Die Birken bieten ihre Blätter feil

Selbst bei Hühneraugen verwendbar

Noch rauscht es nicht im Birkenwald. Dazu sind die hellgrünen jungen Blätter noch zu weich. Erst wenn diese zur vollen Größe herangewachsen sind und eine relativ harte Struktur aufweisen, dann entsteht bei geringem Luftzug bereits das bekannte Rascheln in der Krone des Birkenbaumes. Mit ein wenig Phantasie kann man sich dabei vorstellen, dass die Äste uns eine Geschichte aus längst vergangenen Zeiten erzählen wollen. Nun, nicht jedem ist so romantisch zumute. Immerhin kann es sein, dass oft schon kleine physische Beeinträchtigungen das Leben ziemlich erschweren können. Dazu zählen ganz gewiss auch die allseits bekannten Hühneraugen an unseren Füßen. Aufgrund von lang andauernden Druckeinwirkungen entstehen an punktuellen Stellen diese berühmt berüchtigten hornartigen Gebilde, die durchaus schmerzvoll auf sich aufmerksam machen können. Gar viele Mittel werden dafür angepriesen und so mancher Rat kann sich dabei als erlösend erweisen. Es braucht auf jeden Fall ein gutes Maß an Geduld und ebenso an Konsequenz, um der Hühneraugen Herr zu werden. Aber es ist doch ein allgemeines Übel, dass wir uns für unseren Bruder Leib viel zu wenig Zeit nehmen. Wir dürfen für unser Wohlbefinden ruhig etwas investieren, ohne dabei gleich ein schlechtes Gewissen bekommen zu müssen. Denn was nützt es, wenn wir niemals Rücksicht auf uns selbst nehmen und über kurz oder lang dann etliches an unserer Lebensqualität einbüßen. So sollen z. B. die Hühneraugen, sofern vorhanden, Anlass sein, um genau darüber nachzudenken und einen konkreten Schritt für eine größere Wertschätzung seiner selbst zu tun. Um Hühneraugen zu behandeln, soll man zu allererst ein heißes Fußbad in Salzwasser nehmen, das 10 Minuten lang dauert. Und danach unmittelbar die Hilfe der Birke in Anspruch nehmen.

Birkenblätter-Tee als Fußbad:

5 Esslöffel voll getrocknete, zerkleinerte Birkenblätter werden mit 1 Liter kochendem Wasser überbrüht. 20 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Diesen Tee dem Fußbadewasser beifügen und 5 Minuten lang die Füße drinnen lassen. Danach kalt nachspülen. Nach dem Abtrocknen legt man eine frisch geschnittene Zwiebelscheibe auf das Hühnerauge und befestigt dies mittels eines Verbandes. Über Nacht oben lassen und am Morgen entfernen. Nach 2 Wochen Anwendung ist es in der Regel möglich, nach einem Fußbad das Hühnerauge herauszuschälen. Die betroffene Stelle abschließend mit Arnikatinktur betupfen.

Birkenblätter ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

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