Begleitung beim Wandern

Tee mit Blutweiderich

Jede Zeit hat ihre guten und schönen Seiten. Gottlob dürfen wir in einer gemäßigten Klimazone unseres Planeten Erde Woher nehmen wir unsere Energie, um all das zu bewältigen, was uns zugemutet wird? Antworten wir darauf oberflächlich, so werden wir die Nahrung und das Trinken ins Treffen führen. Sicherlich ist es wichtig, genügend Verbrennungsmaterial dem „Ofen“ Körper zuzuführen. Aber da ist noch mehr, was Menschen von der Geburt an zum Gedeihen und den Pflanzen zum Wachsen verhilft: die innere Lebenskraft. Hermann-Josef Weidinger hat einst im Betrachten der Heilkräuter den Blutweidrich (Lythrum salicaria) als Sinnbild für die Lebenskraft gefunden und beschrieben. Er bevölkert vor allem feuchte und wechselfeuchte Standorte und ist somit vorzüglich an den Ufern von Bächen und Flüssen, von Seen und Teichen zu finden. Darüber hinaus wächst er auch gerne in feuchten Gräben entlang der Wiesen und Äcker. Der Blutweiderich wurde schon seit alters her wegen seiner wunderschönen rötlich violetten Blüten geschätzt, die man zum Färben verschiedenster Materialien oder Speisen heranzog. Er beinhaltet Gerb- und Bitterstoffe, enthält auch ätherische Öle und das Glykosid Salicarin. Er besitzt demzufolge zusammenziehende Eigenschaften. Somit stellt sich dieses Kraut den negativen Kräften im Organismus entgegen und sammelt gleichzeitig alle positiven Strömungen. Um die Vitalität der Physis zu steigern, ist es gleichzeitig wichtig, die regelmäßige Bewegung des Leibes nicht zu vernachlässigen. Wenn nun das Wetter sich der Jahreszeit anpasst, so bleiben immer noch mehr als genug sonnige meteorologische Phasen übrig, die es zu nutzen gilt. Wanderungen und ausgedehnte Spaziergänge sind daher die einfachste Methode, um den Körper fit zu halten. Und vergessen wir nicht auf den Muskelapparat, der eines ständigen Trainings bedarf, um nicht zu verkümmern. Das muss jedoch lange nicht in einen übertriebenen Leistungssport ausarten. Bei Radtouren und Wanderungen darf jedoch der Blutweiderich mit von der Partie sein. Durch einen guten Blutumlauf werden auch die Vorteile des Gewächses in den Organismus transportiert.

Getränk für unterwegs

Von getrockneten und zerkleinerten Blütentrieben des Blutweiderichs nimmt man 2 Esslöffel voll und übergießt sie mit 1/2 Liter kochendem Wasser. 30 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Mit Honig und Zitronensaft ergänzen und in eine Thermosflasche füllen. Zu sportlichen Aktivitäten wie Radfahren und Wanderungen mitnehmen und unterwegs trinken. Das tut dem Körper gut und fördert die ihm eigene Immunkraft.

Blutweiderich (Lythrum salicaria) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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