Ein hohes Gut

Äpfel für den Darm

Hat die Krise, die wir momentan Corona bedingt durchmachen, wirklich schon zu einem Umdenken geführt? Das Wort Krise hat in seinem ursprünglich aus der antiken griechischen Sprache kommenden Sinn etwas mit Unterscheidung oder Trennung zu tun. Gerade dann, wenn das Leben nicht mehr wie geschmiert dahinläuft, besinnt man sich des Guten, des Notwendigen. Gestern noch ging ich durch den Pfarrhofgarten meiner Pfarre Harth, wo noch zum Teil die alten Apfelbäume stehen, die Hermann-Josef Weidinger gepflanzt hat. Dort hängen sie drauf, die Früchte namens Apfel (Malus). Sie reifen nach und nach heran, je nach Sorte und Standort. Die allseits bekannten Sommeräpfel in Form des Weißen Klarapfels z. B. sind bereits geerntet und genossen worden. Immerhin lässt sich damit laut Auskunft der kompetenten Köchinnen und Köche ein wunderbarer Apfelstrudel backen. Aber ich möchte nicht nur für eine Sorte Werbung machen. Äpfel sind generell wertvoll und gesund. Sie enthalten Vitamine und Mineralstoffe samt Fruchtsäuren und Pektin. Zudem helfen sie mit, die Verdauung in Schwung zu halten. Es kann manchmal vorkommen, dass der Darmkanal eine Unterstützung braucht. Gerade dann, wenn dort etwas ins Stocken gerät oder nur träge vorwärts geht, überträgt sich auf den ganzen Organismus ein Gefühl des Unwohl-Seins und der Abgespanntheit. Um diesem widrigen Umstand beikommen zu können, ist es vielleicht angebracht, es doch einmal mit Äpfeln zu probieren. Diese sind jetzt in einer Überfülle vorhanden und verderben oft auf oder unter den Baumkronen. Man muss auch nicht weit fahren, um sich ihrer zu bedienen und schont allein deswegen schon die Umwelt. Heute soll daher ein Tipp für den Darm mein konkreter Ratschlag sein.

Bei einem trägen Darm

Für einen besseren Stuhlgang kann man sich des Apfels bedienen. Dazu nimmt man am Abend vor dem Schlafengehen 1 Esslöffel voll Leinsamen zu sich. Danach isst man einen gedünsteten Apfel und trinkt zudem 1 Glas voll Sauermilch oder Joghurt. Am nächsten Morgen nach dem Aufstehen verfährt man in gleicher Weise. Das kann dazu beitragen, die Tätigkeit des Darmes wieder auszubalancieren. www.kraeuterpfarrer.at

Apfelzweig und aufgeschnittener Apfel (Malus domesticus) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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