Sieht gefährlich aus

Der Hohlzahn ist es aber nicht

Bald wird die Natur mit den länger werdenden Tagen Mut und Vertrauen fassen, um nach Kälte und Eis wieder zu grünen und zu wachsen. Viele Pflanzen werden dann ihre Blätter aus dem Boden recken, um das Sonnenlicht einzufangen und zu verwandeln. Mit Freude erwarten wir die ersten Schneeglöckchen, Gänseblümchen oder den gelben Löwenzahn. Zugleich mit diesen kommen auch die Brennnesseln wieder zum Vorschein, denen wir mit größerem Respekt und zuweilen weniger Freude begegnen. Manche Pflanzen haben sich diesen Respekt zu Nutze gemacht und im Laufe der Evolution ähnlich Blätter gebildet, die vortäuschen, genauso nesselbehaftet wie die Brennnessel zu sein. Dem ist aber nicht so. Die Rede ist vom Hohlzahn, der in mehreren Arten bei uns vorkommt. Die bekannteren Arten sind der Gemeine Hohlzahn (Galeopsis tetrahit), der Gelbe Hohlzahn ( Galeopsis segetum) und der Bunte Hohlzahn (Galeopsis speciosa). An den Blüten sind sie sofort als harmlos zu erkennen, gehören diese Arten doch zur großen Familie der Lippenblütler. In der Volksheilkunde wird die Wirkung des Hohlzahns als heilend für die Atemwege und anregend für die Verdauung beschrieben. Als Homöopathikum wird der Hohlzahn zur Unterstützung bei Nieren- und Blasenleiden verwendet. Das Heilkraut Galeopsis enthält vor allem viel Kieselsäure und wächst gerne an Äckern, Wald- und Wegrändern.

So wird Hohlzahntee zubereitet:

Getrocknetes Hohlzahnkraut zerkleinern und 2 Teelöffel davon mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. Anschließend 15 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen, abseihen und mit Honig gesüßt trinken. Um eine gute Wirkung für die Atemwege und die Darmtätigkeit zu erzielen, empfiehlt es sich, diesen Tee kurmäßig anzuwenden. Die „Dosis“ kann in diesem Falle 3 Wochen lang täglich 3 Tassen voll sein. Nach einer Woche Pause am besten wiederholen.

Ein fruchtbringendes Rosengewächs

Die Mispel einmal mehr bekannt machen

Manchmal wirkt sich die Politik auch auf die Botanik aus. Ich meine nicht, dass mit dem künftigen Sparpaket unserer Regierung die Preise für Kräutertees oder Gemüse eklatant in die Höhe schnellen werden. Ein Blick zurück in die Geschichte zeigt uns aber, dass manches Heilkraut oder die eine oder andere Frucht mit der Ausbreitung des Römischen Reiches in Mitteleuropa Wurzel fassten, die einst im mediterranen Raum beheimatet waren. Wenn wir heute die Mispel (Mespilus germanica) hernehmen, so wird angenommen, dass sie ursprünglich in Vorderasien verbreitet war, doch in der Folge durch die Römer in den Westen gebracht wurde. Die Mispel zählt zu den Rosengewächsen und ist eine Kernobstart. Sie kann bis zu 5 Meter hoch werden und liebt auf lehmigem Boden einen Standort in der Sonne oder zumindest im Halbschatten. Die Früchte der Mispel sind etwa walnussgroß und haben auf der Oberseite fünf Zipfel, die bei der Blüte aus dem Kelch hervorwachsen und bis zur Reife an der Frucht bleiben. Im Rohzustand kann man die Mispeln kaum essen, da sie sehr viel Gerbsäure enthalten.

Marmelade aus Mispeln:

Am besten mischt man die Mispeln mit anderen Früchten wie Äpfel, Holunderbeeren oder Quitten und verarbeitet sie zusammen mit diesen zu einer köstlichen Marmelade. So wie auch andere Früchte der Rosengewächse enthalten die Mispeln ebenfalls ein wenig Zitronensäure.

