Für Ostern vorsorgen

7 Kräuter als Gesundheitsmaßnahme

Jetzt geht es unweigerlich auf Ostern zu. Die Schüler genießen bereits die wohlverdienten Ferien und die Palmkätzchen sind auch schon für das kommende Jahr vorbereitet und empfangen heute den kirchlichen Segen. Es ist eine Zeit des Aufbruchs und der Neuorientierung. Und es sind heilige Tage, die uns bevorstehen. Die Zahl Sieben deutet ebenfalls auf eine sakrale Beschaffenheit hin, die wir z. B. an der Reihe der einzelnen Sakramente der Kirche oder an den Gaben des Heiligen Geistes ablesen können. Eine Teemischung, die ebenso mit dieser Zahl an Kräutern bestückt ist, soll uns auch in dieser Phase bis Pfingsten hin begleiten. Brennnessel, Gänseblümchen und Gundelrebe, Löwenzahn und Schafgarbe, Schlüsselblume und Wohlriechendes Veilchen sind geradezu bestens geeignet, um dem Leib etwas von dem frühlingshaften Neubeginn zuteil werden zu lassen. Letztendlich gilt es, die Vergangenheit samt dem Ballast, der sich u. a. durch einseitige und oft üppige Ernährung, durch ein Bewegungsdefizit und durch ein Zuwenig an frischer Luft gebildet hat, hinter sich zu lassen. Dies gelingt jedoch nicht von hier auf jetzt, sondern darf durch einen allmählichen Übergang gestaltet werden, den eben das Trinken eines Tees begleitet. Die Mischung, die aus dem Kräuterpfarrer-Zentrum in Karlstein stammt, hat sich nun schon seit langem bestens bewährt, um den Körper einerseits zu entlasten und zu entschlacken. Andererseits bringen die Inhaltsstoffe der einzelnen Kräuter auch viel Förderndes mit ein, wie die Unterstützung der Verdauung oder die Festigung des Immunsystems. Wie gesagt, für Ostern vorsorgen heißt in diesem Fall eben nicht nur, die Fenster zu putzen und gegebenenfalls die Eier zu färben. Der eigene Leib und der ihm innewohnende Geist bedürfen ja auch der Pflege und der Aufmerksamkeit. Ein Tee macht’s möglich.

„Sieben Osterkräuter“

Die eben beschriebenen Pflanzen – Brennnessel, Gänseblümchen, Gundelrebe, Löwenzahn, Schafgarbe, Schlüsselblume und Wohlriechendes Veilchen – sind in einer eigenen Teemischung zusammengefasst. Gönnen Sie sich daher etwas ganz Konkretes, um den Organismus aufzubauen und den Körper zu entgiften! So einfach geht’s: 2 Teelöffel der Mischung mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten ziehen lassen. Danach abseihen und genießen. Am besten 3 Wochen lang 3-mal täglich eine Schale. Dann eine Woche aussetzen und wiederholen. Das ergibt genau sieben Wochen! Die fertige Teemischung „Sieben Osterkräuter“ (100 g à € 7,50) ist im Kräuterpfarrer-Zentrum erhältlich: Tel. 02844/7070 – DW 11 od. 31, bestellung@kraeuterpfarrer.at oder im webshop www.kraeuterpfarrer.at


Schlüsselblume Blütenbüschel ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya


