Die Dunkelheit des Alltags aufhellen

Lindenblüten heben das Gemüt

Freibier und ein Gratiswürstel sind allemal ein Magnet für Besucher diverser Feste. Selbst, wenn man für Speis und Trank etwas zu berappen hat, ist es noch lange keine Grund, der wie immer gearteten Feier fern zu bleiben. Jetzt im Sommer steigen noch etliche Partys und Events, die sich einer großen Besucherzahl erfreuen dürfen. Bei den uns allen lieben Bienen gibt es durchaus Vergleichbares. Zwar fühlen die sich kaum von Bratenduft oder schaumbekrönten Krügerln angezogen, doch strömt alles flugfähige und arbeitende Immenvolk herbei, wenn eine Linde (Tilia) in voller Blüte steht. Je nach Art und Region zieht sich die Blühperiode dieser oft mächtigen Schattenspender über mehrere Wochen dahin. Und wer würde nicht den herrlichen Duft schätzen, der einem blühenden Lindenbaum entströmt. Die für den kommenden Herbst und Winter bereits geernteten und getrockneten Blüten müssen aber nicht darauf warten, bis die nächste Grippe mit Fieber und Gliederschmerzen die davon betroffene Person für einige Zeit im Bettlager verweilen lässt. Gewiss ist es gerade dann sehr gut, ausgiebig zu schwitzen und dafür die Lindenblüten als Unterstützung zu verwenden. Es gibt auch seelische Beeinträchtigungen, die gleich einem grippalen Infekt quasi von einer Stunde auf die andere über einen hereinbrechen können und die es zu bewältigen gilt. Wir sprechen dabei von depressiven Zuständen, die sowohl unsere Lust an der anstehenden Arbeit als auch unsere Motivation, Perspektiven für die ferne oder nahe Zukunft zu entwickeln, lähmen können. Äußere Einflüsse dieser Art sind durch Schicksalsschläge wie Todesnachrichten von Angehörigen, Diagnosen von schwer zu heilenden Krankheiten oder persönlichen Enttäuschungen durch Partner oder Arbeitgeber im Handumdrehen gegeben. Ein innerlich gefestigter und robuster Mensch kann trotz allem äußeren Anschein dennoch genauso getroffen sein wie nervlich nicht so starke Zeitgenossen. Eine Linde vermag über ihre Blüten einen positiven Akzent zu übermitteln, der einem depressiven Gemüt wiederum auf die Sprünge helfen möchte. Bei schwerer wie auch immer gearteter Depression hingegen sollte man unbedingt eine kompetente ärztliche Konsultation in Anspruch nehmen.

Depressive Verstimmungen begleiten:

Neben Melisse, Hopfenblüten und Majorankraut sind es vor allem Lindenblüten, die einem niedergedrückten Gemüt das Schwere nehmen und einen wieder zuversichtlicher sein lassen können. Dazu trinkt man am besten eine Zeit lang in der Früh und am späten Nachmittag je 1 Tasse Tee, die man mithilfe getrockneter Lindenblüten im Heißaufguss anrichtet. In diesem Fall erweist es sich als günstig, den fertigen Aufguss zusätzlich mit etwas Honig zu süßen.


Lindenblüten ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

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