Ein Gruß aus Südasien

Die Gelbwurzel ab und zu verwenden

Im Zeitalter der Globalisierung fällt es kaum mehr auf, wenn man um sich herum fremdländische Tiere, Gebrauchsgegenstände oder Gewürze hat. Wenn ich durch unseren Naturpark gehe und in der Vogelvoliere den prächtigen Pfau sein Rad schlagen sehe, dann werde ich immer sanft daran erinnert, dass es schon lange Tradition hat, sich in Europa mit „fernöstlichen Federn“ zu schmücken. Ein wertvolles Ingwergewächs aus der Heimat des Pfaues ist die Gelbwurzel (Curcuma longa), die auch unter ihrem wissenschaftlichen Namen bekannt und geschätzt ist. Der Geruch dieser dunkelgelb gefärbten Wurzel ist ingwerähnlich und angenehm aromatisch, der Geschmack wiederum ein wenig bitter und würzhaft brennend. Schon im Mittelalter wurde diese Küchenzutat nach Europa importiert und vor allem zum Färben verschiedenster Gerichte verwendet. Kaum einer hat bedacht, dass man damit auch den Speisen einen gesunden Beitrag hinzugefügt hat. In mancher Soße, die vor allem bei Rezepten rund um das Huhn oder den Fisch angerührt werden, können wir auch heute auf das Kurkumapulver im rechten Maß zurückgreifen. Ja, es darf schon ab und zu exotisch schmecken. Beim Genuss derartiger Köstlichkeiten soll dennoch der hohe Wert allein schon durch den weiten Transport derartiger Spezereien bedacht werden.

Kurkumagewürz als Hausmittel:

In der Gelbwurzel steckt unter anderem auch eine keimtötende Kraft. So kann man bei Gelbsucht, Gallensteinbildung oder Gallenblasenentzündung täglich eine Messerspitze voll pulverisierter Kurkumawurzel einnehmen. Am besten trinkt man dann einen oder mehrere Schluck Wasser hinterdrein.

Gelbwurzel

Eine Speisekammer ist Goldes wert

Was noch hinter dem Gemüse steckt

Plant oder baut jemand ein Haus, so gibt es dabei gewisse Prioritäten, die der Beachtung bedürfen, um das Praktische mit dem Gemütlichen bestmöglich kombinieren zu können. Nicht unwesentlich sind dabei die Überlegungen in Bezug auf die Gestaltung des Bades oder der Küche. Egal, wo nun Letztere wirklich im Raumgefüge positioniert wird, ist es sicher notwendig, auch noch einen weiteren Raum mit zu beachten, in dem die Grundvoraussetzungen für die Entfaltung der Kochkunst des jeweils dafür Beauftragten oder Kompetenten gelagert werden können: die Speisekammer oder auch österreichisch und kurz – die Speis’. Ich überlasse es der hoffentlich durch meine Zeilen angeregten Phantasie, welche Gerüche sich dort verbreiten, je nach gelagerter Ware. Auf jeden Fall werden auch die Erdäpfel samt dem einen oder anderen Gemüse den Ton der Atmosphäre in der dunklen Kammer angeben. Nun, wie das alles riecht bzw. schmeckt, wissen wir oft nur allzu gut. Doch was meiner bescheidenen Meinung nach heute immer mehr ins Hintertreffen gerät, ist das Wissen um so manches Hausmittel, das ebenfalls aus der Speis’ heraus zum Einsatz kommen kann. Knoblauch zum Beispiel hat eine antiseptische Wirkung. Die Pubertierenden etwa können sich eine Zehe vom Knoblauch aufschneiden und damit die verhassten Wimmerln am Abend einreiben, die dadurch bald vergehen. Am Morgen betupft man die betroffenen Stellen der Haut am besten zusätzlich mit einer Arnikatinktur. Den Knoblauchgeruch muss man der Schönheit willen eben in Kauf nehmen! ;-)

Kopfschuppen mit Sellerie bekämpfen:

Die auf den Sellerieknollen befindlichen Blätter haben Stängel, die man zerkleinert und 30 g davon in 3 Liter Wasser auf kleiner Flamme 15 Minuten lang kocht. Nachdem der Absud eine hautfreundliche Temperatur erreicht hat, soll man damit das frisch gewaschene Haar samt der Kopfhaut abspülen.