zwei Veilchenblüten ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya


Grundrebenzweig ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





Nomen est omen

Das Lungenkraut unterstützt die Atemwege

Haben Wegweiser auf den Straßen bald ausgedient? In Zeiten der permanenten Verbindung zum Internet scheint es bald überflüssig zu sein, an den Abzweigungen der Straßen und Wege einen Hinweis zu erhalten. Gott geb’s, dass dem nicht so werde. Aufgrund der Beziehung des Menschen zu den Pflanzen, die er über Jahrtausende aufgebaut hat, flossen so manche Hinweise in die Namen der jeweiligen Gewächse ein. Ein Beispiel davon kann man mit gutem Glück beim Gang durch die blühende Natur am Waldboden entdecken. Es ist fast jedermann bekannt und trägt die Bezeichnung Geflecktes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis). Mit seinen zweifach gefärbten Blüten bildet es einen adretten Schmuck auf oft noch karg bewachsenen Flächen. Viele von uns kennen dieses Heilkraut unter den liebevollen Volksnamen, die ihm schon vor langen Zeiten zugedacht wurden. So wird das Lungenkraut auch „Brüderchen und Schwesterchen“ oder „Hänsel und Gretel“ genannt. Aufgrund seiner Blattmusterung erinnert es an die Lungenbläschen und gibt so eine Wegweisung für dessen Wirkung. In der Tat erweist sich das Lungenkraut als ein Heilgewächs, das durchaus imstande ist, eine schleimlösende und gleichzeitig stärkende Wirkung hervorzurufen. Natürlich beschränkt sich diese Unterstützung nicht nur auf den Rachen- und Lungenbereich. Selbst im Magen- und Darmtrakt kann es zu gegebener Zeit eine Hilfe sein, wie etwa bei Durchfall oder bei Magenverstimmung. Wer also jetzt immer noch einen förmlich winterlichen Ballast durch die langwierigen Nachwirkungen der einen oder anderen Erkältung mit sich herumschleppt, sollte die Wegweisung, die das Lungenkraut anbietet, nicht übersehen.

Lungenkraut-Tee

Vom zerkleinerten blühenden Kraut des Gefleckten Lungenkrauts, das entweder frisch oder getrocknet verwendet werden kann, nimmt man 2 Teelöffel und übergießt sie mit 1/4 Liter kochendem Wasser. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Bei hartnäckiger Erkältung trinkt man davon 3-mal am Tag je 1 Tasse und kann ruhig etwas Honig dazutun. Bei Durchfall jedoch sollte man den Lungenkraut-Tee ungesüßt trinken.


Lungenkraut ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





Das Ursprüngliche hat Kraft

Das Wilde Stiefmütterchen reinigt

Mit dem Slogan „Zurück zum Ursprung“ werben viele Produzenten, die es sich zum Ziel gesetzt haben, biologische Produkte auf den Markt und somit an den Mann zu bringen. Bei den Haustierrassen wissen wir ebenso, dass viele Zuchtformen von einer einst wild lebenden Art abstammen. Das trifft nicht minder bei so und so vielen gebräuchlichen Blumen zu, die jetzt wiederum in die Beete und Kisterl gepflanzt werden. Als dankbar, weil pflegeleicht, erweisen sich die Stiefmütterchen in sämtlichen Variationen. Ihre Ahnen müssen selbst schauen, wie sie zurechtkommen und tun das unmittelbar in nächster Umgebung auf Feld und Flur ganz bravourös. Das Wilde Stiefmütterchen (Viola tricolor) ist jedoch weniger eine gärtnerische Zierde als vielmehr ein wichtiges Glied im Gleichgewicht der pflanzlichen Natur. Und zudem hilft es mit seinen Wirkstoffen dem menschlichen Organismus. Dazu zählen Salizylsäureverbindungen ebenso wie ätherisches Öl, Flavonoide, Gerbstoffe und Schleimstoffe. Wenn nun der Osterputz angesagt ist, so darf man auch durchaus ein Scherflein dazu beitragen, damit dieser nicht nur im Haus sondern ebenso in unserem Körper durchgeführt wird. Dort kommt es ja zu oft unliebsamen Ablagerungen in Form von Verkalkungen bzw. kristallinen Einlagerungen, die uns ganz schön zu schaffen machen können. Daher ist es sicher gut, hierbei Vorsorge zu treffen und auf die Reinigung der Verdauung und der Gefäße zu achten. Im Wilden Stiefmütterchen finden wir einen Kumpan, dem diese Arbeit nicht zu billig ist. Gewiss kann man jetzt nur auf die getrocknete Droge dieser Pflanze zurückgreifen. Wenn aber dann der Sommer ins Land zieht, sollte man in Eigenregie darangehen, diesen kostbaren Kräuterschatz zu ernten und einzulagern.

