Hilfe vom Feld

Kornblumen tun den Augen gut

Wer jetzt durch die Landschaft fährt oder wandert, dem bietet sich ein weiter Blick übers Land. Überall dort, wo die Ackerflächen die Sicht dominieren, liegen abgeerntet Breiten vor einem, deren Aussehen vom frisch bearbeiteten Boden gekennzeichnet werden. Nur dort, wo noch Mais und andere hochwachsende Alternativkulturen stehen, bleibt die Erde den Augen verborgen. Daher darf die Erinnerung in den frühen Sommer zurückschweifen. Da reifte das Getreide heran und oft gesellte sich die Kornblume zu den ährentragenden Halmen dazu. Ein unübersehbarer tiefblauer Farbakzent war die Folge. Die Kornblume zählt zu den Korbblütlern und kommt in vielen Gegenden häufig vor. Seit alters her schätzt man die Blüten derselben, um sie als Schmuck in der Vase zu verwenden. Sie ist übrigens in der christlichen Ikonographie ein Symbol für Maria durch ihre Nähe zum Weizenkorn, das Christus wiederum als Sinnbild für sich selbst verwendet. In der Naturheilkunde dienen die Kornblumen heutzutage eher als eine Droge, die zur optischen Verschönerung von manchen Teemischungen etwas beiträgt. Aber ihr Wert für unser Wohlbefinden ist ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. Sehr leicht kann es nämlich vorkommen, dass unsere Augen durch verschiedene Umstände beeinträchtigt werden. Viele kennen das lästige Phänomen, das die Klimaanlagen in unseren Autos verursachen. An heißen Tagen kann es schnell zu Entzündungen der Sehorgane kommen, weil ein Luftzug nicht nur das Wageninnere herunterkühlt, sondern gleichzeitig die Hornhaut die Augen bzw. die Lider austrocknet. Oder denken wir nur an langes anstrengendes Arbeiten vor einem Bildschirm am Computer. Dies kann ebenfalls ein Brennen beiderseits der Nase hervorrufen. Die Kornblume vermag hier zu helfen.

Auflagen für die Augen

Von getrockneten Blütenblättern der Kornblumen nimmt man 2 Teelöffel voll und übergießt sie mit 1/4 Liter kochendem Wasser. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Um geröteten oder übermüdeten Augen eine Wohltat zukommen zu lassen, taucht man zwei Wattebauschen in den lauwarmen Tee, hüllt diese zusätzlich in ein Stück Leinen und legt sie für eine Weile auf die geschlossenen Augen auf. Diese Maßnahme sorgt für Entspannung und Erfrischung unseres Sehsinns.

Kornblume (Centaurea cyanus) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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