Was hat Kamille mit Äpfeln zu tun?

Variationen mit einem bekannten Kraut

Bei den Heilkräutern kennt man oft verschiedene regionale Bezeichnungen. Es sind dies die volkstümlichen Namen, die so manche Erfahrungsgeschichte mit einem Gewächs zum Ausdruck bringen. Ein einfaches Beispiel dafür ist die ausgereifte Löwenzahnblüte, die mit kleinen Schirmen ausgestatteten Samen den Wind als Hilfsmittel zu ihrer Ausbreitung vorgesehen hat. Oder ein verspieltes Kind reißt sie ab und bläst aus vollen Kräften drauf, so dass sich die feinen Körner ablösen und davonfliegen. Daher kommt auch der Name „Pusteblume“ für das gelb blühende Hasenfutter. Bei der Kamille kennen wir die Ausdrücke „Apfelkraut“ oder auch „Apfelblümlein“. Schon bei Plinius dem Älteren finden wir den durchaus nachvollziehbaren Hinweis, dass Kamillenkraut einen apfelähnlichen Geruch hat. In ihrer langen Verwendung als Unterstützung bei Krankheiten des weiblichen Geschlechts wiederum lautet ihr wissenschaftlicher Name Matricaria (matrix = Gebärmutter) chamomilla. Die Echte Kamille zählt zur Familie der Korbblütler und sollte stets griffbereit in getrockneter Form in der eigenen Hausapotheke zu finden sein.

Festes und schönes Haar erhalten:

Der Haarboden auf unserem Haupt braucht die Pflege genauso wie der Gartenboden den natürlichen Dünger. Nach der Kopfwäsche kann man daher mit einem Aufguss aus Kamille die Kopfhaut stärken und durch die entzündungshemmende Eigenschaft der Kamillenblüten gesund erhalten. Diese Anwendung beugt gleichzeitig einem verfrühten Haarausfall vor und kann mithelfen, dass bei Blondhaarigen die helle Haarfarbe möglichst lange erhalten bleibt.

Kamillenzweiglein

Licht, Luft und Wärme tanken

Sich dem Wetter und dem eigenen Wesen stellen

Alles kann sich im Handumdrehen ändern. Das trifft vor allem für das tägliche Allerweltsthema Wetter zu. Von diesen Änderungen ist bei vielen Menschen auch das Gemüt betroffen. Jäh kann auch die Gesundheit verloren gehen. Entweder trifft mich eine Erkältung oder ein Unfall reißt mich aus dem geplanten Zeitenablauf heraus. Aber auch mein eigenes Wesen und mein Charakter machen mir immer wieder zu schaffen. Da sind eben Eigenheiten, die mit denen, die mit mir das Leben teilen, nur schwer kompatibel sind. Geschieht das unter einem Dach, kann oft nur die Devise „Der Gescheitere gibt nach!“ eine Beziehung oder ein Zusammenarbeiten in die nähere Zukunft hinein retten. Nun, wie auch immer, es ist ab und zu nicht das Schlechteste, sich mit den eigenen Befindlichkeiten auseinanderzusetzen. Und nichts hat wirklich den Wert, dass man sich massiv darüber aufregt. Wer sich ärgert, schadet meist nur sich selbst, wie die Formulierung in der deutschen Sprache bestens zum Ausdruck bringt: Man ärgert nämlich sich (und nicht die anderen!). Jetzt im Winter sollten wir also die Gelegenheiten nicht versäumen, die mithelfen, das eigene Wesen zu beruhigen und die Gelassenheit zu üben.

Einige Tipps:

Wärme beruhigt den Körper. Daher sollte man an den seltenen sonnigen Tagen unbedingt zumindest kurz spazieren gehen, damit die Sonne und das Licht mich wieder erfreuen. Warme Getränke sind in jedem Fall gesünder als kalte. Kurz vor dem Schlafengehen ist es angebracht, warme Fußbäder zu genießen. Die Dauer kann dabei bis zu 20 Minuten betragen. Sich selbst etwas Gutes tun hat oft die Folge, dass man auch für andere genießbarer wird.