Stiefmütterchen-Tee

Von einem Gemisch aus getrocknetem zerkleinerten Kraut bzw. den Blüten des Wilden Stiefmütterchens nimmt man 2 Teelöffel voll und übergießt sie mit 1/4 Liter kochendem Wasser. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abseihen. Davon können durchaus bis zu 3 Tassen über den Tag verteilt getrunken werden. Dies kann durchgeführt werden, um bei Hautleiden und Harnbeschwerden, bei Gicht und Rheuma sowie bei Nervenschwäche und Erschöpfungszuständen eine pflanzliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.


Acker Stiefmütterchen ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





Eine Menge an Gerbstoffen

In der Blutwurz Hilfe für den Magen finden

Um an Bodenschätze zu gelangen, bedarf es oft kolossaler Maschinerien, die ins Gestein bzw. in die Erde vordringen. Viele Stollen zeugen auch in unserer Heimat von diesem Suchen nach Verwertbarem. Es gibt zudem noch den so genannten Tagbau, wobei man meist breitflächig die Erdoberfläche abträgt, damit ein Mineral zugänglich wird. Ähnlich verhält es sich mit den Wurzeldrogen innerhalb der praktischen Kräuterkunde. Auf der Suche nach einer Pflanze, die dem Magen bzw. dem Darm helfen kann, landen wir z. B. bei der Blutwurz (Potentilla erecta). Dieses Rosengewächs hat eine etwas populärere Verwandte in der Form des Gänsefingerkrautes. Schon seit jeher finden wir in den Registern der Naturheilkunde die Blutwurz als gebräuchliches Kraut bei mehreren Leiden, denn sie besitzt eine stark zusammenziehende Kraft. Das erweist sich u. a. auf der Haut oder im Rachenbereich als günstig. Doch blicken wir noch etwas tiefer, nämlich in die innen liegenden Organe und Windungen des Verdauungstraktes. Nur allzu leicht kann es passieren, dass gerade durch eine unvernünftige Ernährung das Gleichgewicht der Funktion des Magens und des Darmes ins Wanken gerät. Doch können in manchen Fällen auch schädliche Bakterien dafür verantwortlich sein, dass es bei uns im Bauch kräftig rumort und der Durchfall nicht nur eine kurzfristige Dauer aufweist. Alles Mögliche wird in diesem Fall dann ausprobiert. Die Blutwurz wird dabei leider oft übersehen, weil sie vielleicht viel zu wenig bekannt ist. Drum darf man ruhig wieder vermehrt in den vielfältig gesundheitsfördernden Wurzeln einen so genannten Bodenschatz entdecken, der gerade im Frühjahr gehoben und konkret verwendet werden kann.

Blutwurztee für die Verdauung

Von der frisch kleingeschnittenen oder von der getrockneten zerkleinerten Wurzel der Blutwurz nimmt man 2 Teelöffel voll und gießt 1/4 Liter kaltes Wasser darüber. Dann kurz aufkochen und 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Abseihen und schluckweise trinken. Nicht süßen. Bei Magenverstimmung, bei Darmbeschwerden verschiedenster Ursache kann dieser Tee 3-mal am Tag jeweils in der Menge einer Tasse konsumiert werden.


Blutwurz ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





Bitter gegen sauer

Das Tausendguldenkraut bei Sodbrennen

Wenn es darum geht, eine Parade von sehr anmutigen und gleichzeitig eleganten blühenden Kräutern zumindest im Geiste an einem vorüberziehen zu lassen, so fallen sicherlich den botanisch Aufgeschlossenen eine Menge an Beispielen ein, die man hier aufzählen könnte. Gerade jetzt bietet die grünende Natur genügend Anschauungsmaterial dafür. Ich denke aber zusätzlich noch an ein Gewächs, das erst im Sommer zur eigentlichen Entfaltung gelangt. Konkret meine ich das Tausendguldenkraut (Centaurium erythraea). Was dem Auge schmeichelt, das erweist sich aber als äußerst bittere Angelegenheit, sobald unsere Geschmacksnerven mit diesem Enziangewächs z. B. in Form eines daraus aufgegossenen Tees in Berührung kommen. Man kann die grazile Pflanze im Sommer auf Waldlichtungen und an Trockenhängen finden. Für Heilzwecke verwendet man vor allem das blühende Kraut, das vorsichtig getrocknet und gut eingelagert wird. Wer dem Tausendguldenkraut jedoch in der freien Natur begegnet, der sollte es an Ort und Stelle stehen lassen, um nicht seinen Bestand zu gefährden. Viel besser ist es, auf die Ware zurückzugreifen, die in den Apotheken und im Fachhandel angeboten wird. Zudem gibt es auch eigens für den Garten gezüchtete Sorten, die ohne schlechtes Gewissen für den eigenen Gebrauch verwendet werden können. Der hohe Gehalt an Bitterstoffen, der diesem schmucken Pflänzchen eigen ist, bewährt sich gerade dann, wenn einem die Säure aus dem Magen zu schaffen macht. Auch wenn dies paradox klingt, sollte man dennoch den Versuch nicht unterlassen, es zumindest auszuprobieren.

