Gute Rahmenbedingungen schaffen

Den Brombeeren etwas zutrauen

Oft ist es doch so, dass sich Mitarbeiter in einem Betrieb genauso wie freiwillige Helfer in den verschiedensten kommunalen Verbänden nicht recht wohl in ihrer Haut fühlen. Anlass dafür ist meistens eine fehlende Arbeitsbeschreibung der zu erledigenden Aufgaben vor Ort. Kurz gesagt: klare Rahmenbedingungen verbessern sowohl das Arbeitsklima als auch das Wohlbefinden der Einzelnen. Die Brombeeren säumen in der freien Natur oder im Garten sehr oft Grenzbereiche entlang von Wegen, Zäunen und Feldrainen. So sind sie für mich persönlich ein Sinnbild des eben Angesprochenen. Es nimmt daher keineswegs Wunder, dass sie in ihren Wirkkräften genau in jenen körperlichen Bereichen einsatzfähig sind, die z. B. den so genannten Verdauungstrakt abstecken. Ich meine damit konkret die Mundhöhle und den Endverlauf des Darmes. Woher sollen wir aber gerade jetzt in der ersten Hälfte der Vegetationsperiode des Jahres die berühmten blauschwarzen Beeren hernehmen? Fast hätten wir in unseren Überlegungen die Blätter übersehen, die sicher nicht zu verachten sind. Zudem bedeutet es nicht viel an Mühe, sie entsprechend aufzubereiten. In den Monaten Mai bis September können sie geerntet und sorgfältig getrocknet werden. Sie enthalten wertvolle Gerbstoffe, die in einer sehr milden Weise adstringierend wirken. Selbst bei heiserer Stimme ist es möglich, sich dieser Heilkraft zu bedienen. Aber auch bei kleinen Entzündungsherden ist es ratsam, auf die Brombeerblätter zurückzugreifen.

Brombeer-Blättertee zubereiten:

Von getrockneten und frisch zerkleinerten Blättern der Waldbrombeeren nimmt man 2 Teelöffel voll und übergießt sie mit 1/4 Liter kochendem Wasser. Anschließend 15 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Täglich können 2 bis 3 Schalen voll davon getrunken werden. Es empfiehlt sich, dies bei flotterem Stuhlgang zu tun. Logischerweise soll man bei Verstopfung diesen Tee aber meiden. Jener Aufguss eignet sich ebenso gut als Mundspülung, um die Mundschleimhaut und das Zahnfleisch zu pflegen.


Brombeere ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

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