Schneeladschaft

Dankbares Gedenken

Das kostbare Erbe Hermann-Josef Weidingers

Am 16. Jänner des Jahres 1918 erblickte ein Kind in Riegersburg an der Grenze zu Mähren das Licht der Welt. Seine Eltern gaben ihm den Namen Heinrich Anton und trugen ihn voll Gottvertrauen zur Taufe. Wie bei jedem Kind werden sie sich Gedanken gemacht haben, was wohl aus diesem Buben werden wird. Nicht einmal im Traum ist ihnen vermutlich die Möglichkeit in den Sinn gekommen, dass ihr Sohn 20 Jahre später Richtung China aufbrechen wird, um dort seine Ausbildung in der Theologie und in der Buchdruckerkunst zu erhalten und fern der Heimat zum Priester geweiht zu werden. Ja, aus dem Riegersburger Knaben wurde auf weiten Umwegen der Prämonstratenser-Chorherr und Kräuterpfarrer Hermann-Josef Weidinger, der nach all der Zeit in der Ferne erneut im Waldviertel Wurzeln schlug. Er verstand es wie kein Zweiter, die Sprache der Pflanzen wieder näher an das Herz ungezählter Menschen zu bringen und vielen die Augen für die Spuren des Schöpfers in der belebten und unbelebten Natur zu öffnen. Es wird nicht so schnell in Vergessenheit geraten, was er als Kunde der Heilkräuter formuliert hat. Beim morgigen Gottesdienst am Sonntag, dem 20. Jänner, wird seiner in der Stiftskirche Geras um 9.30 Uhr gedacht werden. Vor 95 Jahren wurde Hermann-Josef Weidinger geboren, heute ernten wir die Früchte seines Lebens.

Sinnvolle Lyrik

WENIG BRAUCHT EIN WEISER
Viele Kiele trägt die Gans in ihrem Kleide.
Doch eine Rolle hat damit sie nie beschrieben.
Ein Weiser braucht zum Ziel nur einen Federkiel.
(aus: Hermann-Josef Weidinger – In Gold geprägt; Karlstein 1984

Wenig braucht ein Weiser_In Gold geprägt

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Kraut und Rüben

Vielen Lesern ein Anliegen

Tohuwabohu ist ein Begriff, den wir normalerweise für ein ziemliches Durcheinander verwenden. Dieses Wort stammt aus dem Hebräischen und kommt schon im ersten Satz des Buches Genesis vor. Wörtlich übersetzt heißt es: wüst und leer. Für etwas Unordentliches gibt es aber noch andere Umschreibungen, wie etwa die Kombination von „Kraut und Rüben“. In früheren Jahrhunderten war es Brauch, Kohlrüben und Kohlkraut miteinander auf einem Beet wachsen zu lassen und eben nicht in Monokultur von anderem Gemüse getrennt auf je eigenen Flächen. Heute möchte ich aber nicht für die Unordnung eine Lanze brechen, sondern vielmehr auf den Wert von beidem, nämlich von Weißkohl und Roten Rüben, hinweisen. Jetzt im Winter ist es ratsam, auf das Sauerkraut, also auf das geraspelte und eingestampfte Weißkraut zurückzugreifen. Bei uns zu Hause stand zu dieser Zeit immer ein eigenes Fass dafür im Keller und ich schätzte schon als Kind den Saft des rohen Sauerkrautes. Frisch abgepackt bekommt man es aber auch im Handel und so kann sich jeder leicht eine Vorspeise anrichten, indem man eine Hand voll Sauerkraut mit frisch geriebenen Karotten vermischt und ein wenig gerissenen Kren hinzugibt. Etwas Kürbiskernöl und Zitronensaft dazu und fertig ist die köstliche Vorspeise. Der Genuss derselben verleiht uns ein körperliches Wohlbefinden und festigt zudem die Denkkraft.

Rote Rüben als Dauerbrenner:

Im Zuge unserer Verdauung wird manches Wertvolle dem Körper zugeführt und mittels des Stoffwechsels über das Blut an die Stellen des Leibes transportiert, die jeweilige Stärkung brauchen. Der Genuss von Roten Rüben belastet im Zuge dieses Prozesses nicht noch zusätzlich den Organismus, sondern bringt auf milde und basische Weise Vitamine, Ballaststoffe und Mineralsubstanzen ein. Das Immunsystem dankt es uns auf jeden Fall, wenn sich der Gaumen beim Verzehren eines Salates aus Rüben rot färbt.