Tausendguldenkraut-Tee für den Magen

Will man lediglich diese eine Pflanzensorte verwenden, so nimmt man 1 Teelöffel voll des getrockneten und kleingeschnittenen Krautes und rührt es des Abends in 1/2 Liter kaltes Wasser. Über Nacht stehen lassen und am nächsten Morgen abseihen. Wenn man den Tee zeitnahe der üblichen Mahlzeiten schluckweise trinkt, so wirkt sich das positiv auf die Verdauung aus. Dies ist vor allem bei Sodbrennen von Vorteil, da man damit dieses Problem abschwächen oder ganz in den Griff bekommen kann.


Tausendguldenkraut ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





Mit Heilkraft umgeben

Schlüsselblumen über die Haut aufnehmen

So gut und so fortschrittlich die Technik in Sachen Kommunikation vorangeschritten ist, so sehr hinkt die tatsächliche Fähigkeit der Menschen, gut miteinander zu kommunizieren, hinterher. Selbst im eigenen Haus ersetzen E-Mails oder SMS oft einen von Angesicht zu Angesicht geführten Dialog. In der Heilkunde dient als Ort eines guten Kontaktes zwischen Pflanze und Leib nicht nur der Magen, sondern in vielen Fällen auch die Haut. Die Echte Schlüsselblume (Primula veris), die heute angesichts des fortschreitenden Frühlings an der Reihe ist, wird in der Heilkunde sehr gerne zur Begleitung von Atemwegserkrankungen herangezogen. Ausschlaggebend dafür ist der reiche Gehalt an Schleimstoffen, den ihre sämtlichen Wuchsteile in sich tragen. Doch darüber hinaus stärkt das Himmelschlüsselkraut das Herz, regt die Harnausscheidung an und treibt den Schweiß, was sich wiederum beim Auskurieren von Grippe und Erkältungskrankheiten als günstig erweist. Nicht zu unterschätzen ist ebenfalls die beruhigende Wirkung des Primelgewächses. Wer mit dem Einschlafen Probleme hat, ist daher gut beraten, sich in irgendeiner Form mit den Schlüsselblumen in Verbindung zu setzen. Ja, und diese Art der Kommunikation kann nun über unsere äußerste Körperhülle erfolgen, die zusätzlich noch an mehreren Stellen eine hohe Sensibilität und damit eine dementsprechende Aufnahmebereitschaft aufweist. Zudem bereitet ein Bad in der Wanne eine sehr probate Möglichkeit, um Entspannung zu erlangen.

Schlüsselblumen als Badezusatz

150 g von frischen oder getrockneten Blüten der Echten Schlüsselblume werden mit 2 Liter kochendem Wasser übergossen. Danach 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Die somit erzielte Menge an Tee leert man in die bereits mit warmem Wasser gefüllte Badewanne. Ca. 15 bis 20 Minuten darin baden. Damit erzielt man eine beruhigende Wirkung bei Gicht- und Gelenksschmerzen und überdies bei Neuralgien, Migräne und Schlaflosigkeit.


