Obstreserven anlegen

Vielleicht in gedörrter Form

Bald neigt sich der August dem Ende zu, und im Handumdrehen wird sich der normale Arbeits- und Schulalltag wieder einstellen. Ich denke, dass es sicher viele betreffen wird. Auch jene, die ihre Pension genießen dürfen, sind dann erneut mehr gefordert, heißt es doch oft für Großeltern, die Enkel tagsüber zu beaufsichtigen oder z. B. zu chauffieren. Mit dem beginnenden Herbst liefert gleichzeitig der Garten die erhofften Früchte, die wir erneut nützen sollten. Die Pflaumen und die Zwetschken, aber auch die Äpfel und Birnen sind nicht nur dazu angetan, sie frisch zu essen oder in Backwaren bzw. Knödel zu integrieren. Die Vitaminlieferanten können auch getrocknet werden und so für die kommenden Monate zur Verfügung stehen. Sie tragen dann gewiss etwas bei, um die Gesundheit zu stärken. Gerade im Hinblick auf die Verarbeitung der täglich aufgenommenen Nahrung sollte danach getrachtet werden, eine vitale Konstitution des Magens und zugleich des Darmes anzustreben und diese zu erhalten. Obst spielt in dieser Hinsicht eine äußerst bedeutende Rolle. Die Zwetschken, die schon seit längerer Zeit von manch exotischen Früchten in den Haushalten verdrängt wurden, dürfen aber nicht in Vergessenheit geraten. Sie sind, was allein den Transportweg anbelangt, uns sicher näher als viele andere Köstlichkeiten dieser Art, die, bevor sie auf unserem Tisch landen, bereits die Erfahrung eines Fluges oder einer weiten Schifffahrt hinter sich haben und somit viel CO2-Ausstoß verursachen. Zwetschken in getrockneter Form sorgen hingegen dafür, dass unsere Nahrung von der Aufnahme bis zum Ausscheiden in rechter Weise vorankommt. Bauen wir also vor, indem wir auf geeignete Art die Früchte wieder trocknen und aufbewahren.

 

Dörrpflaumen und Weizenkleie

Über Nacht ca. 15 bis 20 Dörrzwetschken in Wasser einweichen. Am folgenden Tag aufkochen und durch ein Sieb treiben. Zu dem so entstandenen Brei 2 Esslöffel Weizenkleie hinzufügen. Beides gut miteinander abrühren. Um die Verdauung zu unterstützen und einen harten Stuhl aufzuweichen, jede Stunde einen Löffel voll davon zu sich nehmen. Dadurch erfolgt eine Steigerung der Darmtätigkeit und zudem ein Nachschub an Vitaminen. www.kraeuterpfarrer.at

Zwetschken (Prunus domestica) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

 

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