Malz ist gut für das Bier

Es beruhigt auch unsere Haut

Wieder einmal fiel mir vor kurzem ein Buch über Hausmittel und Heilkräuter aus dem Jahr 1920 in die Hände, in dem ich gerne einmal blättere und lese. Dabei bin ich auf ein Kapitel über die Gerste gestoßen, das ich kurz zitieren möchte: „ Die Gerste, die bekanntlich den Hauptbestandteil unserer Biere bildet, ist ein vorzügliches Nährmittel, besonders für durch Fieber, Hals-, Magen- und Unterleibsleiden geschwächte Personen. Aus der Gerste bereitet man das präparierte Gerstemehl, das Gerstewasser oder den Gersteschleim und den Gerstezucker.“ An einer anderen Stelle geht der Autor des Werkes, ein gewisser B. Auerswald, auch auf das beliebteste Produkt aus Gerstenkörnern ein. Dort steht also geschrieben: „Ebenso bekannt ist auch der nährende und heilsame in allen Drogerien und Apotheken erhältliche Malzextrakt. Gegen Hautkrankheiten, z. B. Ausschläge, Flechten, Kopfgrind usw. tun Malzbäder gute Dienste.“ Wer also seiner äußeren Hülle etwas Gutes tun möchte, greife nicht in erster Linie zum schaumgekrönten Humpen. Sosehr ich auch kein Kostverächter bin, finde ich es doch interessant, wie oft alte Hausmittel in Vergessenheit geraten und wie das eine oder andere nach wie vor seine Gültigkeit behält. In diesem Sinne: Das gute Malz – Gott erhalt’s!“

Malz-Bad selbst anrichten:

Für ein reizmilderndes Hautbad besorgt man sich 1 kg Malz, um es in 2 Liter kaltem Wasser zuzustellen und kurz aufzukochen. Bevor man das Ergebnis dann dem Badewasser hinzufügt, rühre man das Gemisch noch einmal gut auf. Durch das Malz-Bad erfährt die Hautoberfläche eine Beruhigung, vor allem dann, wenn lästige Ekzeme für einen unangenehmen Juckreiz sorgen.

Gerste

Mehr Infos zum Verein Freunde der Heilkräuter, Rezepten und Produkten finden Sie auf www.kraeuterpfarrer.at.

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