Knoblauch

Die Fülle des Lebens aufspüren

Mit der Rosskastanie Ausschau halten

Am Straßenrand steht ein Kastanienbaum. Ich gehe daran nicht vorüber, sondern bleibe stehen. In den Kirchen wird heute aus dem 13. Kapitel des Markusevangeliums Folgendes zitiert: „Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und die Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist.“ Nun, im Waldviertel gedeihen keine Feigen in freier Natur. Ich begnüge mich eben mit einem Kastanienbaum, um mich im Sinnieren über mein Leben an ihm anzuhalten. Wenn ich dieses mächtige Gewächs mit manchen Typen von Menschen vergleiche, darf ich eine positive Kraft entdecken. Jetzt im Herbst glaubt man ja kaum, welche Pracht dieser Baum im nächsten Frühjahr mit seinen gelappten Blättern und mit seinen Blütenkerzen entfachen wird. So ist es auch bei vielen Zeitgenossen, die ich mit meinen Vorurteilen vielleicht verkenne. Ich ahne gar nicht, was in ihnen steckt. Pflege und kultiviere ich meine Talente? Was mache ich eigentlich aus meinem Leben? Ist die Triebfeder meines Schaffens vielleicht gar das billige Erhaschen der Gunst anderer Menschen, die mich doch zutiefst enttäuschen können? Mein Kastanienbaum am Wegrand weist über sich hinaus. Er streckt seine Äste in den herbstlichen Nebel und ist sich gewiss, dass die Sonne wieder kommt. Heute am Sonntag feiere ich auch die Tatsache, dass Christus vom Tode erstanden ist und schon jetzt sein Leben mit mir teilt. Seine Gegenwart ist es ja, die mich ermutigt, für andere da zu sein und den Schöpfer als Urgrund meiner Existenz zur Sprache zu bringen.

Sorge um eine gute Ruhestatt:

Konkret gemeint ist das Bett, das mich mehr oder weniger gut den Schlaf erleben lässt. Mit manchem Kräuterkissen kann man die Atmosphäre verbessern. Menschen, die unter Rheuma oder Gicht leiden, können sich reife Rosskastanien in einer Schachtel unters Bett legen. Diese wehren auch schädliche Strahlen ab, die den Organismus beunruhigen.

Rostkastanie mit Blüten und Früchten

Die Krallen herzeigen

Nägel haben auch beim Menschen einen Sinn

Katzen haben Fans und Feinde unter uns Menschen. Dieses Haustier hat jeweils einen eigenen Charakter, der oft nur schwer zu durchschauen ist. Die Feststellung hat durchaus ihre Berechtigung, wenn behauptet wird: Hunde haben einen Herren, Katzen hingegen einen Diener. Letztere zeigen vor allem ihre Krallen und setzen diese auch gekonnt ein, sofern ihnen etwas nicht passt. Wir Menschen haben es da schon schwerer. Wir können unsere Nägel an Hand und Fuß nicht beliebig ausfahren. Und doch haben sie ihre Funktion. Vor allem sind sie Anzeiger unserer Gesundheit. Mangelerscheinungen können an brüchigen und gesplitterten Nägeln sichtbar werden. Unter anderem ist es wichtig, über die Ernährung dem Körper genug Kieselsäure zuzuführen. Damit bleibt die Struktur der Haare und Nägel kräftig erhalten. Gepflegte und gesunde Finger geben einem zudem Sicherheit im Umgang mit den Menschen. Für unsere Kommunikation miteinander sind ja nicht nur unsere wachen Augen und unser schlagfertiger Mund von Bedeutung, sondern vor allem auch unsere „Greiferchen“, mit denen wir das gesprochene Wort ausdeuten. Sorgen wir also dafür, dass unsere Finger, aber auch unsere Zehen mit ihren Nägeln nicht stiefmütterlich behandelt werden.

