Ballast abwerfen

Der Kümmel hilft ableiten

Kräfte sammeln, zunehmen, Energie tanken, an Größe gewinnen und ähnliches ist nur die eine Seite des Lebens. Je älter man wird, desto mehr Ballast kann sich anhäufen, den man mühevoll mitschleppt, ohne die Kraft zu haben, sich von manch Schwerem zu trennen. Auch hierbei kann es sich um physische und psychische Last in gleicher Weise handeln. Auf der Suche nach einer dem Menschen in seiner jeweiligen Verfasstheit gerecht werdenden Hilfe sollten wir am Kümmel (Carum carvi) nicht geringschätzig vorbeigehen. Er unterstützt uns sehr gut dabei, wenn uns danach ist, auszuspannen oder gar bohrenden Ärger abzubauen. Wir dürfen ruhig unsere geistige „Ladefläche“ immer wieder von neuem nach oben richten, damit alles davon abrutscht und wir freier den Weg in die Zukunft unseres Lebens schaffen. Die Kümmelpflanze zählt zu den Doldengewächsen. Seit Menschengedenken ist die Verwendung der Kümmelsamen als Gewürz in unserem Kulturkreis nachgewiesen. Somit ist gleichzeitig die äußerst gute Erfahrungsgeschichte mit den ganz eigen schmeckenden Körnern belegt. Auch heute ist es noch immer leicht, den Kümmel mit den verschiedensten Speisen zu kombinieren. Womit z. B. das eine oder andere Brötchen auch bestrichen ist: ein wenig Kümmel hat darauf bestimmt Platz, damit er mithelfen kann, das Gemüt zu heben.

Heiserkeit und Brustschmerzen lindern:

3 Teelöffel mit Kümmelkörnern werden in einem Mörser leicht angestoßen und hernach in 1/4 Liter Milch gegeben. Auf den Herd stellen, kurz aufkochen und 15 Minuten ziehen lassen. Danach abseihen und am Abend vor dem Schlafengehen trinken.

Kuemmel

Mehr Infos zum Verein Freunde der Heilkräuter, Rezepten und Produkten finden Sie auf www.kraeuterpfarrer.at.

Nach den Feiertagen

Dem Bauch ein wenig Ferien gönnen

Na, wie war’s? Das Essen war wieder einmal phänomenal! Es ist ja recht gut und schön, die Verwandten zu den heiligen Zeiten wiederzusehen und zu besuchen. Aber irgendwann kann der Magen nicht mehr. Zucker und Fleisch vom Feinsten, aber vielleicht auch in einer Menge, die selbst ein Schwerarbeiter über lange Zeit abbauen müsste. So oder ähnlich sieht vermutlich das kulinarische Resümee der Weihnachtsfeiertage aus. Zudem steht der Jahreswechsel noch vor der Tür. So ist es vorrangig wichtig, die Verdauung durch viel Bewegung in freier Luft zu unterstützen. Dazu muss man aber keinen Marathonlauf absolvieren. Besser kommt unser Organismus mit einem ausgedehnten Spaziergang zurande, denn alle Übertreibung ist auf kurz oder lang schädlich. Wenn Magen und Darm, Leber und Galle mit einem hohen Maß an Fett, Alkohol und Zucker konfrontiert wurden, kann man unter anderem auf den weihnachtlichen Anis zurückgreifen. Dieses feine Biskuitgewürz wirkt sich sehr wohltuend auf unsere Eingeweide aus. Es handelt sich hierbei um die Samenkörner der Anispflanze (Pimpinella anisum), einer Vertreterin der Doldenblütler, die ursprünglich im östlichen Mittelmeerraum zu Hause war, heute aber vielerorts in milden Klimazonen kultiviert wird. Es muss also nicht immer ein Glas Ouzo sein, das den Magen wieder einrenkt. Es geht auch ohne Alkohol.

Anistee nach Weihnachten:

2 Teelöffel voll Aniskörner werden in einem Mörser leicht angestoßen und anschließend mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen. 15 Minuten ziehen lassen und abseihen. Der fertige Tee wird langsam und schluckweise eingenommen. Bei Magen- und Darmschwäche, bei Blähungen und Darmkrämpfen kann man Anistee drei Wochen lang trinken.

Anis

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