Dem Husten etwas entgegensetzen

Salbei und Wermut als Abwehr

Beim Besuch eines Konzertes oder einer aufwändig inszenierten Oper kann der Kunstgenuss durchaus mit einer anspannenden Geduldsprobe verbunden sein. Die ausführenden Künstler sind dafür nur in den seltensten Fällen verantwortlich. Vielmehr zieht das Husten aus den Reihen des Publikums ganz ungewollt unsere Aufmerksamkeit auf die akustische Draufgabe, die nicht unbedingt unser Wohlwollen findet. Doch bleiben wir einmal beim Husten. Seit Jahrtausenden kennen wir Menschen die große Heilkraft des Echten Salbeis (Salvia officinalis). In alten Quellen finden wir Aufzeichnungen z. B. in chinesischen Lehrbüchern, griechischen und römischen Schriften bis hin zu den mittelalterlichen Schilderungen über die Naturheilkunde. Er wächst als stark verzweigter Halbstrauch. Die jungen Sprossen und Blätter des Echten Salbeis sind weißfilzig behaart und erwecken dadurch einen silberfarbenen Eindruck. Die hellvioletten Blüten stehen an den Stängelspitzen in Scheinquirlen zwischen 4 und 8 Stück. Charakteristisch ist für unsere Heilpflanze ihr herber Geruch, den man sofort beim Zerdrücken der einzelnen Teile zu riechen bekommt. Dieser zeigt an, dass sich Atemwege, Haut und Verdauung über die Unterstützung durch die Salbeipflanze freuen. Ein anderes sonnenliebendes Kraut ist ebenfalls der Wermut (Artemisia absinthium). Beide populären Heilpflanzen können gerne zu Hilfe genommen werden, um hartnäckigen Husten zu minimieren. Eine freie und gesunde Lunge macht uns überdies wiederum ein Stück mehr gesellschaftsfähig. – Um jedes Missverständnis in dieser Hinsicht auszuräumen, möchte ich aber hinzufügen, dass der Grad der Gesundheit, wie immer er auch beschaffen sein mag, keinen Einfluss auf den gottgegebenen Wert einer Person hat.

Chronischen Husten verringern:

Die Atemwege bedürfen einer vermehrten Aufmerksamkeit, sobald diese entzündet und verlegt sind. Das äußert sich sehr oft durch starkes hartnäckiges Husten. Salbeitee, der aus getrockneten Blättern im Heißaufguss zubereitet und regelmäßig getrunken wird, kann mithelfen, um dieses Leiden wiederum zu beheben. Am besten trinkt man früh und abends je eine Schale voll davon. Zusätzlich kann man den Tee mit ein paar Tropfen einer Wermuttinktur anreichern. Letztere sind als Wermuttropfen in den Apotheken samt kompetenter Beratung erhältlich.


Salbeizweig ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya


Wermut ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya



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