Kieselsäure via Tee:

Um Haut, Haar und Nägel zu stärken, kann man folgende getrockneten Kräuter zu gleichen Teilen mischen: Kamille, Heidekraut, Gänsefingerkraut, Zinnkraut und Spitzwegerich. 3 Esslöffel davon setzt man mit einem 3/4 Liter Wasser 3 Stunden lang an. Dann kurz aufkochen und abseihen. In eine Thermosflasche gefüllt, werden 3 Tassen den Tag über davon getrunken. Am besten ist eine Kur von drei Wochen, mit einer Woche Pause und dann erneut drei Wochen lang fortsetzen.

Ackerschachtelhalm

Eine gute Atmosphäre herstellen

Mit der Goldmelisse das Herz öffnen

Der heilige Augustinus (354 – 430) wird in der Ikonographie oft mit einem brennenden Herzen dargestellt. Meist hält er dieses sogar selbst in der Hand. Symbolhaft kommt dadurch die Sehnsucht des Gottesmannes zum Ausdruck, die er zeit seines Lebens nach Gott gespürt hat. Zudem hat er all das, was sich in seinem Herzen gleichsam abgespielt hat, aufgeschrieben und uns Heutigen dadurch zugänglich gemacht. Das kann die eine oder den anderen vielleicht auch dazu motivieren, sprichwörtlich sein eigenes Herz in die Hand zu nehmen und zu öffnen. Hermann-Josef Weidinger hat es einmal meiner Meinung nach ganz treffend formuliert, als er schrieb: „Das Leben des Lebens ist und bleibt die Liebe. Lieben ist ein Ver-Schenken. Ein Her-Geben. Ein Glücklich-Sein durch Geben-Dürfen. Kurz gefasst: Dienst am anderen. Es tut auch dem Physischen, dem Leiblichen gut, erhebt und adelt es.“ Ja, und welche Pflanze steht mir dann zur Seite, um mein Herz liebevoll anzusehen und zu pflegen? Es ist die Goldmelisse (Monarda dydima), die auch aufgrund ihrer Herkunft Indianernessel genannt wird. Die Blüten dieses Heilkrauts lassen sich bei voller Entfaltung trocknen und zur Gewinnung eines Tees verwenden, der mit seiner goldgelben Farbe auch das Auge erfreut. Hat jemand die Goldmelisse im Garten gepflanzt, schätzen das ebenfalls die Bienen aus der Nachbarschaft.

Monardenwein selbst gemacht:

Frische Blütenblätter der Goldmelisse (= Monarde) in einer Menge von 45 g werden mit 1 Liter Rotwein übergossen und 8 Tage in die Sonne gestellt. Danach abseihen und lichtgeschützt im Kühlen lagern. Ab und zu ein Stamperl davon getrunken, fördert das die Herzenswärme und unterstützt die vielleicht gar sehr verborgene Güte im Innern des Genießers.

