Dem Schnupfen entgegenwirken

Mit der Käsepappel

Man ist doch gerne Herr über seinen eigenen Körper. Das gute Benehmen fordert es zudem ein, in seinen Bewegungen und Regungen bei niemandem in seiner näheren Umgebung Anstoß zu erregen. Alles kann man aber bei Weitem nicht im Griff haben. Da kitzelt es z. B. an und in der Nase, das Atmen hält inne und fast einer Explosion gleich folgt das uns nur zu bekannte „Hatschi“. Allergiker können ein leidvolles Lied davon singen. Doch schließlich trifft es auch all jene, die sich einen Schnupfen eingefangen haben. Die Käsepappel (Malva neglecta) hat sich seit jeher in den Haushalten bewährt, wenn es darum ging, die beeinträchtigte Gesundheit wiederum zurückzuerlangen. Um an die Pflanzenware zu kommen, brauchte man zumindest am Land nicht weit zu gehen. Denn auf eher trockenem Gelände an Wegrändern und Gartenflächen fühlt sich dieses liebenswerte Malvengewächs sehr wohl. Und das gilt auch heute noch. Die ganze Familie der Malvengewächse ist dafür bekannt, dass sie sowohl den Verdauungstrakt unterstützen als auch den Atemwegen dienlich sein kann. Der hohe Gehalt an Schleimstoffen in den einzelnen Pflanzenteilen erweist sich dabei als großer Vorteil. Dafür bedarf es aber auch einer eigenen Art der Aufbereitung, wenn es z. B. darum geht, einen Tee mithilfe der Käsepappel anzurichten. Das leuchtet auch ein, da mit zu viel heißem Wasser es leicht passieren kann, sich eher eine Art von Kleister zu bescheren als eben eine gut trinkbare Flüssigkeit. Und noch ein Hinweis: was der Lunge gut tut, das darf überdies auch für die Nase verwendet werden. Denn dort, wo die Ursache des Niesens sich versteckt hält, bildet sich auch ständig lästiger körpereigener Schleim, der nach Möglichkeit wieder gut weggebracht und gemindert werden sollte.

Tee zum Trinken und Aufziehen

Von den getrockneten und zerkleinerten Pflanzenteilen der Käsepappel nimmt man 2 Teelöffel voll und setzt diese 8 Stunden lang mit 1/4 Liter kaltem Wasser an. Danach abseihen und erst dann auf eine annehmbare Trinktemperatur erwärmen, aber nicht aufkochen. Den Tee bei Schnupfen am Morgen und am Abend trinken, wobei je 1 Schale davon reicht. Ein wenig Tee sollte man hernach auch in die Nasenlöcher aufziehen, um die lästigen Symptome der Erkältung bald wieder zu mindern.


Käsepappel (Malva neglecta) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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