Kraft der Wurzel

Vom Alant nutzen

Alles hat seine Saison: der Heurige, die Eisdiele und vieles andere mehr. In der Natur richtet sich vieles selbstverständlich nach den Jahreszeiten und deren geregeltem Verlauf. Wenn nun die vielen Pflanzen gleichsam in Startposition gehen, um nach dem Frost emporzuwachsen, dann ist es wohl nur folgerichtig, in den verborgenen Wurzeln eine vermehrte Kraft zu vermuten. Und da greife ich doch gleich einen Korbblütler heraus, der gerne in Kräutergärten als mannshoher Repräsentant der Heilgewächse hergezeigt wird. Sein Name ist Alant (Inula helenium). Dieser war auch schon vor Jahrhunderten im Fernen Osten als Heilkraut von Bedeutung. Aus jener Zeit existieren Überlieferungen, die besagen, dass der gelbblühende Geselle das Blut in Bewegung bringt und alle Arten von Stauungen behebt. In gleicher Weise soll er hartnäckigen Schleim lösen. In unserer Heiltradition hingegen sagt man dem Alant vor allem hautstärkende Effekte nach. Will man einen Tee zubereiten, so verwendet man in erster Linie die Wurzel des Gewächses, die bereits im vergangenen Herbst ausgegraben, gereinigt und vor dem Lagern sorgfältig getrocknet wurde. Und so versteht es sich quasi von selbst, dass dies nur im Kaltansatz durchgeführt werden sollte. Geht es nun ohnehin dem Frühjahr zu, so gibt es einen weiteren Nutzen des Alants. Im gegenwärtigen Monat März und im darauffolgenden April ist es ratsam, einen Teil der in der Erde des Winters verbliebenen jungen Wurzeln auszugraben und sorgfältig zu reinigen. Gekocht dienen diese Pflanzenteile nämlich als Gemüse, deren Genuss vor allem aufgrund ihres leicht verdaulichen Inulins Diabetikern zugute kommt.

Tee für den Magen

Von der getrockneten und zerkleinerten Wurzel nimmt man eine Menge von 2 Teelöffeln und setzt sie in 1/4 Liter kaltem Wasser 3 Stunden lang an. Dann erwärmt man das Ganze, ohne es jedoch zu kochen. Den Tee noch 15 Minuten ziehen lassen und abseihen. Um den Magen und die Immunkräfte zu stärken, ist es sinnvoll, 3 Wochen lang jeweils in der Früh und am Abend eine Tasse Alanttee zu trinken. en lassen. Vor dem Genuss des Breis am besten noch ein paar Teelöffel Honig einrühren.

Alantwurzel ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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