Lasst uns übers Wetter reden

Hier einmal ein anderer Aspekt

Vorerst ein großes Dankeschön ans Wetter! Schon längst hätte es mehrere Nobelpreise verdient in Anbetracht des vielen Gesprächsstoffes, den es uns Menschen seit Jahrhunderten rund um den Erdball liefert. Obwohl wir jedoch unentwegt darüber sprechen, haben wir durch unsere zivilisierte und urbanisierte Lebensgestaltung den sensitiven Bezug zu den jeweiligen meteorologischen Gegebenheiten weitgehendst verloren. Was meine ich konkret damit? Schauen wir uns einmal die freilebende Tierwelt in der Natur genauer an. Tiere stellen sich oft schon lange vor einem Wetterumschwung auf die eintreffende Veränderung ein, weil sie mit ihrem Instinkt das herannahende Wetter im Voraus spüren.

Diese Fähigkeit war ebenso uns Menschen eigen, verkümmerte jedoch aufgrund des technisiert künstlichen Klimas, das uns vor allem im Winter in unseren Wohn-, Arbeits- und Freizeitbereichen umgibt. Dennoch reagieren aber auch viele Menschen auf die klimatischen Veränderungen mit der durchaus bekannten Wetterfühligkeit. Beschwerden wie Kopfschmerzen, Migräne oder Kreislaufschwächen gehören da leidvoll zu der einen oder anderen Erfahrungsgeschichte. Grundsätzlich benötigen wetterfühlige Leute eine große Menge an Frischluft, die man am besten dabei einatmet, während man sich eben der Ursache so mancher Unbill draußen vor der Haustür durch einen Spaziergang stellt. Aber es gibt noch andere Wege der Abfederung mancher Beschwerden.

Lavendel in der Wanne:

Zur Entspannung sei allen, die unter Wetterumschwüngen leiden, ein beruhigendes Bad angeraten. Dazu benötigt man 50 g getrocknete Lavendelblüten, die man mit 2 Liter Wasser übergießt. Das Ganze zum Sieden bringen und nach 10 Minuten abseihen. Der Absud wird dem heißen Badewasser hinzugegeben. Bei ca. 38° C eine Viertelstunde lang darin baden.

Die Lebensfreude vertiefen

Das Eisenkraut verwenden

Oft geht es ganz schnell, dass wir uns zwischen der Freude und der Traurigkeit gleichsam aufgespannt vorfinden. Das Kreuz und das Vergnügen scheinen unmöglich miteinander vereinbar zu sein. Dennoch kann über die Liebe beides seinen Wert haben. Denn ist es nicht so, dass die Freude die Liebe zum Blühen bringt, das Kreuz hingegen diese wertvollste göttliche Tugend vertieft? Es gehört meiner Meinung nach zur guten Gabe der Weisheit, die man mit zunehmendem Alter erhält, dass die äußerlichen Eindrücke und Umstände des Lebens an Bedeutung verlieren. Je tiefer die echte Freude im Herzen und somit im Innern eines Menschen verankert ist, desto weniger kann diese zerstört oder gar geraubt werden. Die Freude ist eine Gottesgabe und nicht nur ein Gefühl. Dennoch sind wir eine Einheit aus Leib und Seele. Der Körper darf also auch seine dementsprechende Unterstützung erfahren, wenn es darum geht, in den widrigen Zeiten des Lebens – egal, ob diese lang oder kurz dauern – die positive Sicht auf das Dasein nicht zu verlieren. Natürlich ist das auch eine religiöse Frage, deren Beantwortung letztendlich niemandem erspart bleibt. Was den Körper betrifft, so kann das Eisenkraut (Verbena officinalis) mithelfen, dass sich Kopfschmerzen und Migräne in diesen philosophischen Überlegungen nicht als Hindernis erweisen. Denn das Eisenkraut wirkt entkrampfend, beruhigend und antirheumatisch.

Das getrocknete Kraut pulverisieren:

Jetzt im Winter sind uns vor allem die getrockneten Teile der Eisenkrautpflanze zugänglich. Von diesen wird eine ausreichende Menge in einem Mörser zerstampft. Bei Beschwerden nimmt man am besten 4- bis 5-mal am Tag 1/2 Teelöffel davon mit ein bisschen Honig oder Marmelade zu sich.

Eisenkraut

Mehr Infos zum Verein Freunde der Heilkräuter, Rezepten und Produkten finden Sie auf www.kraeuterpfarrer.at.