Bei Hautunreinheiten

Asche von der Esche auflegen

Jeder Staat hat ein ganz bestimmtes Gebiet zur Verfügung. Nimmt man einen Atlas zur Hand oder ruft man mittels Internet eine Landkarte auf, so erkennen wir anhand der Grenzen das genau definierte Territorium der einzelnen Länder. Diese werden gesichert und nötigenfalls auch verteidigt. Das größte Organ, das der menschliche Körper besitzt, die Haut, fasst vergleichsweise ebenso alles zusammen, was wir Physis nennen. Und bei einem Baum ist es die Rinde oder am Stamm die Borke, die das Gewächs nach außenhin abgrenzt. Jetzt im Herbst tritt sie wieder verstärkt zutage, da sich der Jahreszeit entsprechend das Laub färbt und in weiterer Folge von den Ästen verabschiedet. Die Esche (Fraxinus excelsior) unterscheidet sich hierin nicht von anderen blättertragenden floralen Individuen. Gehen wir zurück in vergangene Jahrhunderte oder bloß auch Jahrzehnte, so wissen wir, dass unsere Altvorderen ihre Erfahrungen von Generation zu Generation weitergegeben haben, die sie im Zusammenhang mit der praktischen Verwendung der natürlich vorhandenen Ressourcen aus dem Wald gemacht haben. Dazu zählt auch das Umwandeln von so manch langsam herangewachsener pflanzlicher Substanz. Die Rinde der Eschenzweige ist voller Gerbstoffe. Wenn man diese Schutzschicht verbrennt, so erhält man eine feine Asche. Diese wurde unter anderem in längst vergangenen Zeiten dazu verwendet, um mit ihr Gegenstände zu reinigen. Dabei hat man entdeckt, dass ein Effekt dieses Verbrennungsrückstandes darin besteht, die Haut zu erweichen und zu säubern. Diese Erkenntnis hat man sich in weitere Folge zunutze gemacht, um mit einem Hausmittel ganz gezielt vorzugehen. Und das hat bis heute seine Berechtigung. Vielleicht sind ja diese Zeilen dazu angetan, selbst im Hinblick auf die Haut etwas auszuprobieren.

Hautunreinheiten beseitigen

Von den fingerdicken Zweigen der Esche schält man im Herbst die Rinde ab, um sie zu trocknen. Verbrennt man sie, dann erhält man eine Asche als Rückstand, die man mit etwas Wasser zu einem Brei vermengt und auf die Haut streicht. Mit einem Verband sichern und über Nacht drauf lassen. Morgens lauwarm abwaschen, abtrocknen und mit Arnika-Hautwasser abtupfen.

Eschenzweig mit Blüten und Früchten (Fraxinus excelsior) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





Kommentare geschlossen.