Auf die Rinde stehen

Birke für Fußbäder 

Bäume haben prinzipiell eine wichtige Funktion innerhalb des Kreislaufes der Natur. Sie lockern mit ihren Wurzeln den Boden auf und befestigen ihn auch gleichzeitig. Bäume sorgen für eine genügende Luftfeuchtigkeit durch das Wasser, das sie verdunsten, und erzeugen nicht zuletzt ebenso den Humus, der die Erde fruchtbar macht. Sie gehören schließlich zu den heilsamen Gewächsen, denen wir bei Bedarf etwas entnehmen dürfen, um damit dem Körper eine Wohltat zu liefern. Die Hängebirke (Betula pendula) ist ein gutes Beispiel dafür. Sie zählt zu den so genannten Pioniergewächsen und ist daher imstande, unwirtliche Halden und frei liegendes Brachland binnen einer kurzen Zeit zu erobern und zu bewachsen. Von der Birke kann einiges verwendet werden. Das sind in erster Linie die Blätter, die eine harntreibende Wirkung besitzen, sowie der Saft der weißstämmigen Bäume, der ab dem zeitigen Frühjahr von den Wurzeln in die Zweige hinaufsteigt. Von fingerdicken Ästen lässt sich übrigens das ganze Jahr über die Rinde ernten, indem sie streifenweise abgeschält wird. Sie enthält viel an Terpenen und Gerbstoff. Seit alters her wird die Außenschicht der Birke geschätzt, weil so manche Hautkrankheiten durch ihre Aufbereitung begleitet werden können. Und sie kann mithelfen, den Schweiß an den Füßen zu reduzieren. Das ist schließlich nicht bloß an heißen Sommertagen ein Thema, sondern genauso in der kalten Jahreszeit, da vermehrt festes Schuhwerk getragen wird. Wie dem auch immer sei: in der Birke finden wir eine gute Förderin unseres Wohlbefindens.

 

Birkenrinde aufkochen 

Von getrockneter und mäßig zerkleinerter Birkenrinde eine Menge von 75 g über Nacht in 1 Liter kaltem Wasser ansetzen. Des Morgens kurz aufkochen, abseihen und einem Fußbad als Zusatz beigeben. 10 Minuten die Füße darin baden und dann gut abtrocknen. Dies hilft mit, die Schweißproduktion zu regulieren. Zudem wirkt diese Anwendung ebenso erfrischend und somit wohltuend. www.kraeuterpfarrer.at

Birkenzweige mit Blättern und Blüten (Betula pendula) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

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