Ein Segen von den Zweigen

Die Esche und ihre Samen

Die ersten Anzeichen des beginnenden Wachstums auf den Bäumen und Sträuchern sind jeweils ein Grund zur Hoffnung und zur Freude. Das hat man in den letzten Tagen besonders bemerkt, als die Palmkätzchen feierlich gesegnet und von den Kirchen mit nach Hause gebracht wurden. Die Weiden sind jedoch nicht die einzigen, von denen so mancher Segen abfällt. In der Naturheilkunde hat auch die Esche (Fraxinus excelsior) ihre besondere Bedeutung. An diesem Baum ist sehr vieles verwertbar. Schätzt man bei der Möbelherstellung besonders das Holz, so kann man die Rinde, die von dünnen Ästen geschält und getrocknet wird, zu einem Tee aufbrühen, der sich bei Infekten als fiebersenkend erweist und zusätzlich eine adstringierende Wirkung mit sich bringt. Letzteres kommt u. a. der Haut zugute. Junge Eschenblätter wiederum sind als Beigabe für schmackhafte Salate nicht zu verachten. In lang zurückliegenden kargen Zeiten hat man wiederum das getrocknete Herbstlaub der Bäume für das Vieh als Einstreu verwendet. Vom letzten Herbst lässt sich aber aktuell eine Gabe der Eschen sehr gut heranziehen, um damit in den neuen Frühling zu gehen. Ich meine die Samen, die zum Teil noch immer an den kahlen Ästen hängen, sofern nicht die Gimpel diese als bekömmliche Winternahrung bereits vor uns geerntet haben. Jetzt ist es besonders angesagt, den Körper beim Entgiften zu helfen. Das geschieht indirekt über eine vermehrte Harnabgabe. Wenn nun der eigene Kreislauf stabil ist sowie das Herz unbelastet und beschwerdefrei seinen treuen Dienst versieht, kann man darangehen, hin und wieder einen Eschen-Tag in das Gesundheitsprogramm des laufenden Frühjahrs einzubauen.

Tee aus Eschensamen:

20 g getrockneten Eschensamen in 1 Liter kaltem Wasser zustellen und kurz aufkochen. Dann 15 Minuten ziehen lassen und abseihen. In eine Thermoskanne gefüllt, dient diese Abkochung als Tagesgetränk, das als harntreibend gilt. Durch diese Maßnahme unterstützt man die Reinigung des Blutes sowie des ganzen Organismus.


Eschenblätter und Blüten ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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