Hausmittel aus Übersee

Der Rote Sonnenhut stärkt das Immunsystem

Der Psalm 37 aus dem Alten Testament gibt uns folgende Weisheit mit auf den Lebensweg: „Der Herr leitet die Schritte des Menschen und Wohlgefallen hat er an seinem Weg. Wenn der Gerechte fällt, wird er dennoch nicht zuschanden, weil der Herr seine Hand unter ihm hält.“ Wir machen doch sehr oft die Erfahrung, dass unsere Befindlichkeit sehr von der Verfasstheit unseres Körpers abhängt. Immer wieder bricht die Einheit von Geist und Körper auseinander oder anders formuliert, leidet ein Teil, wird der andere mit in die Tiefe gezogen. Wie tröstlich ist es da, in der Natur die Heilkräfte des Schöpfers zu entdecken, die uns aufrichten und wieder auf die Sprünge helfen. Ganz einfache Menschen haben zumeist das Gespür dafür gehabt, was Leib und Seele stärkt und aufbaut. So ist es den indigenen Menschen Nordamerikas zu danken, dass sie schon lange darüber Bescheid wussten, wie heilsam der Rote Sonnenhut (Echinacea purpurea) den Organismus unterstützen kann. Dieser Korbblütler wächst auch in unserer Heimat sehr gut und man kann ihn im Garten kultivieren. Seine Blütezeit reicht von Juli bis Oktober. Die Wirkkräfte dieser Heilpflanze stärken den Organismus und bauen Entzündungen ab. Zudem reinigt der Rote Sonnenhut das Blut. Wird das Kraut während der Blütezeit frisch geerntet und verwendet, ist es am wirksamsten.

Sonnenhut-Tee aus Kraut und Wurzeln:

Bei Entzündungen jeglicher Art ist es ratsam, die Echinacea zu Hilfe zu rufen. Im Heißaufguss werden 2 Teelöffel des frischen Krautes mit 1/4 Liter heißem Wasser übergossen. Dann 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen und nach dem Abkühlen trinken. Nimmt man die im Frühjahr oder Herbst geernteten Wurzeln des Sonnenhutes, kann man die zerkleinerten Teile in derselben Weise und Menge wie das Kraut für den Tee verwenden.

Geschmackvolle Heilkraft

Die lange Bekanntschaft mit dem Koriander

Die Pflanzenheilkunde geht einher mit der Existenz des Menschen. So ist es nicht verwunderlich, dass manche Heilpflanzen schon in der frühen Antike erwähnt werden bzw. dass archäologische Funde deren Verwendung vor urdenklichen Zeiten zutage bringen. Daher überrascht es nicht, wenn wir den Echten Koriander (Coriandrum sativum) schon bei den alten Ägyptern als Heilpflanze antreffen. Wie auch Fenchel und Kümmel zählt diese Gewürzpflanze zu den Doldenblütlern (Apiaceae). Ursprünglich dürfte der Koriander in den Regionen rund um das Mittelmeer beheimatet gewesen sein. Seit langem ist er aber nur mehr als Kulturpflanze bekannt und praktisch rund um den Erdball verbreitet. Zur Verwertung gelangen vor allem die Samen der Pflanze, wenn auch die Blätter in der Küche überall ebenso geschätzt werden. Der größte Teil der Inhaltsstoffe sind ätherische Öle und Ölsäuren. Diese haben appetitanregende und verdauungsfördernde Auswirkungen, sind krampflösend und stärken die Magen- und Darmflora. In einer medizinischen Handschrift der Antike, die im Mittelalter kopiert wurde (Wiener Kodex 93), findet sich folgender Eintrag zum Schmunzeln: „Bei Flöhen: Besprenge das mit dem Saft der zerriebenen Pflanze Coriandrum.“

Ätherisches Korianderöl:

Einige Tropfen davon in lauwarmes Wasser geben und morgens trinken. Das wirkt sich gut bei Krämpfen aus und beruhigt Magen und Darm. Wenn man den Körper mit dieser Lösung einreibt und gut nachfrottiert, bringt das unangenehme Gerüche auf natürliche Weise zum Verschwinden.

