Mit der Kraft der Knospen

Am Beispiel Ahorn

Unsere Frühlingsgefühle wurden in der vergangenen Woche kurzerhand auf Eis gelegt. Schnee- und Graupelschauer zählen wohl nicht zu dem, was man sich unter einem lauen Lüfterl im März vorstellt. Aber irgendwann wird sich das Wetter wieder ändern. Dann ist es umso reizvoller, vor die Haustür zu treten und sich an der Natur zu erfreuen. Für die Bäume wie den verschiedenen Arten des Ahorns (Acer) steht die Phase unmittelbar bevor, sich gänzlich mit sattem Grün zu bekleiden, um über die Blätter die Sonnenstrahlen einzufangen. Gleichzeitig verdunstet dabei auch viel Wasser, was wiederum der Atmosphäre gut tut. Gerade für kommende Generationen ist es wichtig, dass Bäume – welcher Art auch immer – weltweit in genügender Anzahl wachsen dürfen. Betrachten wir die heimischen Ahornarten, also den Spitzahorn, den Bergahorn und den Feldahorn etwas näher, so wissen wir in erster Linie um die Güte des Holzes, das wir von diesen Pflanzen als hohes Gut entgegennehmen und verarbeiten dürfen. Übrigens profitieren ja auch im Besonderen die Bienen von deren nektaraufweisenden Blüten. Wir selbst dürfen uns vielmehr auf die Knospen und die Blätter konzentrieren. Denn schon bevor sich ein Ahorngrün entfaltet, bergen sich in ihrer abgekapselten Form direkt am Zweig Mineralstoffe, Vitamine und pflanzliche Wuchssubstanzen, die u. a. auch für unsere Physis von großem Vorteil sind. Daher heißt es also jetzt schon und in nächster Zukunft gut aufpassen, um das Angebot der startbereiten Bäume im gegenwärtigen Frühling recht zu nutzen. Übrigens ein Tipp für die häusliche Speisekammer: zarte Ahornblätter, die sich ganz neu und frisch entwickelt haben, können wie Sauerkraut eingelegt und milchsauer vergoren werden. Dann hat man eine Besonderheit parat, womit man auch die Gäste im eigenen Haus überraschen kann.

Rohkost und Auflage 

Blätter und Knospen von den heimischen Ahornbäumen können am Baum verkostet  werden. Sie schmecken säuerlich und werden im Laufe des Kauens süßlicher. Man erzielt damit einen beruhigenden Effekt. Darüber hinaus ergeben frische Ahornblätter ein kühlendes Hilfsmittel. Möglichkeit dazu besteht bei Entzündungen, müden und geschwollenen Füßen, bei Insektenstichen oder bei übermüdeten Augen. Dabei quetscht man die Blätter ein wenig an, bevor man sie auf die betroffenen Stellen auflegt. www.kraeuterpfarrer.at

Ahorn (Acer) © Grafik: Emil Jaksch

 

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