Trost für Katzen

Die Weidenrinde bei Tränenfluss

Die Schöpfungszeit, die von den christlichen Kirchen alljährlich zwischen dem 1. September und dem 4. Oktober – der auch als Welttierschutztag seit Langem bekannt ist –, begangen wird, ist für mich persönlich ein willkommener Anlass, um die Verbundenheit des Menschen mit all den lebendigen Geschöpfen auf unserem Planeten wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken. Oft sind es die Haustiere, die es uns leicht machen, in so manchen vierbeinigen oder gefiederten Wesen etwas äußerst Liebenswertes zu entdecken. Unter ihnen möchte ich heute den Katzen den Vortritt lassen. Und mit ihnen zusammen den Weiden (Salix), die uns so sehr vertraut sind. In manchen Parks kann man ja manchmal ganz große Exemplare am Rande von Teichen bestaunen, deren hängende Äste wie große Vorhänge das Erholungsareal verschönern. Die Rede ist von den Trauerweiden, einer gezüchteten Form der Korbweiden. Es gibt auch offensichtlich „traurige“ Katzen. Ich möchte aber damit keine wie auch immer gearteten Emotionen der Tiere bewerten oder beurteilen. Vielmehr kennen wir das Phänomen, dass sich bei den Freunden mit kuscheligem Fell ein Tränenfluss einstellen kann, der über die Maßen andauert und die Befindlichkeit des Hausgenossen beeinträchtigt. Aus der praktisch angewandten Naturheilkunde ist uns eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung bekannt, die in den Pflanzenteilen der Weiden drinnen steckt und ihren Grund in vorhandenen Salicylsäureverbindungen hat, die sich auch in manch anderen Kräutern entdecken lässt. Was für den Menschen gut ist, kann sich genauso für Tiere als gewinnbringend herausstellen. Das werden die Veterinärmediziner durchaus bestätigen. Ein mögliches Hausmittel für Katzen möchte ich nun hier empfehlen.

Weidenrinde aufbereiten

Bei anhaltendem Tränenfluss der Katzen kann man folgendermaßen vorgehen: Von fingerdicken Ästen einer Weide schabt man die Rinde ab und zerkleinert diese. Davon nimmt man 1 Esslöffel voll und erhitzt dies mit nur wenig Wasser stark. Dann abseihen, abkühlen lassen und in die Katzenmilch rühren. Eine Zeit lang täglich dem Tier zum Trinken geben. Gleichzeitig kann man auch mit einem Tee aus Weidenrinde (1 TL für 1/8 l Wasser) einen Baumwolllappen tränken und damit die Augenlider sowie rund ums Auge reinigen.

Weidenkätzchen und Blüten ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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