Vorsorge treffen

Die Wegwarte sammeln

Die Sonne beschert uns ein prächtiges Wetter und die Woche startet mit hohen Temperaturen. So gilt es danach zu trachten, möglichst die zur Verfügung stehen Schattenplätze zu nutzen, um nicht durch das intensive Licht und der damit verbundenen Hitze Schaden zu nehmen. Ganz anders sieht das bei den Pflanzen aus, die sich dieser Herausforderung voll und ganz stellen. Das tut auch die Gemeine Wegwarte (Cichorium intybus). Dieses zur Familie der Korbblütler zählende Gewächs ist vor allem im Flach- und Hügelland daheim und besiedelt gerne so genannte Ruderalflächen (Brachland) sowie Wegränder. Dort fühlt es sich offenkundig sehr wohl. Mit ihren tiefreichenden Wurzeln ist die Wegwarte recht gut dagegen gerüstet, bei lang andauernder Hitze und Trockenheit Schaden zu nehmen, weil es eben in den unteren Erdschichten dann immer noch genügend Feuchtigkeit gibt. In den Blüten und Blättern dieser Heilpflanze, die sich gerade den ganzen Hochsommer über entfalten, sind wertvolle Inhaltsstoffe eingelagert. Bitterstoffe, Intybin, Gerbsäure und ätherisches Öl zählen u. a. dazu. In der Regel wird die Wurzel der Wegwarte im Herbst ausgegraben und dann für den späteren Gebrauch aufbereitet. Doch haben die oberirdischen Wuchsteile der schönen Pflanze ebenfalls ihren heilsamen Wert. Daher sollten wir die Gelegenheit nicht ungenützt vorüberstreichen lassen. Es ist also gleichsam eine Ernte angesagt, die sich als sinnvoll herausstellen kann. In den Trieben, Blüten und Blättern der Wegwarte steht uns nämlich eine Unterstützung zur Verfügung, die den inneren Organen zugutekommt.

 

Tee für die Verdauung

2 Teelöffel voll getrocknete und zerkleinerte Triebspitzen, Blüten und Blätter der Wegwarte mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. Danach 15 Minuten ziehen lassen, bevor man den Tee abseiht. Um den Magen-Darm-Trakt zu stärken und gleichzeitig die innere Antriebskraft zu fördern, 1 bis 2 Wochen lang 3-mal am Tag je 1 Tasse voll davon trinken. Das tut auch dem Gemüt gut. www.kraeuterpfarrer.at

Wegwarte (Cichorium intybus) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

 

 

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