Den Haarboden unterstützen

Brunnenkresse ist dafür geeignet

Durch den zurückliegenden Lockdown, der praktisch jedes Land unseres Kontinentes und somit auch Österreich erfasst hat, hat sich vieles bei jedem persönlich geändert. Ich meine, dass dazu auch eine andere Art des Wahrnehmens und der Wertschätzung in Gang gekommen ist, die sonst durch die hektische Geschäftigkeit leicht überspielt werden kann. Als es möglich war, wiederum länger und ausgiebiger spazieren zu gehen, entdeckten viele von neuem die wunderbaren Pflanzen entlang der Wege in Wald, Feld und Flur. So durfte ich bei so einer Gelegenheit die Brunnenkresse (Nasturtium officinale) entdecken, die sich entlang eines Gerinnes mit klarem Wasser nahe der Thaya ganz prächtig ausbreitete und zu blühen begann. Dieses Heilkraut zählt zu den Kreuzblütengewächsen. In den Blättern sind Bitterstoffe, Gerbstoffe und ätherische Öle enthalten, zudem auch Vitamine und Mineralstoffe. Ihren scharfen Geschmack verdankt sie dem Vorhandensein an Senföl und schwefeligen Substanzen. Ganz klar, dass man daher die Triebe der Brunnenkresse auch kulinarisch verarbeiten kann. Ich möchte hingegen die Gedanken zu einer äußerlichen Anwendung des Krautes hinlenken. Des Öfteren werde ich gefragt, was man denn tun könnte, um die Kopfhaut mitsamt dem Haarboden zu pflegen und zu unterstützen. Immerhin kommt es gar nicht so selten vor, dass die Pracht auf dem Kopf mit der Zeit abnimmt. Das muss nicht immer nur hormonell bedingt sein, wie es viele Männer z. B. im Erwachsenenstadium erleben. Die Brunnenkresse hat dahingehend einige positive Eigenschaften und kann also auch dafür aufbereitet werden. Am besten ist es, wenn man sich dieses Gewächs im eigenen Garten ansiedelt, um es somit griffbereit zu haben, ohne damit die natürlichen Bestände zu beeinträchtigen. Im Fachhandel gibt es die Möglichkeit, an Samen und Pflanzen dieser Art zu kommen.

Brunnenkresse auspressen

Von den frisch abgeschnittenen Trieben der Brunnenkresse presst man den Saft aus, so gut es geht. Diesen mischt man dann mit 4-mal so viel hochprozentigem Alkohol (ca. 70 %). In Fläschchen füllen und kühl lagern. Dieses Hausmittel kann man zur täglichen Massage der Kopfhaut heranziehen. Dazu muss man es aber zuvor noch 1 : 1 mit Wasser verdünnen, ehe man es verwendet. Dient der besseren Durchblutung der Kopfhaut und somit der Festigung von Haarwurzeln und -boden. www.kraeuterpfarrer.at

Brunnenkresse (Nasturtium officinale) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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