Von innen und von außen

Die Birke macht die Haut geschmeidig

Ein Staat versteht sich als gesellschaftliches Gebilde, das auf einer Landkarte eindeutig aufgrund seiner territorialen Grenzen identifiziert werden kann. Dies ist für all jene, die diesem kommunalen Zusammenhang angehören genauso von Bedeutung als ebenso für jene, die sich außerhalb dieses Gebietes aufhalten. Der Leib kann im übertragenen Sinn durchaus damit verglichen werden. Jedoch das, was diesen zusammenhält und gegenüber seiner Umwelt abgrenzt, ist die Haut. Bei einem Baum wie der Birke (Betula pendula) ist es am Stamm und an den Zweigen die Rinde, die als eine ähnliche Schutzzone fungiert. Im Gegenzug liefert meiner Meinung nach gerade dieser häufige Baum mit seinen des Sommers raschelnden Blättern einen guten Vergleich zur Haut des Menschen. Damit ist in diesem Fall nicht die helle Farbe gemeint, die das Äußere der Birke so unverwechselbar auszeichnet. Vielmehr meine ich die Tatsache, dass es auch hier ganz feine Schichten gibt, die man wie ein feines Blatt Papier in Streifen abziehen kann. Bei der menschlichen Haut gibt es ganz verschiedene Typen. Ist die Haut äußerst trocken, so beginnt sie an mehreren Stellen zu schuppen. Die davon Betroffenen werden auch eher über einen Juckreiz klagen als jene mit einer fettigeren Leibesoberfläche. Die Hängebirke, die u. a. ebenfalls als Weißbirke bezeichnet wird, liefert alljährlich eine grüne Blätterpracht, die man seit alters gerne für Heilzwecke verwendet. Ein Tee aus diesen Pflanzenteilen erweist sich beim Konsumieren als harntreibend und somit als reinigend für Blut und Nieren. Weniger bekannt ist da schon die Tatsache, dass dieser Trunk die Absonderung des Gallensekretes fördert und somit eine gute Verdauung unterstützt. Und heute ist es mir wichtig, die gute Unterstützung der Birke für die Haut hervorzuheben.

Trinkkur und Waschung mit Birkenblättern:

All jene von uns, die unter einer sehr trockenen und daher gleichzeitig gesteigert empfindlichen Haut zu leiden haben, sei eine Maßnahme aufgezeigt, die ganz einfach umzusetzen ist. Aus getrockneten und zerkleinerten Blättern der Birke kann man einen Aufguss herstellen. Für 2 Esslöffel der Blattdroge verwendet man 1/2 Liter kochendes Wasser zum Überbrühen. Dann 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Einen Teil davon trinkt man über den Tag verteilt ungesüßt als Tee, der verbleibende Rest wird für Waschungen der Haut herangezogen.


Birkenblätter und -blüten ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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