Koriander (Foto: Kochtopf)

Unscheinbar und wertvoll

Die Wildformen unserer Obstbäume

Jetzt, wo Väterchen Frost noch einmal gezeigt hat, was er kann, steht die Landschaft kahl und leergefegt da. Sie wäre charakterlos, stünden nicht an den markanten Zonen der Feldränder und Böschungen, an den Wegen und Straßen die Bäume, die unserem Auge im schweifenden Blick Halt und Orientierung zu geben vermögen. Jetzt ist es für den Laien noch umso schwieriger, die einzelnen Exemplare ihrer Art nach zu erkennen, doch der nächste Frühling kommt bestimmt, wo wiederum Blüten und Blätter verraten, welcher Baum da seine Wurzeln schlägt. Jeder Obstgarten ist schön, wenn alles blüht und die emsigen Bienen nektarhungrig die weißen Kronen der Äpfel- und Birnbäume umschwirren. Jede wohl- und gut gezüchtete Obstsorte hat aber ihre natürlichen Vorfahren, die wild auf unseren Fluren wachsen. Da ist zum Beispiel der Holzbirnbaum, der ob seiner Blütenpracht im Frühjahr nicht zu übersehen ist. Die heilige Hildegard von Bingen hat wilde Birnen zusammen mit Dinkel gekocht und wusste, dass dieses den Magen stärkt, das Wasser aus dem Körper abtreibt und zugleich Mineralsalze einbringt. Wilde Obstbäume sind zudem gerade jetzt, wo noch übrige Früchte an und unter den Bäumen zu finden sind, eine wichtige Nahrung für Vögel, die aus nördlichen Gebieten bei uns den Winter verbringen.

Birnenblätter-Tee:

Im kommenden Sommer kann man die Blätter frisch vom Baum pflücken und im Heißaufguss zu einem Tee kochen. Dieser Tee dient der Reinigung der Harnwege und hat keimtötende Kräfte. Er eignet sich gut zur Unterstützung des Organismus bei Nierenbeckenentzündung und Blasenleiden.

Eine Blume mit Symbolcharakter

Die Ringelblume als Wegweiserin

Wer würde sie nicht bewundern, die alten Ikonen und Fresken in den Kirchen des byzantinischen Ritus. In keiner Kirche dürfen dort auf der Ikonostase, der Bilderwand vor dem Altar, die Darstellungen von Christus, dem Erlöser und der Gottesgebärerin Maria fehlen. Von der Mutter Jesu gibt es in der Ikonenmalerei wie bei den Bildern von Christus verschiedene Typen der Komposition des Gemäldes. Einen Typus nennt man: Maria, die Wegweiserin. Sie zeigt mit der einen Hand auf das Christuskind, das sie mit der anderen liebevoll trägt. Wenn ich im Verein Freunde der Heilkräuter die Ringelblume als Erkennungszeichen auf den verschiedenen Naturprodukten sehe, dann fühle ich mich auch an die Wegweiserin erinnert. Denn die Ringelblume (Calendula officinalis) hat hervorragende wundheilende, antiseptische und blutreinigende Heilwirkungen. Sie erweist ihre stärkenden Dienste dem ganzen Organismus in- und auswendig. Ihre orangegelben Blüten zieren unsere einfachen Gärten wie kleine Sonnen und haben nicht nur dadurch eine gute Ausstrahlung.

In Karlstein an der Thaya arbeitet das ganze Jahr über ein bewährtes Team, das für alle da ist, die heilende Auswege und stärkende Unterstützung aus dem Angebot der Natur suchen. Kein Kraut ist universell verwendbar. Die Ringelblume aber hat eine sehr große Palette an Wohltaten anzubieten.

Wenn der Magen eine Baustelle ist:

Getrocknete Ringelblumen-Blütenblätter in der Menge von 2 Teelöffeln mit ca. 1 Tasse (1/4 Liter) kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten ziehen lassen. Dann ungesüßt schluckweise trinken, um den Magen zu beruhigen und gleichzeitig Leber und Galle zu unterstützen. Dieser Aufguss treibt auch den Schweiß bei fiebrigen Erkrankungen und hilft selbst bei Durchfall.