Kraut oder Weisskohl

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Der Wachposten in unserem Rachen

Die Tonsillen hinter dem Gaumen

Der Fall des Eisernen Vorhangs im Osten Österreichs ist nun schon lange her. Durch den ungehinderten Übertritt der Staatsgrenze merkt man oft gar nicht, ob man sich schon im Nachbarland befindet, wenn man langsam an den ehemaligen Kontrollstellen vorbeifährt. In unserem Organismus hat sich im Laufe der Evolution das Immunsystem einiges einfallen lassen, um dementsprechend auf ungebetene Gäste bzw. sogar feindlich gesinnte Eindringlinge reagieren zu können. An einer wichtigen Stelle, wo sowohl die eingeatmete Luft als auch die zerkaute Nahrung samt den Getränken vorbei müssen, sitzen die Gaumentonsillen, die wir umgangssprachlich als Mandeln bezeichnen. Sie gehören zum lymphatischen System des Mund- und Rachenbereichs und haben die Aufgabe, an vorderster Stelle etwaige Krankheitserreger zu melden und zu bekämpfen. Leicht kann es aufgrund der exponierten Lage der Mandeln passieren, dass sich diese entzünden und für die Erkrankten oft äußerst schmerzhaft bemerkbar machen. Die meisten Säugetiere besitzen ebenfalls dieses organische Frühwarnsystem. Die Schweine hingegen kommen ohne die Tonsillen im Rachen aus. Was also tun, wenn gerade im Winter der Hals schmerzt und brennt? Als erste Maßnahme, um der Entzündung der Mandeln vorzubeugen, ist es angebracht, sich abzuhärten. Gleich in aller Frühe kann man mit bloßem Oberkörper wechselwarme Waschungen am Kopf und auf der Brust durchführen, indem man mit warmem Wasser beginnt und mit kaltem dann endet. Doch auch so manches Heilkraut ist nicht zu verachten, wenn die Mandeln bereits entzündet sind.

Ysop-Absud zum Gurgeln:

Von getrocknetem Ysopkraut samt Blüten nimmt man ungefähr 20 g und stellt diese mit 1/2 Liter Wasser kalt zu, kocht es kurz auf und lässt das Ergebnis dann 10 Minuten lang ziehen. Danach abseihen und bei entsprechend verträglicher Temperatur damit fest gurgeln.

Ysop

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Die Lebensfreude vertiefen

Das Eisenkraut verwenden

Oft geht es ganz schnell, dass wir uns zwischen der Freude und der Traurigkeit gleichsam aufgespannt vorfinden. Das Kreuz und das Vergnügen scheinen unmöglich miteinander vereinbar zu sein. Dennoch kann über die Liebe beides seinen Wert haben. Denn ist es nicht so, dass die Freude die Liebe zum Blühen bringt, das Kreuz hingegen diese wertvollste göttliche Tugend vertieft? Es gehört meiner Meinung nach zur guten Gabe der Weisheit, die man mit zunehmendem Alter erhält, dass die äußerlichen Eindrücke und Umstände des Lebens an Bedeutung verlieren. Je tiefer die echte Freude im Herzen und somit im Innern eines Menschen verankert ist, desto weniger kann diese zerstört oder gar geraubt werden. Die Freude ist eine Gottesgabe und nicht nur ein Gefühl. Dennoch sind wir eine Einheit aus Leib und Seele. Der Körper darf also auch seine dementsprechende Unterstützung erfahren, wenn es darum geht, in den widrigen Zeiten des Lebens – egal, ob diese lang oder kurz dauern – die positive Sicht auf das Dasein nicht zu verlieren. Natürlich ist das auch eine religiöse Frage, deren Beantwortung letztendlich niemandem erspart bleibt. Was den Körper betrifft, so kann das Eisenkraut (Verbena officinalis) mithelfen, dass sich Kopfschmerzen und Migräne in diesen philosophischen Überlegungen nicht als Hindernis erweisen. Denn das Eisenkraut wirkt entkrampfend, beruhigend und antirheumatisch.

Das getrocknete Kraut pulverisieren:

Jetzt im Winter sind uns vor allem die getrockneten Teile der Eisenkrautpflanze zugänglich. Von diesen wird eine ausreichende Menge in einem Mörser zerstampft. Bei Beschwerden nimmt man am besten 4- bis 5-mal am Tag 1/2 Teelöffel davon mit ein bisschen Honig oder Marmelade zu sich.

