Heilsames Meeresgewächs

Der Blasentang liefert das wertvolle Jod

Wissen Sie, was Stellerkröpfer sind? Hierbei handelt es sich um eine böhmische Kropftaubenrasse, an der ich seit meiner Kindheit Gefallen gefunden habe. In meinem Elternhaus wurde mir einst ein sehnlicher Wunsch erfüllt: ich durfte mir ein paar Tauben in einer eigens dafür gezimmerten Unterkunft auf dem Dachboden halten. Zum Bestand meiner flugfreudigen Schar zählten eben damals die imposanten Kröpfer, die auch imstande sind, sich im Flug mit steil angewinkelten Flügeln ein Stück weit fallen zu lassen. Was bei diesen Tauben zum Rassemerkmal zählt, weist bei davon betroffenen Menschen auf eine Störung der Schilddrüsenfunktion hin: der Kropf. Dieser entsteht meist aufgrund eines Mangels an Jod. Da sich im Boden und im Wasser dieses lebensnotwendige Spurenelement oft nur in geringen Mengen befindet, kann es auf andere Wege in den Körper eingebracht werden. Der Blasentang (Fucus vesiculosus) zum Beispiel enthält eine hohe Menge an Jod. Diese Algenpflanze gedeiht vor allem an Felsen, die sich am Ufer in geringer Wassertiefe der nördlichen Meere befinden. Der Blasentang trägt seinen Namen aufgrund von eingebauten Luftkammern, welche die einzelnen Teile des Gewächses im Wasser schwimmen lassen. Nach einem Sturm auf dem Meer werden oft große Mengen dieses Braunalgengewächses angeschwemmt. Wenn man diese Wasserpflanze trocknet, erhält man eine braunschwarze Droge. Um die Gesundheit zu fördern, darf man ruhig auch einmal in die Ferne schweifen.

Jodhaltige Lebensmittel:

Da man den Blasentang ja nicht unbedingt gleich um die Ecke sammeln und trocknen kann, sei auch auf verschiedene andere Nahrungsquellen verwiesen, die dazu beitragen, dass Jod in den Körper geliefert wird. Dazu zählen zum Beispiel Karfiol, Weizenkeime, Fisch, Milch und Butter. Unter den Kräutern sind in diesem Zusammenhang vor allem die Brunnenkresse und das Ysopkraut erwähnenswert.

Blasentang

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Die Weide am Flussrand

Mit Pflanze und Tier auf Weihnachten zu

In einem alten Adventlied heißt es: „Es kommt ein Schiff, geladen bis an sein’ höchsten Bord, trägt Gottes Sohn voll Gnaden, des Vaters ewigs Wort.“ Mit diesem Bild werden wir in unseren Gedanken an den Transportweg Wasser versetzt. Als Bewohner eines Binnenlandes liegt uns bei solchen Vorstellungen der Fluss näher als das Meer. Und an den Ufern unserer Flüsse finden wir die Weiden. Von den verschiedenen Arten dieses Baumes wird seit langen Zeiten vor allem die Rinde als heilkräftig geschätzt. Die schmalen biegsamen Zweige einer Weide dienen aber bis heute auch der Herstellung von geflochtenen Körben. Was als einzelner Ast so weich und fragil anmutet, erweist sich im Verbund mit seinesgleichen als durchaus stabil und tragfähig. So sei uns das hölzerne Gewächs am Ufer unserer Gewässer eine Hilfe, die verschiedenen Gemeinschaften, denen wir im profanen und im kirchlichen Leben angehören, wiederum zu schätzen. Man darf und soll zwar alles hinterfragen und prüfen, doch gibt es gerade auch darin klare Grenzen. Im Hinblick auf Weihnachten möchte ich das übertriebene und destruktive Hinterfragen einmal in Frage stellen. Gott wäre nämlich auf diese Weise niemals Mensch geworden und hätte niemals aus ganzem Herzen „Ja“ zu uns gesagt.

