eine Sinnsprache, um die bereits die alten Kelten wussten. Sie ordneten die mächtigen Pflanzenriesen einer bestimmten Zeit des Jahres und bestimmten Menschentypen zu. Sie versuchten damit, so manchen Charakter zu erklären. In verantwortungsvoller Weise kann man sich heute noch dieses Weges bedienen. Jedes Herauslesen eines anonymen Schicksals ist aber strikt abzulehnen.

Im Zeichen der Tanne geboren:

Im Baumkreis finden wir die Tanne in der Zeit zwischen dem 2. bis 11. Jänner und dann wieder vom 5. bis 14. Juli. Gleich dem Nadelbaum, der tief in die Erde seine Wurzeln treibt, birgt auch der Tannen-Geborene ein Kraft in sich, die es ihm ermöglicht, schlechte äußere Lebensbedingungen zu bewältigen und dort erneut mit Mut zu beginnen, wo andere vielleicht schon längst kapituliert hätten. Gerade am Jahresanfang mögen die angesprochenen Geburtstagskinder mithelfen, sich zuversichtlich der Zukunft zu stellen.

Tannenzweig mit Zapfen

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Sich wieder riechen können

Natürliche Kosmetik einsetzen

Was sind Ihre ersten Gedanken, wenn Sie morgens aus dem Bett steigen? Kann es sein, dass da schon die Anforderungen des Berufes oder zu erwartende Konflikte, die man eher scheut, den Kopf vollstopfen? Ich denke, da ist keiner von uns ganz frei davon. Es ist uns aber auch möglich, mit ein wenig Disziplin einen besseren Lebensstil einzuüben. Am Abend sollten auf jeden Fall die Sorgen nicht mit ins Bett genommen werden. Dazu hilft oft eine selbst gestaltete Geste, die bohrende Gedanken auf den Bettvorleger gleich einem Hund auf seinen Platz verweisen kann. Und am Morgen ist die Zeit im Bad auch für mich allein reserviert. Alles zu Erledigende wartet sowieso auf der Türschwelle davor. Ich möchte heute dazu ermutigen, das Selbstwertgefühl und die Selbstachtung zu stärken. Das geschieht oft ganz einfach, indem ich mir sage, dass die Zeit im Bad mir gehört. Wer dadurch vielleicht ein bisschen weniger furchtlos in den neuen Tag hineingeht, hat automatisch eine bessere Ausstrahlung bzw. Ausdünstung. Die Schatzkammer der Natur hält aber auch das eine oder andere einfache Mittel bereit, das mithilft, damit uns alle, denen wir begegnen, besser riechen können. Und ein wenig natürliche Frische tut uns selber gut.

Geruchsschlucker Kamille:

Wer eine Badewanne besitzt, nehme 5 Esslöffel voll getrockneter Kamillenblüten, übergieße diese mit 1 Liter kochendem Wasser und lasse den Ansatz 15 Minuten lang ziehen. Danach das Ganze ins Badewasser leeren und gründlich damit abwaschen. Um die Stimmung zu heben, kann man sich nach dem Bad mit ein paar Tropfen Kölnischwasser einreiben. Wer gut duftet, geht auch sicherer in die ersten Stunden der Arbeit.

Kamillenzweiglein

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Klima der Geborgenheit

Konkrete Pläne für den Garten

Gerade hat das Neue Jahr begonnen. Wer sich glücklich schätzen kann und einen eigenen Garten pflegen und gestalten darf, ist jetzt gut beraten, konkret Pläne zu schmieden, um das kleine grüne Paradies vor der Haustür neu zu gestalten oder zu verändern. Dabei kann man mithilfe verschiedenster Heckenpflanzen das Kleinklima rund um sein Heim ganz bewusst beeinflussen. Zu bedenken ist, ob ein Gehölz das ganze Jahr über dicht oder zumindest nach dem herbstlichen Laubfall eher durchlässig sein soll. Schatten und Licht sind weitere Komponenten, die mit dazu beitragen, dass sich Mensch und Tier im Garten wohlfühlen können. Auf jeden Fall helfen die verschiedenen Heckenpflanzen mit, dass durch ihr Wachstum eine intime Atmosphäre auf dem eigenen Grundstück entsteht und nicht jedermann Zuschauer meiner freien Stunden daheim wird. Wer Hecken mithilfe der heimischen Pflanzen wie z. B. Haselnuss, Hainbuche oder Feldahorn heranwachsen lassen möchte, bedenke die jeweilige Möglichkeit des Zurückschneidens dieser Gewächse. Will man sie groß werden lassen, dann ist ein dementsprechender Abstand zum angrenzenden Nachbarn miteinzuplanen, um künftige Konflikte zu vermeiden. Dennoch ermöglicht die Phantasie gepaart mit einer fachkundigen Beratung durch eine Baumschule bzw. eine Gärtnerei, dass im Frühjahr zur konkreten Verwirklichung eines Beitrages zum Kleinklima rund ums Haus herangeschritten werden kann. Und nicht vergessen: Hecken liefern Sauerstoff!

Auch an die Bienen denken:

Zeitig im Frühjahr suchen die Honiglieferanten bereits nach Nahrung. Exotische Sträucher spenden oft zu spät und zu wenig Nektar und Pollen für die emsigen Bienen. Da ist es schon besser, wenn wir die heimischen Heckenpflanzen im Garten stehen haben, die rechtzeitig ein dementsprechendes Angebot bereit halten. Kornelkirsche, auch Gelber Hartriegel genannt, Haselnuss und verschiedene Weidensorten sind ideal.

FrŸühling HaselnussblŸüten

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