Goldmelisse mit Schmetterlingen

Bevor das Jahr sich neigt

Noch einmal die Lärche ehren

Egal, ob es stürmt oder schneit, ob es regnet oder der Nebel die Sicht begrenzt, es ist vor allem ein Baum, der sich seine Heiterkeit nicht nehmen lässt: die Lärche (Larix decidua). Sie gedeiht vor allem dort, wo das Land sich zu Hügeln und Bergen erhebt und stellt an den Boden keine großen Ansprüche. Natürlich ist ihr eine durchlässige und humusreiche Erde am liebsten. Sie schafft es aber auch an anderen unwirtlicheren Orten, die Wurzeln tief in den Untergrund zu treiben und mit ihrem festen Halt so manchem Sturm zu trotzen. Wenn nun im Spätherbst die Wolken und der häufigere Nebel der Sonne Platz machen, dann ist es fast so, als hätte jemand die Bäume vergoldet. Intensiv leuchtet das warme Gelb der Lärchennadeln, die noch lange auf den Bäumen bleiben, bis der Schnee und der Raureif im Winter ihnen den Garaus machen. Ja, die Lärche ist ein heiterer Baum. In Gesellschaft mit anderen Holzgewächsen bemüht sie sich, über diese hinauszuwachsen. Sie ist auch der einzige Baum, der im Winter das gesamte Nadelkleid fallen lässt, damit es im Frühjahr erneut in äußerst zartem Grün wiederum dem Auge und dem Herzen einen Grund zur Freude bietet. Für mich ist die Lärche eine geistige Hilfe zur Gelassenheit. Das Alte, das ich nicht mehr ändern kann, darf ruhig hinter mir bleiben. Es ist die Zukunft, in der die Möglichkeit zum Beschenkt-Werden inkludiert ist. Vielleicht ist es gar der gegenwärtige rechte Augenblick, in dem ich feststellen darf, dass Gott für mich sorgt. Diese Erkenntnis ringt selbst in der Not meinem Mund ein Lächeln ab.

Register des Herbstes:

Die verschiedenen Stimmen einer Orgel nennen wir Register, die der Spieler je nach Bedarf zieht. In diesem Sinne lässt der Herbst vor allem die Lärche, den Baum des Jahrs 2012, vor den Vorhang treten und zur Stimme kommen. Suchen wir also gerade jetzt die Lärchen auf. Verhärtete Menschen erfahren in ihrer Nähe Lockerung ihres Gemütes. Gestaute Energien werden frei und können sich in positive und bejahende Kräfte verwandeln.

Lärchenzweig

Die stramme Eiche

Das Rückgrat stärken

Es kann viele Gründe geben, warum im Alter Knochen porös und brüchig werden. Oft findet man lange nicht heraus, woher der Schmerz im Rücken und im Kopf kommt, bis der zuständige Mediziner einen Schwund an Knochenmasse feststellt. Vor allem Frauen, aber auch so manche Männer, können jenseits des Alters von 50 Jahren an Osteoporose leiden. Sobald man sich darüber im Klaren ist, dass man zur betroffenen Risikogruppe zählt, soll man Belastungen, die vor allem das Rückgrat treffen, meiden. Nun ist es bei jeder Erkrankung gut, auch in der Natur Ausschau zu halten, ob nicht das eine oder andere Gewächs für uns bereit steht, um Linderung oder gar Hilfe zu schaffen. Im angesprochenen Fall ist es ratsam, sich an der Eiche anzuhalten. Ihr kräftiger Wuchs verrät uns, dass auch wir aufrecht stehen und gehen können. Diese anscheinend banale Feststellung gilt für das Physische unserer Wirbelsäule, ist aber durchaus auch bezogen auf die psychische Verfasstheit unserer Lebenstage. Lassen wir uns also in beiden Belangen nicht das Rückgrat brechen! Bei Osteoporose kann aus Eichenrinde ein Tee eine Kur von sieben Wochen begleiten. Dazu nimmt man Rinde von jungen Ästen, die noch keine Borke angesetzt haben. 2 Teelöffel von getrockneter und zerkleinerter Eichenrinde werden mit 1/4 Liter Wasser übergossen und dann ca. 5 Minuten lang aufgekocht. Nach dem Abseihen den Tee lauwarm morgens und abends trinken. Jeweils eine Schale reicht.

Pulver aus Eichenrinde:

Getrocknete Eichenrinde wird fein pulverisiert. Zweimal täglich nimmt man dann einen Teelöffel voll davon, indem man das Pulver mit Honig oder Marmelade vermischt. Gerade am Morgen sollte man die entsprechende Mischung auf nüchternem Magen einnehmen. Diese Anwendung stärkt das gesamte Knochengerüst.

