Zum Trinken und Gurgeln

Eibischtee pflegt Schleimhäute

Alles strebt jetzt nach oben. Wärme und Sonnenschein tun uns nach einer ziemlich kalten Wetterphase ganz gut. Da der Boden mit genügend Feuchtigkeit versorgt wurde, starten jetzt die Pflanzen mit dem Wachsen und Treiben so richtig durch. Das merkt man unter anderem auch am vermehrt notwendigen Mähen des Rasens. Unter der Erdoberfläche tut sich ebenfalls vieles, was zum Gedeihen der Flora notwendig ist. Das wollen wir angesichts einer üppigen Vegetation nicht übersehen. Es leitet mich vielmehr an, das Augenmerk des Interesses den verborgenen und sensiblen Zonen in unserem Körper zuzuwenden. Im Eibisch steht mir ein Heilkraut zur Seite, das mir hilft, mich mit den Schleimhäuten auseinanderzusetzen. Die physischen Teile, die solche besitzen, sind u. a. der Mund, die Nase, die Speiseröhre, der Magen-Darm-Kanal, die Harnröhre samt der Blase und die Nierenbecken. Die Bronchien seien hier ganz besonders hervorgehoben. Letztere reagieren sehr häufig auf Erkältungen. Das äußern sie, indem sie vermehrt an der Bronchialwand Sekrete und Schleim absondern, die dann auch einer Entsorgung bedürfen. Kein Wunder, dass man in so einem Fall wiederholt husten muss. Eine Bronchitis, vor der man leider auch im Sommer nicht gefeit bleibt, ist ein äußerst unangenehmer Zustand. Im Eibisch befinden sich viele pflanzliche Schleimsubstanzen, die sich gerade im Falle eines Katarrhs in der Lunge bewähren. Sie sind aber auch für die Pflege und Stärkung des Verdauungstraktes geeignet. Gewiss ist nun die Zeit, da man die Wurzeln des beliebten Malvengewächses in der Erde lässt, damit sich die darauf sitzenden Triebe gut entwickeln können, um ungehindert das Stadium des Blühens und Fruchtens erreichen zu können. Jetzt greift man daher auf die im letzten Herbst geerntete und sorgfältig getrocknete Droge zurück, um die Schleimhäute zu unterstützen.

Reizlindernder Tee

Von der getrockneten und zerkleinerten Wurzel des Eibischs nimmt man 2 Teelöffel und setzt diese Menge in 1/4 Liter kaltem Wasser 1 Stunde lang an. Gelegentlich umrühren und dann abseihen. Jetzt erst leicht erwärmen. Der Tee eignet sich gut zum Gurgeln bei Entzündungen im Mund- bzw. Rachenbereich. Oder man trinkt ihn, um die Lunge zu stärken. Man kann den Eibischtee in diesem Fall mit ein wenig Honig und Zitronensaft ergänzen.

Eibisch mit Wurzel (Althaea officinalis) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

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