Für mehr Beweglichkeit

Ysop ansetzen

Wie heißt es so schön? – „Wer rastet, der rostet.“ Ja, an diesem Spruch ist schon etwas Wahres dran. Wir bestehen zwar nicht aus Eisen oder sonst einem Metall, dennoch brauchen wir eine ausreichende Befähigung, uns zu bewegen und Muskeln und Gelenke dementsprechend zu betätigen. Mit dem Ysop (Hyssopus officinalis) möchte ich mich daher heute vielmehr all jenen zuwenden, die sich im wahrsten Sinne des Wortes darüber Gedanken machen, wie sie nach Einschränkungen wieder auf die Beine kommen können. Die Funktion der Gelenke kann ganz schnell ruhiggestellt werden oder ganz zum Erliegen kommen. Da reicht eine gröbere Verletzung, eine Zerrung oder ein Knochenbruch. Dazu kommen noch die schwerwiegenden und einschneidenden Behinderungen, die durch eine Schädigung der Nervenbahnen oder des Gehirns auftreten können. Es gibt ja viele bewundernswerte Beispiele, wie sich jemand durch äußerste Disziplin und Konsequenz die Bewegungsfreiheit wieder zurückerobert hat. Im Ysop finden wir dabei eine gute Hilfe. Dieser ursprünglich mediterrane Lippenblütler ist voller guter Wirkstoffe. Das ätherische Öl steht dabei im Vordergrund. Darüber hinaus birgt er noch Flavonoide, Glykoside, Harz und Gerbstoffe. Um sich diese Substanzen zum eigenen Nutzen zugänglich zu machen, gilt es die Triebspitzen und Blütentriebe in Öl anzusetzen. Bei verletzten oder bewegungsgehemmten Gliedern und Muskeln kann man die positive Wirkung des Ysops über die Haut auf die darunter liegenden Partien übertragen. Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert, sich die naturgemäße Unterstützung zu gönnen.

 

Ysop-Öl für die Gelenke 

70 g eines Gemisches aus Blüten und zerkleinerten Triebspitzen des Ysops 14 Tage lang zusammen mit 1/2 Liter kaltgepresstem Olivenöl in einem verschlossenen Glasgefäß ansetzen. Täglich einmal durchschütteln. Danach abseihen und filtrieren. Das ergibt eine unterstützende Einreibung für Muskeln und Gelenke, wenn es gilt, diese nach Verletzungen mobiler zu machen. www.kraeuterpfarrer.atYsop (Hyssopus officinalis) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

 

 

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