Beruhigende Unterstützung

Die Weidenkätzchen aufgießen

Immer wieder flattern Prospekte in den Briefkasten, die um die Gunst der Konsumenten werben. Darauf werden jeweils aktuelle Angebote beworben, die es aber nur zu einer bestimmten Zeit gibt. Machen wir einen Blick in die vorzeitig aus dem Winterschlaf erwachende Natur, so dürfen wir beachten, dass dort vergleichbare Fristen gesetzt sind. Gerade im Frühling kann man auf Etliches blicken, das aus dem Boden sprießt bzw. auf den Zweigen aufbricht. Damit können wir von neuem das Leben ergänzen und die Gesundheit fördern. Wer praktisch jedes Mal den Kalender „ignoriert“, das sind die Weiden (Salix) entlang unserer Gewässer. Denn obwohl es bis zum Palmsonntag noch lange dauert, brechen die Kätzchen auf und beginnen bereits zu blühen. Da muss man schnell sein, um sie abzuschneiden und in einem kühlen Keller in dem momentanen Zustand zu halten, um für die Osterzeit gerüstet zu sein. In den Blüten der Weiden sind übrigens entzündungshemmende und schmerzstillende Inhaltsstoffe wie etwa verschiedene Salicylsäure-Verbindungen enthalten. Das bringt ebenfalls einen Vorteil für die Neven mit sich, wenn man die Palmkätzchen dementsprechend aufbereitet. Gerade dann, wenn das Wetter wechselhaft ist oder eine bestimmte Mondphase unser Gemüt zu beeinflussen scheint, kann uns die Gabe von den Weidenzweigen weiterhelfen. Dazu ist es angesagt, die aufgesprungenen Kätzchen einzeln abzupflücken und gut durchzutrocknen. Danach stehen sie als beruhigende und ausgleichende Droge zur Verfügung, die man auch in späterer Zeit noch brauchen kann. Beim Ernten sparsam umgehen, damit auch den Bienen noch genug als erste Stärkung übrigbleibt!

Tee aus Weidenkätzchen

Von getrockneten Weidenkätzchen nimmt man 2 Teelöffel voll und übergießt sie mit 1/4 Liter siedendem Wasser. Dann 15 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen und abseihen. Bei Nervenschwäche oder bei Schlafstörungen kann man am besten jeweils abends 1 Stunde vor dem Schlafengehen 1 Tasse voll davon trinken, um besser zur Entspannung und Ruhe zu gelangen. Den Tee kann man auch zusätzlich mit Honig süßen. www.kraeuterpfarrer.at

Weide (Salix) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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