Eichenzweig mit Eicheln und Rinde

Der „liebe“ Alkohol

Zeigt mit einem Kater seine Krallen

Der Martinitag ist nun vorüber. So gibt es keinen Grund mehr, auf den jungen Wein zu verzichten. Die Winzer haben trotz mancher Einbußen durch Frost- und Hagelschäden in den Weinbergen wiederum so manch edles Tröpferl in den Fässern gelagert, das nun darauf wartet, ästimiert zu werden. Die gesteigerte Qualität des heimischen Weines kann sich ja dank der innovativen und kompetenten Arbeit unserer Winzer schon lange weltweit sehen und schmecken lassen! Wen wundert’s dann, wenn so manch fröhliche Runde zu sehr beim Rebensaft verweilt und das Heimgehen gar spät angetreten wird. Der nächste Tag bringt dann die Rechnung. Man wacht nicht alleine auf, sondern zusammen mit einem sogenannten Kater. Den kann man sehr wohl aber zähmen. Frische Luft ist oberstes Gebot in diesem Fall. Wer kann, geht am besten ein wenig spazieren. Das macht den Kopf wieder klarer. Leichte Kost zu sich genommen, ersetzt den durch Alkohol verbrauchten Blutzucker. Die Kräutertees sollten im eben beschriebenen Zustand ihr Mitspracherecht behalten, um den Flüssigkeitsverlust wieder wett zu machen. So ist es ratsam, hierbei auf Lavendel, Melisse, Kamille oder Engelwurz zurückzugreifen. Schwarzer Bohnenkaffee wird an der Situation eher wenig ändern. Am besten ist aber, rechtzeitig mit den Achterln aufzuhören und immer Wasser nachzutrinken. Oder man besinnt sich der Wiener Manier, den edlen Wein zu „beißen“. Weniger ist auf jeden Fall mehr! Ich wünsche allen ein frohes und klares Erwachen!

Auf den Honig nicht vergessen

Den Imkern ist das schon lange bekannt: Wer am Abend zu tief in Glas geguckt hat, nehme ein paar Löfferl Honig pur oder in Wasser aufgelöst ein. Dieser geht direkt ins Blut, was den Blutzuckerspiegel hebt und in der Folge das Kopfweh lindert. Das gilt natürlich nur für Leute, die nicht von Diabetes betroffen sind.

Honig

Mehr Infos zum Verein Freunde der Heilkräuter, Rezepten und Produkten finden Sie auf www.kraeuterpfarrer.at.

Nicht alles, was sticht

Ist gefährlich

Auch wenn es so scheint. In der Familie der Korbblütler (Asteraceae) gibt es so manch stechenden Gesellen. Die Rede ist natürlich von den Disteln mit ihren spitzstacheligen Blättern und Blüten. Obwohl diese Gewächse so unnahbar scheinen, besitzen sie ihren Wert allein schon darin, dass sie mit ihrer Existenz zum gottgewollten Gleichgewicht in der Schöpfung einen nicht zu unterschätzenden Beitrag leisten. Darüber hinaus tragen sie in ihren Pflanzenteilen wertvolle Stoffe, die wir für unsere Gesundheit nützen dürfen. Eine Vertreterin davon ist die Benediktendistel (Cnicus benedictus oder auch Centaurea benedicta). Wie so manches wertvolle Heilkraut wurde diese Distel im Laufe des Mittelalters von ihrer ursprünglich asiatischen Heimat in den Westen ans Mittelmeer gebracht, wo sie heute auch wild wächst. In unseren gemäßigten Breiten ist sie eher nur als Kulturpflanze in den Gärten anzutreffen, wo sie aber an manchen Stellen wiederum von alleine aufgehen kann. Im Prinzip ist die Benediktendistel eine einjährige Pflanze. Besonders wohl fühlt sie sich auf sonnigen Lagen. An den Boden stellt sie keine besonderen Ansprüche. Im Sommer hat sie ihre Blütezeit etwa ab dem Monat Juli. Ab dann können ihre jungen Blätter, die blühenden Sprossspitzen und das frische blühende Kraut geerntet werden. Die Verdauungssäfte unseres Körpers erhalten durch die Inhaltsstoffe der Benediktendistel – vor allem durch den Bitterstoff Cnicin – eine wertvolle Unterstützung. So sei darauf hingewiesen, dass man dieses Kraut im rechten Maß bei träger Verdauung, bei Leber- und Gallenleiden sowie bei Verschleimung des Magens nutzen kann.

