Pflege von unten nach oben

Mit Lavendel bei den Füßen beginnen

Wer meint, dass die Schönheitspflege eine Entwicklung der frühen Neuzeit sei, geht weit irr. Die Archäologie hat schon bei den alten Ägyptern ganze Sets aus Fläschchen und Tiegeln zu Tage befördert, die einzig und allein der Pflege des Äußeren dienten. Natürlich waren auch die alten Römer und Griechen nicht minder schönheitsbewusst. Das Wort „Kosmetik“ leitet sich ja vom klassischen Griechisch ab (κοσμἐω, kosmeo = ordnen, schmücken). Der Lavendel (Lavandula officinalis) ist zwar eine Pflanze, vereint aber beide Übersetzungen des griechischen Grundwortes für Kosmetik in sich: seine Zweige ragen mitsamt den Blüten wohlgeordnet gen Himmel, und keiner würde die schmückende Eigenschaft dem wohlduftenden Lippenblütler aberkennen wollen. So wenig also der Sonnenliebhaber Lavendel es nötig hätte, seine Erscheinungsform auf Hochglanz zu trimmen, so sehr kann er aber einen Beitrag liefern, die einem selber und der Umwelt ganz gut tut. Immerhin ist ein gepflegtes Äußeres ja nicht nur mit den Augen wahrnehmbar, sondern zusätzlich sind es unsere Geruchsnerven, welche die Anwesenheit anderer angenehm oder im schlimmsten Fall abstoßend erscheinen lässt. Die Füße machen so manchen Zeitgenossen in dieser Hinsicht zu schaffen. Lavendelblüten haben eine derart große Menge an sommerlichem und wohlduftendem Aroma, dass sie einen Gutteil davon gerne an uns abgeben. Darum ist es ratsam, diese zur Pflege der Füße des Öfteren heranzuziehen.

Lavendelblüten-Fußbad:

Von getrockneten Blüten einer guten und naturheilkundlich verwendbaren Lavendelsorte nimmt man 2 Esslöffel voll und überbrüht diese mit 1/4 Liter kochendem Wasser. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, damit sich ihr Duft samt den ätherischen Ölen mit dem Aufguss besser verbindet. Zum Abschluss abseihen und dem vorbereiteten Wasser für das Fußbad hinzufügen. Ca. 10 Minuten mit den Füßen darin baden. Das wirkt geruchsbindend und stärkt zusätzlich auch unser Nervensystem, das wohlweislich mit den Fußsohlen korrespondiert.

Lavendel ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

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