Dornige Schönheit

Die Berberitze stärkt die Gesundheit

In der Landwirtschaft sieht man die Berberitze (Berberis vulgaris) nicht so gern. Das hat seinen Grund in der Tatsache, dass dieser dornige Strauch als Zwischenwirt des gefährlichen Getreiderostes für die Weizenfelder eine gewisse Gefahr darstellen kann. Dennoch ist diese Pflanze ein wertvolles Glied in der Gesamtheit unserer heimischen Flora. Sie ist auf dem europäischen Festland bis hin zum Kaukasus verbreitet. Selbst in den Alpen findet man die Berberitze noch in Hochlagen bis über 2000 Meter Seehöhe. Die Früchte der Berberitze sind spitzovale rote Beeren und können gegessen werden. Die übrigen Teile der Pflanze sind jedoch giftig. Das Fruchtfleisch schmeckt eher säuerlich und enthält wertvolle Vitamine. In den Gebirgsgegenden schätzt man die Berberitze, weil sie dazu dient, einen wertvollen Hausschnaps herzustellen. Die Beeren können auch entsaftet werden. In der Überlieferung der Volksheilkunde kennt man den Saft als bewährtes Mittel bei Lungen-, Leber- oder Darmerkrankungen. Zudem kann auch die Wurzelrinde zu Heilzwecken verwendet werden. Dazu gräbt man im November die Wurzeltriebe aus, wäscht sie, schneidet sie in Stücke, schält die Rinde ab und fädelt sie dann auf einer Schnur auf, um sie rasch in der Luft zu trocknen.

Berberitzen-Marmelade:

Hat man einmal Früchte von der dornigen Berberitze geerntet, können diese zu einem Mus verarbeitet und zu anderen süßen Früchten dazugegeben werden. Am besten kann man sie zu Zwetschken, Birnen oder Äpfeln mischen und so zu Marmelade veredeln.

Ein Blick in die Geschichte

Die Gemeine Ochsenzunge hilft uns dabei

Nennt man den Namen Hildegard von Bingen, kann man mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass das Gegenüber mit einem Kopfnicken signalisiert, diese bedeutende Frau zu kennen. Sie hat schon zu ihren Lebzeiten Aufsehen erregt durch ihre öffentliche Predigt und durch ihre Visionen, die Gott sei Dank auch der Nachwelt schriftlich erhalten geblieben sind. Erwähnt man hingegen den Namen Odo Magdunensis, wird man höchstens ein Achselzucken hervorrufen. Dieser aus Frankreich stammende Mönch war jedoch im Mittelalter viel populärer und bekannter als seine Kollegin aus Bingen. Sein bekanntestes Werk war der „Macer floridus“, der in vielen Abschriften in den Bibliotheken gehütet wurde. Odo Magdunensis ist eben als Person wenig greifbar, da wir kaum etwas über sein Leben kennen.

Abgesehen davon, ist es sehr interessant, welche ehedem geschätzten Heilpflanzen in den alten Schriften zu finden sind, die heute praktisch keine Bedeutung für die Phytotherapie besitzen. Dazu zählt zum Beispiel die Gemeine Ochsenzunge (Anchusa officinalis), die Odo noch als Buglossa bezeichnet. Sie ist vor allem im östlichen Europa heimisch und findet sich an trockenen Wegrändern und auf Schutthalden. Ihre roten bis tiefviolett gefärbten Blüten sind sehr schön anzuschauen.

Zugang auf Heilpflanzen:

Wozu bist du gut? Diese Frage ist für mich als Pflanzenliebhaber der falsche Zugang zum Heilkraut. Natürlich ist es berechtigt, die pflanzliche Natur nach ihren Wirkkräften zu befragen. Doch ist es in erster Linie einmal recht und heilsam, dass eine Pflanze existiert und ihre jeweilige Rolle für das Gleichgewicht der Schöpfung wahrnimmt. Die menschliche Perspektive ist doch nur allzu oft vom Egoismus bestimmt, der meint, die einzelne Person als Maßstab verwenden zu dürfen. Zu erkennen, dass alle Glieder der Schöpfung wichtig sind, ist meiner Meinung nach der erst Schritt zu einer ganzheitlichen Gesundheit von uns Erdenbürgern.

Frostbeulen

Die unangenehmen Folgen der Kälte

Kaum jemand hätte sich im Osten Österreichs noch gedacht, dass sich der Winter mit einer derart extremen Kälte noch einmal einstellt, wie wir es zurzeit erleben. Wie gut und wertvoll ist es da, eine geheizte Wohnung zu haben und immer wieder die Wärme aufsuchen zu können. Wir wissen auch, dass das nicht allen gegönnt ist. Vergelt’s Gott allen, die den Betroffenen mit Heizmaterial oder gar mit einer Unterkunft über die eisige Periode hinweghelfen. Es gibt aber auch so und so viele, die im Freien arbeiten müssen. Da kann es vorkommen, dass wenig durchblutete Regionen unseres Körpers durch den Frost angegriffen werden. In der Folge zeigen sich die Frostbeulen. Der Schweizer Kräuterpfarrer Johann Künzle meinte dazu: „Frische Frostbeulen heilt man durch öfteres Waschen mit kaltem Wasser oder mit Schnee. Ältere Frostbeulen verlangen Behandlung durch Bäder von gesottenem Tannen- oder Föhrenkries (= getrocknete Nadeln dieser Bäume) oder im Absud von rohen Kartoffelschalen. Die rohen Kartoffelschalen werden gut gewaschen und in einem Säckli abgebrüht. In diesem Absud bade man das gefrorene Glied jeden Abend 1/4 Stunde lang.“ Wer immer mit Kälte zu tun hat, schütze am besten den Körper mit ausreichender Kleidung und verwende u.a. Ringelblumensalbe zum Schutz für die Haut.

Schafgarben-Bad bei Frostbeulen:

150 g Schafgarben Blüten-Blätter-Gemisch in 3 Liter kochendes Wasser geben, aufwallen lassen und vom Herd nehmen. 20 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen und ins Badewasser gießen. 15 Minuten lang baden. Nach Bedarf wiederholen. Das beruhigt ferner auch die Nerven.

Alte Bekannte treffen

Neue Kontakte knüpfen

Unlängst hatte ich am Abend Zeit zum Lesen. Dabei griff ich nach einem schön bebilderten Kräuterbuch, um meinen aktuellen Wissensstand über die Heilkräuter zu überprüfen. Es war einfach schön, in den Abbildungen der Heilpflanzen im wahrsten Sinne des Wortes so viele alte Bekannte zu treffen. Mir geht es bei meinen Begegnungen mit den Menschen so, dass ich mir die Gesichter der Einzelnen einpräge, ohne oft den Namen im Gedächtnis zu behalten. Doch bei einer erneuten Begegnung spüre ich in meinem Inneren, dass ich jene Menschen schon einmal gesehen habe. Jetzt ist die kalte Jahreszeit. Die Vegetation in der freien Natur schläft anscheinend noch. Doch der Schein trügt. Bald werden die Pflanzen ihr wahres Gesicht wieder präsentieren, wenn die Blätter austreiben und die Blüten unsere Landschaft erneut bunt und duftend machen. Es kann also nicht schaden, wenn wir alle zusammen unser Wissen rund um die pflanzliche Natur ein wenig aufbessern. Ich lade heute ganz bewusst ein, einen Pflanzenführer oder ein Heilkräuterbuch zur Hand zu nehmen. Es stellt sich nicht nur bei prominenten Leuten die Frage: Who is who? Auch die Flora hat so viele unbekannte Gesichter, hinter denen aber die großartige Schöpfung Gottes samt ihren Schätzen steckt.

Kräuterkunde als Vorbeugung:

Vielen von uns ist es ein Anliegen, das Immunsystem zu stärken, damit es zu keinen Erkrankungen kommt. Auf übertragene Weise ist das Wissen rund um die Naturheilkunde auch so etwas wie eine Vorbeugungsmaßname. Denn jetzt ist die Zeit, um die Beetgestaltung im Garten zu planen. Jetzt können wir uns die Vorsätze nehmen, das eine oder andere Heilkraut aus der freien Natur zu pflücken und zu trocknen, um im nächsten Winter darauf zurückgreifen zu können.