Den Tieren zuliebe:

Unsere vierbeinigen Lebensgefährten leiden unter ungünstigen Umständen ebenfalls an Blähungen, Verdauungsstörungen und Verstopfung. In diesem Fall kann man auf einen Tee, der aus getrocknetem Kraut der Benediktendistel gekocht wird, zurückgreifen.

Benediktendistel

Ein gutes Frühstück ist was wert

Nicht minder ein guter Gedanke für den neuen Tag

„Solange ich atme, hoffe ich auch!“ – so schrieb es einst Kräuterpfarrer Hermann-Josef Weidinger in eines seiner Bücher. Ich weiß ja nicht, lieber Leser, liebe Leserin, wie Sie heute aufgestanden sind. Aber haben Sie schon einen guten Gedanken gehabt? Oder mussten Sie sich vielleicht etwa gar ärgern? Ich wünsche Ihnen jedenfalls ganz aufrichtig, dass Sie sich schon Zeit für sich selbst nehmen konnten. Das kann sogar darin bestehen, dass Sie die Zeitung in der Hand halten und eben meine Zeilen durchlesen. Ja, eine gute Morgenkultur ist schon was wert! Nicht nur am Sonntag; jeder Tag darf bewusst begonnen werden. Der eingangs zitierte Satz ist dem Buch „Guter Morgentipp vom Kräuterpfarrer“ entnommen. Dieses Sammelwerk an Betrachtungen, Gebeten, Hausmitteln und Rezepten ist in einer Weise abgefasst, durch die sich jeder etwas rausnehmen kann. Für alle Tage des Jahres ist dieser immerwährende Kalender mit einer Fülle an Wissen und Anregungen bestückt, wo für jeden etwas dabei ist. Jetzt, wo sich das Jahr zu Ende neigt, ist es ja nicht das Schlechteste, schon einmal einen Vorrat an Wegweisung und Weisheit für das Neue Jahr anzulegen. Ich wünsche Ihnen von Herzen einen „Guten Morgen!“, ein gutes Frühstück und einen gesegneten Sonntag, der nicht ohne Bedachtsamkeit, ohne Selbstachtung und nicht ohne Genuss in den Montag hinüber schwappen soll. Andernfalls stimmte Weidingers Erinnerung in seinem Buch „Wenn ich mich selber achten würde.“

Ein Buch für Jung und Alt:

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Und warum nicht die Mühe schätzen, die ein Kräuterpfarrer einst aufbrachte, um einen bleibenden Wert zu schaffen? So ist es nur gut und recht, auf ein Buch zurückzugreifen, das auch in den Zeiten des Internets weder an Aktualität noch an Gültigkeit etwas verloren hat. Gerade vor Weihnachten darf an ein Geschenk gedacht werden, mit dem man bestimmt keinen Fehlgriff macht. Hermann-Josef Weidingers „Guter Morgentipp“ ist ab sofort zum Sonderpreis von € 19,90 (statt € 26,50) beim Verein Freunde der Heilkräuter in Karlstein an der Thaya zu beziehen (www.kraeuterpfarrer.at).

Guter Morgentipp vom Kräuterpfarrer