Die Nieren beachten

Mädesüß am Vormittag

Es gehört zu den Weisungen der Bibel, sich nicht bloß mit einem frommen Schein zu begnügen, um nach außen hin gut dazustehen. Der Blick richtet sich vielmehr nach innen und auf das, was im verborgenen Wesen eines Menschen stattfindet. Dies entspricht übrigens auch der Verfasstheit des Körpers. Er ist derart aufgebaut, dass die meisten Dienste durch die Organe – z. B. die Tätigkeit der Nieren – im Inneren vollzogen werden. Das Mädesüß (Filipendula ulmaria) ist auch keine Pflanze, die wegen farbenprächtiger Blüten geschätzt werden würde. Und sie wächst außerdem an Plätzen, die nicht sehr begehrt sind, wie u. a. feuchte Gräben entlang von Wiesen oder lehmige Bereiche am Waldrand, wo das Wasser nach Niederschlägen nur langsam versickert. Es steckt jedoch im Mädesüß eine heilsame Wirkung aufgrund der eingelagerten Salicylsäureverbindungen, die sich auch in den Rinden der Weidenzweige finden. Damit stehen nämlich entzündungshemmende und auch schmerzstillende Effekte in Verbindung, die sich bei Erkältungskrankheiten und bei Kopfschmerzen als hilfreich herausstellen können. Zudem weist das Mädesüß in den Blättern und Blüten ätherisches Öl und Gerbstoffe auf, die den Stoffwechsel anregen. Und es ist prinzipiell wichtig, in einer wohlüberlegten Gesundheitsvorsorge die Nieren nicht zu vergessen, die permanent für unser Wohlbefinden arbeiten. Wenn darauf geachtet wird, den Körper zu entlasten und zu entgiften, indem vermehrt Harn produziert und ausgeschieden wird, kommt das vor allem den Nieren zugute. Das Mädesüß sollte allein deswegen nicht zu gering geschätzt werden.

 

Harntreibender Tee

Vom Gemisch aus getrockneten und zerkleinerten Blüten und Blättern des Mädesüß 2 Teelöffel voll mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Dann abseihen und schluckweise trinken. Das fördert die Abgabe des Harns und stärkt gesunde Nieren. Der Morgen und der Vormittag sind bereits dazu angetan, um diese Empfehlung durchzuführen. www.kraeuterpfarrer.at

Mädesüß oder Wiesenkönigin (Filipendula ulmaria)


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