Nicht alles, was sticht

Ist gefährlich

Auch wenn es so scheint. In der Familie der Korbblütler (Asteraceae) gibt es so manch stechenden Gesellen. Die Rede ist natürlich von den Disteln mit ihren spitzstacheligen Blättern und Blüten. Obwohl diese Gewächse so unnahbar scheinen, besitzen sie ihren Wert allein schon darin, dass sie mit ihrer Existenz zum gottgewollten Gleichgewicht in der Schöpfung einen nicht zu unterschätzenden Beitrag leisten. Darüber hinaus tragen sie in ihren Pflanzenteilen wertvolle Stoffe, die wir für unsere Gesundheit nützen dürfen. Eine Vertreterin davon ist die Benediktendistel (Cnicus benedictus oder auch Centaurea benedicta). Wie so manches wertvolle Heilkraut wurde diese Distel im Laufe des Mittelalters von ihrer ursprünglich asiatischen Heimat in den Westen ans Mittelmeer gebracht, wo sie heute auch wild wächst. In unseren gemäßigten Breiten ist sie eher nur als Kulturpflanze in den Gärten anzutreffen, wo sie aber an manchen Stellen wiederum von alleine aufgehen kann. Im Prinzip ist die Benediktendistel eine einjährige Pflanze. Besonders wohl fühlt sie sich auf sonnigen Lagen. An den Boden stellt sie keine besonderen Ansprüche. Im Sommer hat sie ihre Blütezeit etwa ab dem Monat Juli. Ab dann können ihre jungen Blätter, die blühenden Sprossspitzen und das frische blühende Kraut geerntet werden. Die Verdauungssäfte unseres Körpers erhalten durch die Inhaltsstoffe der Benediktendistel – vor allem durch den Bitterstoff Cnicin – eine wertvolle Unterstützung. So sei darauf hingewiesen, dass man dieses Kraut im rechten Maß bei träger Verdauung, bei Leber- und Gallenleiden sowie bei Verschleimung des Magens nutzen kann.

Den Tieren zuliebe:

Unsere vierbeinigen Lebensgefährten leiden unter ungünstigen Umständen ebenfalls an Blähungen, Verdauungsstörungen und Verstopfung. In diesem Fall kann man auf einen Tee, der aus getrocknetem Kraut der Benediktendistel gekocht wird, zurückgreifen.

Benediktendistel

Auf Leistung schauen

Der Verdauung keinen Stress machen

Wie lautet die Diagnose bei vielen Menschen, die in immer kürzerer Zeit ihre Arbeit erledigen müssen? Ganz klar dürfen wir leider bei immer mehr Betroffenen eine Überforderung konstatieren. Es geht hier natürlich nicht darum, die Schwächen der einzelnen Arbeitnehmer hervorzukehren, sondern es sollte sich vielmehr die Erkenntnis durchsetzen, dass vieles einfach nicht machbar ist und wir als zeitliche Erdenbürger unsere Grenzen haben. Und wie gehen wir z. B. mit unserem Magen um? In den gegenwärtig gottlob noch andauernden Jahren des Wohlstandes muten wir unserem Verdauungsmuskel auch bei vielen Gelegenheiten mehr zu als er erledigen kann. Manches geht dann eben unverdaut in die nächste Station des Darmes und gibt diesem wiederum mehr Aufgaben als notwendig. So ist es also angezeigt, mehr auf den eigenen Bauch zu hören und dem Magen schon einiges an Arbeit durch die Auswahl der Speisen und durch gutes Kauen abzunehmen. Dieses konsequente Verhalten entlastet in direkter Folge das Herz, die Galle und die Leber. Und sind wir uns doch ehrlich: ein gesunder und entlasteter Magen sorgt im Handumdrehen für ein viel besseres Wohlbefinden. Es sollte uns auf jeden Fall etwas wert sein, gerade dafür im alltäglichen Verhalten einiges zu ändern, sofern es an unserem eigenen Willen liegt. Nicht auf morgen verschieben, sondern schon heute damit beginnen!

Magensäuremangel beheben:

Zu allererst hilft viel Bewegung an der frischen Luft. Eine weitere Hilfe kann es sein, wenn man von pulverisierten Fenchelsamen täglich 3-mal einen Teelöffel voll einnimmt und ein paar Schluck Schwarzen Johannisbeer-Saft nachtrinkt.

Fenchel