Das Gedächtnis stärken

Beifußkraut als pflanzliche Hilfe

Der Gründonnerstag ist in erster Linie dem Letzten Abendmahl gewidmet, das den Herrn Jesus Christus mit seinen Aposteln auf eine nie dagewesene Weise verband. Brot und Wein sowie die Fußwaschung, die der Heiland an den Seinen vollzog, bleiben seitdem untrügliche Zeichen seiner Gegenwart. „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ heißt es bei jedem Einsetzungsbericht der Eucharistiefeiern. Dieser Appell ist zwar eher an das glaubende Herz gerichtet. Bitterkräuter wie der Wilde Wermut, der viel besser unter dem Namen Gemeiner Beifuß (Artemisia vulgaris) bekannt ist, unterstützen jedoch ebenso die Tätigkeit der Erinnerung und der wachen geistigen Tätigkeit unseres Gehirns. Dieser Korbblütler zählt durchaus zu den flexiblen Vegetationspionieren unter den heimischen Heilkräutern. An allen möglichen Stellen siedelt er sich an, sei es auf sandigen Halden, entlang von Wegen und Zäunen oder auf stillgelegten Kulturflächen. Die im Beifuß vorhandenen Bitterstoffe tragen im gesamten Körper etwas dazu bei, dass die einzelnen Zellen im übertragenen Sinne wach und aktiv bleiben. Das trifft dann ebenso auf das Gehirn zu, das unser Nervensystem dirigiert und das menschliche Denken ermöglicht. Nicht vergessen möchte ich auf die Tugend des Beifußkrautes, zusätzlich unserer Verdauung dienlich zu sein. Aber als Menschen bestehen wir eben nicht bloß aus einzelnen Gliedern und Organen, die auf ihre je eigene Weise die ihnen zugedachte Funktion zufällig ausführen würden, sondern alles hängt miteinander aufs Engste zusammen und bildet eine gottgewollte Einheit. Um uns an dieses große Geschenk des Lebens wieder besser erinnern zu können, darf der Beifuß seinen Beitrag leisten.

Mit Tee das Denken fördern

Der Gemeine Beifuß ist ein Kraut, das in positiver Weise unsere Gehirntätigkeit unterstützt. Daher ist es durchaus ratsam, ab und zu eine Tasse Tee zu trinken, die mithilfe der getrockneten Blätter des Bitterkrauts aufgebrüht wurde. Entweder nimmt man die Kräuterdroge pur oder in Mischung mit einem anderen Kraut nach Belieben. Am besten trinkt man eine Zeitlang 1 Schale voll davon gleich nach dem Aufstehen. Bei unangenehmen Schwindelzuständen kann man dies ebenfalls praktizieren.

Beifuß ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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