Eisenkraut

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Ballast abwerfen

Der Kümmel hilft ableiten

Kräfte sammeln, zunehmen, Energie tanken, an Größe gewinnen und ähnliches ist nur die eine Seite des Lebens. Je älter man wird, desto mehr Ballast kann sich anhäufen, den man mühevoll mitschleppt, ohne die Kraft zu haben, sich von manch Schwerem zu trennen. Auch hierbei kann es sich um physische und psychische Last in gleicher Weise handeln. Auf der Suche nach einer dem Menschen in seiner jeweiligen Verfasstheit gerecht werdenden Hilfe sollten wir am Kümmel (Carum carvi) nicht geringschätzig vorbeigehen. Er unterstützt uns sehr gut dabei, wenn uns danach ist, auszuspannen oder gar bohrenden Ärger abzubauen. Wir dürfen ruhig unsere geistige „Ladefläche“ immer wieder von neuem nach oben richten, damit alles davon abrutscht und wir freier den Weg in die Zukunft unseres Lebens schaffen. Die Kümmelpflanze zählt zu den Doldengewächsen. Seit Menschengedenken ist die Verwendung der Kümmelsamen als Gewürz in unserem Kulturkreis nachgewiesen. Somit ist gleichzeitig die äußerst gute Erfahrungsgeschichte mit den ganz eigen schmeckenden Körnern belegt. Auch heute ist es noch immer leicht, den Kümmel mit den verschiedensten Speisen zu kombinieren. Womit z. B. das eine oder andere Brötchen auch bestrichen ist: ein wenig Kümmel hat darauf bestimmt Platz, damit er mithelfen kann, das Gemüt zu heben.

Heiserkeit und Brustschmerzen lindern:

3 Teelöffel mit Kümmelkörnern werden in einem Mörser leicht angestoßen und hernach in 1/4 Liter Milch gegeben. Auf den Herd stellen, kurz aufkochen und 15 Minuten ziehen lassen. Danach abseihen und am Abend vor dem Schlafengehen trinken.

Kuemmel

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Galle und Leber stärken

Die Haut kann dabei vermitteln

Vor einigen Jahren habe ich neben der Sakristei in Harth einen kleinen Wacholder gepflanzt, der mir mittlerweile schon über den Kopf gewachsen ist. Als sich unlängst aufgrund der Witterungslage das Eis auf die Zweige der Bäume gelegt hat, wurde ein Ast derart beschwert, dass er der Last nicht mehr standhielt und abbrach. So liegt es nun an mir, den weggebrochenen Zweig zu entfernen, damit die Wunde am jungen Stamm meines Wacholders wieder heilen kann. Am besagten Ast befinden sich aber schon Beeren, die zwar noch ganz grün gefärbt sind. Dennoch haben diese Früchte mich angeregt, wieder einmal über die heilende Kraft des Wacholders nachzudenken. Immerhin lässt sich ja aus seinen Früchten, die eigentlich mit Fruchtfleisch überzogene Zapfen sind, unter anderem auch ein ätherisches Öl gewinnen, das in der Naturheilkunde einen hohen Stellenwert besitzt. In erster Linie wirkt Wacholderbeeren-Öl keimtötend. Wenn man es zusammen mit Olivenöl vermischt, kann dieser Auszug zur Unterstützung von Massage verwendet werden. Unsere Haut nimmt dabei alles Wertvolle des Wacholders auf und lässt diese auf sanfte Weise bis zu tief darunter liegenden Krankheitsherden vordringen. Somit bietet sich zu den Wegen der Verdauung eine schonende Alternative des Transportes von gesundheitsfördernden Substanzen in das Innere unseres Organismus an.

Wacholderbeeren-Öl einsetzen:

Oft sprechen viele Zeitgenossen irriger Weise von „Sünde“, wenn sie meinen, die Verdauung gerade in den zurückliegenden Feiertagen belastet zu haben. Tun Sie sich etwas Gutes und lassen Sie sich bei Gelegenheit massieren. Am besten verwendet man hierzu einen Ölauszug, der auch im Naturladen Karlstein (Tel.: 02844/7070-11) erhältlich ist. Mithilfe der Wirkstoffe der Wacholderbeeren werden Leberinfektionen gelindert, die Gallensteinbildung hintangehalten und die Darmträgheit gemindert.