Schlüsselblume mit Erde ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





Nicht unterkriegen lassen

Mit dem Gänseblümchen Kräfte sammeln

Frühjahrsmüdigkeit ist ein stetes Thema der gegenwärtigen Phase, in der sich ein erneutes Erstehen und Erwachen in der Natur vor den Fenstern vollzieht. Eigentlich wäre es dann logisch, dass sich unser Gemüt und unsere Physis ebenso ganz leicht tuen, das Tagewerk zu bestreiten und zusätzlich in der Freizeit die nötige Energie für wie auch immer geartete Unternehmungen aufzubringen. Bei den Pflanzen haben wir Beispiele, wie dies funktionieren könnte. So ist es vor allem das Gänseblümchen (Bellis perennis), das gewissermaßen das ganze Jahr über aktiv bleibt. In dieser Weise stellt es uns auch seine wertvollen Inhalte zur Verfügung, um uns in der Sorge um die Gesundheit nicht alleine zu lassen. Doch diese kommt sehr oft zu kurz. Wir merken es meist erst, wenn der Körper unmissverständliche Signale aussendet, die in einer Dysfunktion eines Organs oder in Form einer Krankheit zum Ausdruck gebracht werden. Es ist unter diesem Aspekt ja ebenfalls nicht verwunderlich, wenn sich Infekte oder Schwächen dann immer wieder von neuem einstellen. So weit muss es aber nicht kommen. In der Übergangszeit des Wetters, das nun immer wärmere Temperaturen liefert, ist es ganz normal, wenn der Körper für diese Umstellung vermehrte Kraft benötigt. Daher sind wir leichter müde. Leider macht uns ein schlechter seelischer Zustand noch zusätzlich zu schaffen. Das Gemüt wiederum aufzurichten, ist oft eine Kunst, die man sich selbst nicht zutraut. Darum kann man im Gänseblümchen diesbezüglich einen guten Beistand entdecken, der es schafft, sowohl den Leib als auch die Seele hoffnungsvoll zu stimmen.

Blütenwein mit Gänseblümchen

Die Zutaten sind leicht beisammen: Zuerst benötigt man 1 Handvoll frischer Blüten der Gänseblümchen, die man von einem möglichst sauberen und unbelasteten Ort sammelt. Hinzu kommen noch der Saft einer halben Zitrone und 1 Esslöffel Honig. All das setzt man in einem verschließbaren Glasgefäß zusammen mit 1 Liter Rotwein 8 Tage lang an. Danach abseihen und filtrieren. Kühl lagern. Bei Abgespanntheit, Niedergeschlagenheit und Frühjahrsmüdigkeit ab und zu einen kleinen Schluck zur Aufmunterung zu sich nehmen.


Gänseblümchen mit Erde ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





Natürliche Haarpflege

Linden liefern einen wertvollen Beitrag

Ich halte mich im wahrsten Sinne des Wortes gerne an Bäume an. Das geschieht nicht so sehr mit den Händen als vielmehr mit den Augen, wenn ich mit dem Auto an ihnen vorüberfahre oder noch besser, wenn ich zu Fuß unterwegs bin und direkt vor ihren oft mächtigen Stämmen verweilen darf. Aus vergangenen Jahrhunderten haben sich z. B. die alten Lindenbäume erhalten, die einst wichtige Straßen und Zufahrten säumten. Sie spenden bis heute wertvollen Schatten, wenn sie ihr Laubkleid tragen und liefern so einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Luft. Von der Linde kennen wir in unseren Breiten vor allem zwei Arten: die Sommerlinde (Tilia platyphyllos) und die Winterlinde (Tilia cordata), deren Exemplare je eine Höhe bis zu 40 Metern erreichen können. Die Breite der Kronen sehr alter Bäume ist auf jeden Fall ehrfurchtserweckend. Wenn also die Linden schon die Straßen säumen, dann soll uns das gleichzeitig daran erinnern, ihre Wirkkräfte zu heben und zu nutzen. In jeder Hausapotheke pflanzlicher Art befindet sich ein Gefäß, das mit getrockneten Blüten der Baumgiganten bestückt ist. Bei Grippe und starken Erkältungen wäre es nur recht und gut, diese zum vermehrten Schwitzen zu Hilfe zu nehmen. Jetzt im Frühling lassen sich durchaus auch die Knospen und jungen Blätter wie ein Gemüse verarbeiten. Der Duft der Lindenblüten weist aber darüber hinaus darauf hin, sie als kosmetische Ergänzung zum Einsatz zu bringen. Denn immerhin tut es der Haut gut, mit den Inhaltsstoffen der Linden in Berührung zu kommen. Als Grundlage hierfür dient die aufbereitete Rinde, die von jungen Ästen geschält und getrocknet wird. Und ein weiteres Mal sind es die Blüten, die vor allem am Kopf Verwendung finden dürfen.

