Zweige mit Reinigungskraft

Auf den Wacholder zählen

In der Suche nach geeigneten Arbeitskräften ist neben dem persönlichen Engagement auch die nötige Kompetenz der neu Einzustellenden gefragt. Immerhin soll die Dienstleistung im wahrsten Sinne des Wortes Hand und Fuß haben, damit die Qualität des Gebotenen auch stimmt. Für unsere Physis benötigen wir ebenfalls geeignete Hilfskräfte, um diese von innen heraus zu reinigen. Um daher den Wacholder (Juniperus communis) zu finden, der uns dahingehend gute Dienste erweisen kann, brauchen wir nicht in die Ferne schweifen. Er gehört zur angestammten Flora des heimischen Hügellandes. Der Wacholder zählt zur großen Baumfamilie der Zypressengewächse und teilt sich somit seine botanische Verwandtschaft u.a. mit Lebensbäumen, Mammutbäumen und Sicheltannen aus fernen Ländern. In unserer Phantasie können wir ein paar Zweige vom heimischen Wacholder herunterschneiden und daraus einen Besen binden. Gewiss wird uns ob seines spitzen Nadelkleides recht bald die Lust daran vergehen. Aber dennoch ist der Gedanke nicht abwegig, den Kranewittbaum für einen Kehraus heranzuziehen. In einer anderen Weise kann er eine notwendige Aufgabe für uns verrichten und dafür sorgen, dass unser Blut wiederum sauberer wird. In allen pflanzlich unterstützten Anwendungen, die mit dem Wacholder oder dessen Früchten durchgeführt werden, soll man Bedacht darauf nehmen, dass dadurch die Nieren leicht gereizt werden könnten. Daher sollen gerade diese Organe möglichst gesund und intakt sein.

Ein Tee aus Zweigen

Fingerdicke frische Wacholdertriebe, die tunlichst von Exemplaren aus Gärten stammen sollen, werden ganz fein in Scheiben geschnitten und getrocknet. Davon nimmt man dann 1 gehäuften Teelöffel voll und stellt diesen in 1/4 Liter kaltem Wasser auf den Herd. Kurz aufwallen und anschließend 15 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen. Abseihen und morgens gleich auf nüchternen Magen 3 Wochen lang trinken. Dies reinigt das Blut. Sollte dabei aber eine Unverträglichkeit spürbar werden, diese Kur wieder abbrechen.

Wacholderzweig mit Beeren ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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