Wacholder

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Christus heiligt das Wasser

Das Wasser wiederum hilft uns heilen

Mit dem heutigen Fest der Taufe des Herrn endet im liturgischen Kalender der römisch-katholischen Kirche die Weihnachtszeit. Wir kennen viele Darstellungen der biblischen Erzählung, wo bei Johannes dem Täufer Christus am Jordanfluss erscheint, um ins Wasser zu steigen und sich taufen zu lassen. Das nasse Element spielt für unser Leben eine große Rolle. Es stillt den Durst, es reinigt und es belebt. Ohne Wasser ist Leben kaum vorstellbar. Es ist aber nicht nur ein reines Element, das jeder von uns nach Belieben benutzen kann. In vielen Religionen ist das Wasser ein heiliges Zeichen, das von Gott selbst als wertvoll erachtet wird. Und es kann mithelfen, den Organismus zu heilen. Den Kronzeugen dieser Tatsache kennen die meisten von uns zumindest namentlich: Es ist Sebastian Kneipp, der am 17. Mai 1821 in Stephansried bei Ottobeuren im bayrischen Schwaben geboren wurde. Während seiner Studentenzeit stieß er auf ein barockes Werk über die Heilkraft des frischen Wassers, das von einem gewissen Arzt Dr. Siegmund Hahn verfasst wurde. Kneipp war selbst von einer Lungentuberkulose schwer gezeichnet und suchte sich mit Erfolg in eigenmächtiger Erprobung des Gelesenen einen Ausweg aus seiner Krankheit. So wurde er zum Wegbereiter einer Erfolgsgeschichte der Anwendung bloßen Wassers in je unterschiedlichen Temperaturen.

Verschiedene Aufbereitung des Wassers:

Das kostbare Gut Wasser darf laut Sebastian Kneipp in vielfacher Weise an die Haut herangebracht werden. Gottlob gibt es viele und gute Literatur über diese Art der Gesundheitsvorsorge und der Therapie bei verschiedensten Beschwerden. Seien es nun Waschungen, Bäder oder Güsse, Wickel, Auflagen oder heiße Dämpfe in der Sauna: das Wasser trägt nicht unwesentlich dazu bei, dass unser Organismus auf seine eigenen heilenden Kräfte gleichsam aufmerksam wird. Also: keine Angst vor dem gesunden Nass!

Springbrunnen im Stift Geras

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Freiheit anstreben

Im Weißdorn einen Freund finden

Die guten Vorsätze für das neue Jahr 2013 sind in den meisten Fällen längst schon x-mal gebrochen worden. Natürlich möchte ich diese Feststellung nicht verallgemeinern. Doch, wer sich selbst gut genug kennt und realistisch betrachtet, wird mir in der einen oder anderen Sache Recht geben. Wir alle sehnen uns nach Freiheit. Diese dürfen und sollen wir auch vermehrt anstreben. Nur kann dieses Begehren nicht zur völligen Unabhängigkeit bzw. rücksichtslosen Willkür führen. Denn dann würde das für meine Zeitgenossen und meine Umwelt zu dementsprechender Unfreiheit führen. Wie also kann ich die Freiheit für mich artikulieren, damit sie zu meinem Heil und dem der anderen führt? Ich habe z. B. die Möglichkeit, all das, was momentan ist, zu bejahen. Alle Unzufriedenheit und alle daraus folgende Aggression schlagen sich nämlich auf mein Herz. So sehen wir darin wieder einmal mehr, dass Gemüt und Leib durchaus miteinander korrespondieren. Wer bescheiden annimmt, was einem durch Lebensumstände und Mitmenschen in einem erträglichen Maß zugemutet wird, der geht behände Schritte in Richtung Glück und Zufriedenheit. Um ein beherztes „Ja“ zu alldem und damit zu einem Stück weit mehr Freiheit sprechen zu können, kann das Herz durch den Weißdorn unterstützt werden, der gleichsam ein kompetentes Gewächs in Sachen Herz und Kreislauf darstellt. Ein kleiner Vorsatz für heuer kann sein, den Weißdorn mehr zu schätzen.

Weißdorn-Tinktur:

Die Herstellung ist ganz einfach. Von reifen Weißdornfrüchten nimmt man 250 g, zerkleinert sie und setzt sie 14 Tage lang in 1 Liter 70 %-igem Obstbrand an. Danach abseihen und 3-mal täglich ca. 20 Tropfen davon mit Wasser verdünnt einnehmen. Dies stärkt das Herz.

Weissdornfruchtzweig

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