Das Schwitzen reduzieren

Ganz einfach mit Salbei

Das Wetter ist fixer Bestandteil von Alltagsgesprächen. Egal, ob wir darüber klagen oder uns einfach nur freuen: wir müssen es nehmen, wie es ist. Niemand wird wohl mehr leugnen können, dass sich die Zahl der warmen und heißen Tage in den letzten Jahren erhöht hat. Im Reich der Kräuter gibt es dabei auch gleich einen Nutznießer. Der Salbei (Salvia officinalis), dem der Sommer lieb und teuer ist, kann uns sicher helfen, wenn es gilt, als mitteleuropäischer Erdbewohner mit vermehrter Hitze zurechtzukommen. Dafür hat er eine gute Bewährungsprobe hinter sich. Denn immerhin stammt er von einer klimatischen Zone, die rund um das Mittelmeer eben nicht gerade zu den kühlen Bereichen Europas zählt. Was zur Wärme in dieser Gegend noch hinzukommt, ist die geringe Menge an Niederschlägen. Kalkhaltige und steinige Böden sind die Bedingungen, auf denen der Salbei gerne wurzelt. Hohe Temperaturen bedeuten für den menschlichen Körper einen Mehraufwand an Energie und Flüssigkeit. Das sind nun einmal die Folgen, die unser Schwitzen nach sich zieht. Wer fleißig mit seinen Händen und dem Einsatz seiner Muskeln arbeitet, wird damit rechnen, dass sich auf der Stirn, unter den Achseln, auf der Brust oder am Rücken Feuchtigkeit einstellt, die unsere Haut mittels ihrer Schweißdrüsen freisetzt. Es gibt aber ebenso Umstände, durch die man ins Schwitzen kommt, ohne sich viel zu bewegen. In lauen und warmen Sommernächten kann es leicht passieren, dass man im Bett klatschnass daliegt und anscheinend dagegen wehrlos ist. Hände und Füße sind zudem Gliedmaßen, die ebenfalls leicht schwitzen. Dann darf der Salbei zur Stelle sein.

Salbei frisch verwenden

Ein paar Salbeiblätter werden im Garten abgezupft und mit einem Messer fein zerkleinert. 1 Esslöffel nimmt man davon und übergießt dies mit 1/4 Liter kochendem Wasser. 15 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Morgens und abends je eine Tasse davon getrunken, eventuell mit etwas Honig gesüßt, kann effizient mithelfen, um den Nachtschweiß und das häufige Schwitzen an Händen und Füßen einzudämmen.

Salbei ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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