Solange der Borretsch wächst

Auf der Haut wirken lassen

Wer jetzt in den Kräutergärten noch nach dem einen oder anderen Gewächs sucht, um es eingehender zu studieren, wird draufkommen, dass der Herbst eindeutig seine Vorzeichen setzt. Denn manches findet man nur mehr in dürrem Zustand, anderswo verfärben sich bereits die Blätter und Blüten werden immer mehr zur Mangelware. Doch es gibt auch Ausnahmen. Erblicken wir momentan den Borretsch (Borago officinalis), so können wir an ihm wohl kaum einen Wechsel der Jahreszeiten ablesen. Er wächst munter und heiter darauf los und erblüht weiterhin ungemindert, was vor allem die nektarsuchenden Bienen sehr zu schätzen wissen. Diese stellen sich an warmen Tagen zuhauf beim Borretsch ein. Diese Pflanze zählt zur Familie der so genannten Raublattgewächse, was man spätestens beim Betasten der Blätter und der Stängel auf den Fingern eindeutig zu spüren bekommt. Zerreibt man damit die grünen Wuchsteile, so entströmt diesen ein Aroma, das an einen frisch zubereiteten Gurkensalat erinnert. Somit kann man den Borretsch auch in geringen Mengen als Zusatz desselben verwenden. Besser ist es jedoch, ihn im Hinblick auf eine gesundheitliche Unterstützung rein äußerlich zu gebrauchen. Und solange eben der Borretsch noch keine Anstalten macht, sich in den winterlichen Ruhestand zu verabschieden, ist es möglich ihn direkt für eine erfrischende Maßnahme aufzubereiten. Wichtig ist dabei, dass er gleich nach dem Abschneiden verarbeitet wird. In getrocknetem Zustand erweist er sich als eher wertlos. Im Hinblick auf die Unterstützung der Herztätigkeit und des Nervengeflechts habe ich einen konkreten Vorschlag.

Badezusatz Borretsch

Frische blühende Borretschpflanzen werden 10 cm über dem Boden abgeschnitten. Danach zerkleinern und zerstampfen, bis eine breiige Masse daraus wird. 150 g davon mit 2 Liter kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten ziehen lassen. Abseihen, den Rückstand zusätzlich auspressen und die gesamte Flüssigkeit dem Badewasser in der Wanne beigeben. 20 Minuten darin baden. Dieses Bad erweist sich als hautregenerierend, weiters als herzfreundlich und nervenstärkend.

Borretsch oder Gurkenkraut (Borago officinalis) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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