Linde für Kopf und Haar

Einen Tee, den man im herkömmlichen Heißaufguss aus getrockneten Lindenblüten zubereitet (2 TL für 1/4 l kochendes Wasser, 15 min. Ziehdauer), soll man nicht nur trinken, sondern ihn auch für äußerliche Zwecke heranziehen. Nach der normalen Haarwäsche ist es angebracht, die Haare gründlich mit Lindenblütentee zu waschen. Das Haar wird dadurch weicher und geschmeidiger. Zusätzlich entspannt sich die Kopfhaut angesichts dieser Maßnahme, die somit zu einem vermehrten Wohlbefinden beiträgt.


Lindenblüten ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





Wechselwirkung am Beet

Der Knoblauch unterstützt Jungpflanzen

Die Sorge um den Menschen ist das erstrangige Ziel einer durch den christlichen Glauben motivierten Nächstenliebe. Das darf ruhig auch einmal festgehalten werden, da es auf der Welt immer noch genügend Lücken gibt, wo diese Haltung noch nicht praktiziert wird. Dennoch ist es in der Folge ganz wichtig, die Schöpfung hochzuhalten und ihren Fortbestand nach Möglichkeit zu sichern. Das darf selbst beim eigenen Garteln passieren. Denn dort ist es angesagt, Verantwortung für das jeweils anvertraute Grün zu übernehmen. Der Knoblauch (Allium sativum), den wir durchaus nutzbringend für unsere Gesundheit verwenden dürfen, kann ebenso den Pflanzen im Garten beistehen. Es ist ja nicht damit getan, einfach Samenkörner in die Erde oder in den Keimtopf zu stecken, um dann allem was kommt, freien Lauf zu lassen. Auf diese Weise hätten all jene, die außer uns auch am heranwachsenden Gemüse partizipieren möchten, ein leichtes Spiel. Nein, das Sich-Kümmern um die Jungpflanzen auf dem Beet ist sicher notwendig, um dann am Ende ein umso besseres Ernteergebnis in Empfang nehmen zu können. Ziehen wir als Beispiel die Gurken oder ähnliche Gewächse heran. Sie entwickeln ihre Triebe am Boden. Dort hält sich aber die Feuchtigkeit, die einerseits durch das regelmäßige Gießen zustande kommt und die andererseits durch den Niederschlag und den Tau ebenso präsent ist. Wo es feucht ist, nisten sich sehr gern Pilze verschiedenster Art ein, die der Pflanze in ihrem Wachstum nicht unbedingt förderlich sind. Daher ist es gut, hier eine Vorsorge zu treffen, die keine schwer abbaubaren Chemikalien als Waffe benutzt. Mit dem Knoblauch können wir einen ganz praktischen Schritt tun, um am Beet die Widerstandskraft zu stärken.

Knoblauch-Jauche selbst gemacht

Um eine Jauche herzustellen, die man im Garten ganz gut einsetzen kann, benötigt man eine Menge von 500 g Knoblauch. Dessen Zehen werden frisch zerhackt und dann in 10 Liter Wasser in einem eigens dafür aufgestellten Gefäß angesetzt. Zirka 2 bis 3 Wochen im Freien stehen lassen, bis der Gärungsprozess wiederum zur Ruhe gekommen ist. Damit ist die Jauche auch schon verwendbar. Man soll sie 1 : 10 mit Wasser verdünnen und kann sie dann über den Boden gießen, um die darauf heranwachsenden Jungpflanzen gegenüber Pilzerkrankungen widerstandsfähiger zu machen.


Knoblauch ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya