Dort schauen nur andere hin

Was dem Nacken gut tut

Ein Brückeneinsturz, was der alles bewirken kann, wissen wir Österreicher seit letzter Zeit nur allzu gut. Gott sei Dank waren im steirischen Frohnleiten keine Opfer zu beklagen, als dort das uns allen bekannte Unglück passierte. Auf diesem Weg wünsche ich Kraft und Segen allen, die den Wiederaufbau zu bewerkstelligen haben! In unserem Körper gibt es auch äußerst neuralgische Zonen, die wir mit wichtigen Verkehrswegen vergleichen dürfen. Die für alle Bereiche wohl wichtigste Verbindungs-Trasse stellt der Hals dar. Ihn passieren ununterbrochen die Luft des Ein- und Ausatmens. Die Nahrung geht diesen Weg, sofern keine Magensonde deren Aufnahme ersetzt. Und schließlich queren alle Impulse des Nervensystems, die vom Gehirn ausgehen, die Bahnen dieser verletzlichen Stelle. Wie gut es tut, wenn geschulte Hände den Nacken massieren, wissen alle, die sich einer derartigen Anwendung unterziehen. Ich meine jedenfalls, dass unser Nacken im Bezug auf unsere Aufmerksamkeit gegenüber dem Bruder Leib zu kurz kommt. Dabei ist es meines Erachtens wichtig, die rechte Selbstliebe eben dadurch zu kultivieren, indem wir uns liebevoll um den Körper kümmern. Des Morgens zeigt uns der Spiegel jedoch nur die Vorderseite des Halses. Unter der Dusche können wir den eigenen Nacken höchstens ertasten. Durch gezielte Übungen, die konsequent durchgeführt werden, lässt sich einiges an der Haltung im Schulter- und Halsbereich ins Lot bringen. Doch vergessen wir nicht auf die Haut, die so manche gute Botschaft für den Nacken in sein Inneres transportieren kann, das von den Heilkräutern, wie z.B. dem Johanniskraut, ausgeht.

Johanniskraut-Öl zum Einreiben:

Wer zu Depressionen neigt oder dessen Gefäßsystem auf irgendeine Weise Verspannungen aufweist, der darf zu einem Ölauszug greifen, der mithilfe des Johanniskrautes hergestellt worden ist. Damit kann man regelmäßig den Nacken einreiben, um so an dieser Stelle eine wohlige Wärme zu fördern, die letztendlich in den ganzen Organismus ausstrahlt. Dadurch verringert sich in gewisser Weise die Schmerzempfindlichkeit des Körpers. Gleichzeitig stimulieren wir damit unser Immunsystem auf eine sanfte Weise.

Johanniskraut mit Wurzel ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

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