In den Duft hineinsinken

Rosmarin und Orangen kombinieren

Viele können es kaum erwarten, dass es endlich auf Weihnachten zugeht. Zumindest deuten die Dekorationen des städtischen Bereichs der Einkaufsmeilen und Plätze eindeutig darauf hin. Die bereits eröffneten Christkindlmärkte sind ebenfalls nicht zu übersehen. Da darf man doch auch die Frage stellen, mit welchen Aromen diese einerseits geschäftige und andererseits gemütliche Zeit in Verbindung steht. Abseits von Zimt und Anis möchte ich heute zwei weitere Duftakzente einbringen, die durchaus ebenso ihre Aktualität besitzen. Als erstes soll der Rosmarin (Rosmarinus officinalis) dahingehend aufgerufen werden. Dieser mediterrane Lippenblütler, dem die Sonne nichts ausmacht, lässt sich ja schließlich sehr gut als naturheilkundliche Hilfe gebrauchen. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes kein trüber Geselle, sondern vermag mit seiner ihm innewohnenden Heiterkeit all jene anzustecken, die sich eher ausgelaugt und -gebrannt fühlen. Der Rosmarin kurbelt genauer gesagt die Durchblutung an und trägt dazu bei, dass in unserem Organismus wiederum mehr in Bewegung kommt. Wenn wir unser geistiges Auge mit diesem Heilkraut bereits Richtung Süden gewendet haben, wollen wir von dort einen anderen Akzent mit herbeiholen, der gut in den beginnenden Winter passt. Es sind die Orangen (Citrus sinensis), die nun wieder vermehrt die Obstschalen füllen und deren Konsum durchaus zu empfehlen ist, um den Vitaminvorrat im Körper aufzustocken. Ihr Fruchtfleisch bietet überdies dem Verdauungstrakt ein griffiges Material in Form von Ballaststoffen. Damit verringert man die Gefahr, dass der Darm träge wird. Die Schalen der Orangen kann man sich übrigens auch für das Wohlergehen des Leibes zunutze machen. Vielleicht ist uns ja aus Kindheitstagen noch in Erinnerung, dass sich mit der Hülle der Orangen kleine Feuerwerke inszenieren ließen, da man diese in der Nähe einer Kerze ausgedrückt hat. Ihre ätherischen Öle bewirkten diesen erheiternden Effekt. Es ist jedoch wesentlich ungefährlicher, diesen für die Haut zu nutzen.

Ein aromatisches Bad

Von getrocknetem, zerrebelten Rosmarinkraut nimmt man 200 g und von getrockneten und zerkleinerten Bio-Orangenschalen 50 g. Diese werden in ein Leinensäckchen gefüllt, das man beim Einlassen der Wanne unter den Wasserhahn hängt. Das heiße Wasser lässt man langsam darüberlaufen. Zum Schluss das Wasser auf ca. 38° C temperieren und ca. 15 Minuten in der Wanne samt dem gefüllten, zugebundenen Leinensäckchen bleiben. Das duftet gut und stärkt sowohl die Haut als auch den gesamten Organismus.


Rosmarin Blütenzweig ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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