Stärkende Zugabe

Das Kraut des Wundklees

In einem Film, den wir uns im Kino ansehen oder jetzt besser übers Fernsehen, während wir des Abends das gemütliche Zuhause auskosten, sind die Schauspieler jene, die uns ein wie immer geartetes Geschehen nahebringen. Meist braucht es da auch eine Ergänzung zu den Hauptdarstellern, also jene, welche die Szenen im Hintergrund ergänzen. In der pflanzlichen Heilkunde wirken auch oft verschiedene Kräuter zusammen, sofern sie nach gewissen Empfehlungen und Rezepturen miteinander kombiniert werden. Heute möchte ich gleichsam einen Nebendarsteller in der Kräuterwelt ins Gedächtnis rufen, um bei meinem eben verwendeten Vergleich zu bleiben. Es ist konkret der Wundklee (Anthyllis vulneraria), von dem im Folgenden die Rede ist. Gerbstoff, Saponine und Flavonoide sind in diesem Schmetterlingsblütler als Inhaltsstoffe gespeichert. Das bringt es mit sich, dass von dem Gewächs eine zusammenziehende Wirkung ausgeht. Darüber hinaus steckt auch eine  antivirale und somit immunstärkende Kraft im Wundklee. Jetzt im auslaufenden Herbst ist es also nur vernünftig, die hoffentlich vorhandene Gesundheit zu festigen. In diesem Zusammenhang werde ich oft gefragt, ob es möglich ist, die womöglich im eigenen Garten gesammelten und getrockneten Kräuter zu mischen, um damit einen Tee aufzubrühen. Ich ermutige dazu, sich der selbst geernteten Ware zu bedienen, ohne dabei nicht zu vergessen, die entsprechenden Effekte, die in den Gewächsen drinnenstecken, zu bedenken. Wenn so gesehen nichts dagegenspricht, kann man eben auch den Wundklee als Ergänzung hinzufügen. Und es ist nicht das Schlechteste, durch regelmäßiges Teetrinken die Physis zu unterstützen.

Teemischung mit Wundklee

Geht man im Herbst daran, mit einer Teekur 3 Wochen lang die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken, so darf man auch den Wundklee als Ergänzung mit ins Kalkül ziehen. Wenn man also verschiedene Kräuter wie Thymian, Schafgarbe, Kamille und ähnliches nach Belieben zusammenstellt, kann auch der Wundklee mit eingebracht werden. Von den abgemischten Kräutern nimmt man 2 Teelöffel voll, übergießt sie mit 1/4 Liter kochendem Wasser und lässt den Tee 15 Minuten zugedeckt ziehen. Danach abseihen und schluckweise zu sich nehmen. Am besten 1 Tasse in der Früh und die nächste am Abend. www.kraeuterpfarrer.at

Wundklee (Anthyllis vulneraria) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

 

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