Pflanzliche Zahnpflege:

Unter anderem kann man auch aus getrockneter Weidenrinde einen Tee ansetzen, der den Zähnen gut tut. 2 Teelöffel der getrockneten Rinde werden über Nacht in 1/4 Liter kaltem Wasser angesetzt, am Morgen kurz aufgekocht und dann abgeseiht. Ab und zu sollte man davon 1 bis 2 Schalen trinken, um die nötigen Mineralstoffe dem Körper und damit auch unseren „Beißerchen“ zuzuführen.

Weide mit Apfelkorb

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Respekt und Furcht

Mit Pflanze und Tier auf Weihnachten zu

Um die Weihnachtsbäckerei herzustellen, braucht es einige Zutaten. Genauso verhält es sich mit unserem Herzen, das sich für Gott und die Menschen am Weihnachtsfest ein Stück weit öffnen darf. Wie in einem Gewürzladen stehe ich nun vor einem Regal voller Eigenschaften und Zuständen und frage mich, wie ich mit dem Vorhandenen umgehen soll. Da gibt es als erstes den Respekt. Das ist ein seelisches Gewürz, mit dem ich ohne Bedenken jeden Tag versehen kann. Die vielen kleinen Dinge um mich herum verdienen den Respekt. Ja, bei genauerem Hinsehen finde ich vieles großartig. Ich bewundere die mannigfaltigen Zusammenhänge, in denen alles auf Erden steht. In einer geheimnisvollen Weise ist jedes Detail auf dieser Welt abhängig vom anderen. Nichts steht isoliert da. Die Furcht wiederum verdient nichts und niemand. Jeder Mensch hat nur so viel Macht über mich, soweit ich ihm diese zubillige. Es ist vielleicht besser, die Furcht, die mich einengt, mit Hilfe der Vernunft in die Vorsicht umzuwandeln. So kann ich behutsam einen Schritt um den anderen in meinem Leben setzen. Die Erfahrung und die Weisheit wachsen dann in gleichem Maße Tag für Tag. Es ist einfach nicht unwesentlich, welches geistige „Gewürz“ ich dem Leben hinzufüge, wenn ich möchte, dass es dementsprechend schmeckt und Lust auf mehr macht.

Advent mit Zimt und Gewürznelken:

Auf der Suche nach einem einfachen und gesunden Abendessen soll ich den Freund Apfel nicht vergessen. Den kann man so einfach dünsten und als Kompott anrichten. Zimtrinde als Zutat stärkt den Magen samt dem vegetativen Nervensystem. Für die gesamte Verdauung leisten wiederum die beigefügten Gewürznelken einen wertvollen Beitrag.

Zimt und Gewürznelke

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Auf die Kleidung nicht vergessen

Kräuter schaffen eine gute Atmosphäre

Warm und wohlig ist es zu Hause. Mit einem sehr hohen Energieaufwand müssen wir danach trachten, dass unsere vier Wände nicht auskühlen. Aber das ist es uns auch wert. Sobald wir aber vor die Haustür treten, heißt es nun gegen Kälte, Wind und Wetter gewappnet zu sein. So greifen wir vermehrt in unsere stoffliche Rüstkammer, sprich den Kleiderkasten, um den einen oder anderen Pullover, den festen Mantel oder gar die lange Unterwäsche wiederum in Gebrauch zu nehmen. Hoffentlich erlebt dabei nicht so mancher eine böse Überraschung, da sich vielleicht ungebetene Gäste wie Schaben oder Motten in den warmen Monaten an Baum- und Schafwollstoffen gütlich getan haben und unübersehbare Lücken hinterlassen haben. Es ist daher nicht unklug, die Regale mit unserer Wäsche in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren und mit frischen oder getrockneten Kräutern für eine Abwehr der Motten und gleichzeitig für ein gutes Aroma im Schrank zu sorgen. Wer also im eigenen Garten einen Lavendel stehen hat, konnte schon den Sommer über die frisch blühenden Triebe abschneiden und zur Wäsche legen. Auch die trockenen Lavendelblüten können lange Zeit ihren guten Duft an die Wäsche weitergeben und die Motten ihres Weges weisen. Auf ähnliche Art lässt sich der Rosmarin für eine wohlige Atmosphäre einsetzen. Wer chemisch gereinigte Stücke im Kasten hat, kann in einem Leinensäckchen eingebundene Blätter des Kirschlorbeers dazulegen, um die Ausstrahlung der notwendig verwendeten Reinigungsmittel zu neutralisieren. Der Fantasie sind auch hier keine Grenzen gesetzt. Es zahlt sich aus, Kräuter ebenfalls für die Wäsche zu verwenden.

Schafgarbe, Salbei und Melisse:

Die Haut ist die Grenze zwischen Körper und Welt. Sie reagiert daher gegenüber allem, was an sie herandringt, sehr sensibel. Sie ist es auch, die ihre Poren öffnet, wenn ein „Freund“ gleichsam auf der Matte steht. Zu diesen zählt u. a. die Schafgarbe, die der Kleidung ein männlich-herbes Aroma verleiht. Der Salbei hilft mit seiner Ausstrahlung, wieder mehr Selbstvertrauen zu fassen und der Duft des Melissenkrautes wirkt sich positiv auf die Nerven und die Haut unseres Gesichtes aus.

Lavendel

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Trägheit ist schwer wie Blei

Geistig und körperlich beweglich bleiben

Gründe gibt es genug, um sich fallen zu lassen und nicht vom Fleck zu rühren. „Jetzt, wo es draußen ja eh grauslich ist, hab ich keine besondere Motivation, das, was Fleisch und Knochen an mir ist, vor die Haustür zu schleppen und vielleicht gar einen Spaziergang in der frischen Luft zu machen. Mein Übergewicht könnte dabei zu sehr meine Hüften und meine Knie belasten und außerdem würd’ ich mich ja verkühlen! Nein, ich bleib hocken. Und dass ich so bin, wie ich bin, daran sind ja sowieso die anderen schuld! Wenn der und der das und das nicht machen würden, wär ich ja eh ganz anders!“ Diese Litanei könnte man beliebig lange fortsetzen, wofür aber der Platz meiner Kolumne bei weitem nicht ausreicht. So möchte ich heute dazu ermutigen, beim Essen zu beginnen, das winterlich-depressive Schwergewicht an Leib und Seele zu verringern. Beim Erstellen des Essensplanes sollte daher darauf Rücksicht genommen werden, dass man mindestens einmal in der Woche Kraut, Linsen, Kohl oder Bohnen auf dem Tisch stehen hat. Wenn sich Magen und Darm mit diesem Gemüse auseinandersetzen müssen, wird die Peristaltik angeregt. Das wirkt sich dann auch indirekt auf unser Gemüt aus. Egal, ob man in der Stadt oder am Land wohnt, soll man sich in der kalten Jahreszeit außer Haus begeben, um die Oper, ein Theater oder eine kulturelle Veranstaltung in der Umgebung zu besuchen. Lassen wir uns nicht allzu leicht vom Fernseher oder vom Computer stundenlang fesseln. Bleiben wir geistig und körperlich rege!

Abfallprodukt Bohnenschalen:

Wenn man getrocknete Bohnenschalen zur Hand hat, kann man daraus einen Tee kochen, der leicht blutzuckersenkend und harntreibend wirkt. Und so wird’s gemacht: von den zerkleinerten Schalen nimmt man 1 Teelöffel und stellt diese mit 1/8 Liter Wasser zu. Kurz aufkochen und dann abseihen. Davon kann man 2-mal täglich 1/8 Liter trinken, aber nicht länger als 3 Wochen lang. Bei empfindlichem Magen sollte man eher darauf verzichten.

Bohnenschalen

Alternative Energie

Der Kürbis enthält wertvolles Öl

Bevor sich das Jahr dem Ende zuneigt, lass ich es noch einmal Revue passieren. In den Erinnerungen werden sehr viele liebe Menschen präsent, denen ich begegnen durfte. Unter anderem haben mich auch die einzelnen Seminare samt ihren Teilnehmern in Karlstein und in Geras sowohl herausgefordert als auch beschenkt. Als Frucht dieser gemeinsamen Zeit habe ich eines Tages ein Paket aus der Steiermark erhalten, das mich beim Öffnen und lange danach noch erfreut hat. Der Inhalt war nichts Geringeres als ein Flasche voller echtem steirischen Kürbiskernöl. Schon lange schätze ich diese Zutat vor allem beim Genießen des grünen Salates, dem ich zuvor einen Schuss dieses dunkelgrünen Öles druntergemengt habe. Da bleibt es dann meist auch nicht aus, dass sich hernach Spuren auf meinem weißen Ordensgewand finden. Doch das ist halb so schlimm, denn das pralle Sonnenlicht bringt diese lästigen Rückstände völlig zum Verschwinden. Kürbiskerne schmecken nicht nur gut, sondern sind auch gesund. Leidet jemand z. B. unter einer Reizblase, so kann man 1 Esslöffel voll getrockneter Kürbiskerne in einem Mörser zerstoßen und mit ¼ Liter kaltem Wasser übergießen. Kurz aufkochen, 10 Minuten ziehen lassen und dann abseihen. Morgens und abends wird 3 Wochen lang je eine Tasse davon getrunken.

Wenn die Kälte der Haut schadet:

Kürbiskernöl kann man auch äußerlich auf der Haut anwenden. Wenn diese nun im kommenden Winter an Händen oder Füßen aufgesprungen ist, kann man unverdorbenes Öl aus Kürbiskernen auch als Einreibemittel verwenden. Man achte aber darauf, dass die Wäsche dabei vor den schon oben beschriebenen Flecken geschützt wird.

Kürbis mit Blüten und Samen

Ein Gruß aus Südasien

Die Gelbwurzel ab und zu verwenden

Im Zeitalter der Globalisierung fällt es kaum mehr auf, wenn man um sich herum fremdländische Tiere, Gebrauchsgegenstände oder Gewürze hat. Wenn ich durch unseren Naturpark gehe und in der Vogelvoliere den prächtigen Pfau sein Rad schlagen sehe, dann werde ich immer sanft daran erinnert, dass es schon lange Tradition hat, sich in Europa mit „fernöstlichen Federn“ zu schmücken. Ein wertvolles Ingwergewächs aus der Heimat des Pfaues ist die Gelbwurzel (Curcuma longa), die auch unter ihrem wissenschaftlichen Namen bekannt und geschätzt ist. Der Geruch dieser dunkelgelb gefärbten Wurzel ist ingwerähnlich und angenehm aromatisch, der Geschmack wiederum ein wenig bitter und würzhaft brennend. Schon im Mittelalter wurde diese Küchenzutat nach Europa importiert und vor allem zum Färben verschiedenster Gerichte verwendet. Kaum einer hat bedacht, dass man damit auch den Speisen einen gesunden Beitrag hinzugefügt hat. In mancher Soße, die vor allem bei Rezepten rund um das Huhn oder den Fisch angerührt werden, können wir auch heute auf das Kurkumapulver im rechten Maß zurückgreifen. Ja, es darf schon ab und zu exotisch schmecken. Beim Genuss derartiger Köstlichkeiten soll dennoch der hohe Wert allein schon durch den weiten Transport derartiger Spezereien bedacht werden.

Kurkumagewürz als Hausmittel:

In der Gelbwurzel steckt unter anderem auch eine keimtötende Kraft. So kann man bei Gelbsucht, Gallensteinbildung oder Gallenblasenentzündung täglich eine Messerspitze voll pulverisierter Kurkumawurzel einnehmen. Am besten trinkt man dann einen oder mehrere Schluck Wasser hinterdrein.

Gelbwurzel