Gute Erfahrung bei Schnupfen

Vom Bockshornklee den Samen verwenden

In der Kräuterkunde darf man immer wiederum die Geschichtsforschung befragen, inwieweit es Zeugnisse gibt, ob eine bestimmte Pflanze bereits bekannt war und auch Verwendung fand. Geben wir dabei das Stichwort „Bockshornklee“ ein, der wissenschaftlich als Trigonella foenum-graecum bezeichnet wird, so gelangen wir durchaus in die Epoche Kaiser Karls des Großen. Ursprünglich im mittleren Asien beheimatet, gelangte dieser Schmetterlingsblütler schon sehr früh nach Europa und ins Mittelmeergebiet. Er wurde aber auch in China und in Indien seit alters her kultiviert und verwendet. Im hohen Mittelalter weist neben anderen die hl. Hildegard von Bingen darauf hin, diesen Klee insbesondere bei Hautkrankheiten zu nutzen. Wer sich den Bockshornklee in den eigenen Garten holt, achte darauf, dass er vor allem magere und durchlässige Böden als Standort schätzt. Er braucht auch kaum Dünger. Den ganzen Sommer über kann man seine frischen Blätter abzupfen, um sie in der Küche als Würze bei vielen Gerichten zum Einsatz kommen zu lassen. Im Spätsommer wiederum ist es angebracht, aus den länglichen, spitz geformten Früchteschoten, die dem Gewächs den Namen geben, die Samen zu ernten. Diese beinhalten wertvolle Stoffe, die unsere Gesundheit unterstützen. Den bereits vorhandenen Samen gilt es auch jetzt zu nutzen, da sich angesichts des nass-kalten Wetters bei manchen der Schnupfen eingestellt hat. Um die Nase wieder freier zu bekommen, kann man auf eine ganz einfache Methode zurückgreifen. Ich wünsche allen einen ruhigen Karsamstag! Vielleicht besuchen Sie in Ihrer Nähe ein liebevoll aufgestelltes Hl. Grab in einer Kirche, um so auch besser zur Ruhe zu kommen.

Pulver aus Bockshornkleesamen

Von den Schoten des Bockshornklees lassen sich die einzelnen Samenkörner herauslösen. Es gibt ihn auch im speziellen Handel. Die Samen reibe man im Mörser ganz fein zu einem mehligen Pulver. Bei Schnupfen nimmt man davon mehrmals am Tag eine Prise. Dabei geht man genauso vor wie beim Aufschnupfen eines Schnupftabaks. Das Pulver hilft mit, dass sich die Schleimhäute in der Nase gut regenerieren und die verstopften Atemgänge wiederum rascher frei werden.

Bockshornklee ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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