Ein Moos, das keines ist

Das Islandmoos dient als Futter und Heilmittel

So ein Geysir im eigenen Garten wäre schon etwas ganz Praktisches! Nicht wahr?! Man denke nur an die Heizkosten, die uns jährlich erspart blieben. Aber wenn das liebe „Wenn nicht“ wär! Die unterirdischen heißen Quellen gibt es in Island und an anderen Stellen unserer schönen Welt. Außerhalb des kleinen Inselstaates existiert überdies auch das Isländische Moos (Cetraria islandica). Botanisch gesehen gehört es zu den Flechten und dient bis heute den Waldtieren nördlicher Breiten als winterliche Nahrungsreserve. Das Isländische Moos enthält reichlich Pflanzenschleim. Seit langen Zeiten wird es daher auch für die häusliche Heilkunde verwendet. In Form von pharmazeutischen Produkten in unseren Apotheken kennen das Islandmoos ohnehin viele von uns, wenn es gilt, die verschleimten und verkühlten Atemwege wiederum heiler und gesünder zu machen. Generell unterstützt das niedrige Kraut die verstärkte Tätigkeit der Drüsen in unserem Organismus. Es kann natürlich auch vorkommen, dass man aufgrund einer stressigen Lebenssituation oder einer gerade überwundenen Krankheit den Appetit verloren hat. Dann gehört man zu jenen, die eben nicht vermehrt jede nur greifbare Nahrung in sich hineinschlingen und durch ein so genanntes Frust-Essen die Maßgröße der eigenen Kleidung nach oben erhöhen. In diesem Falle ist es daher nötig, wieder Freude am Essen zu bekommen. Das Islandmoos stellt einen guten Begleiter durch die Wintermonate dar. Nicht nur in Island ist es zu finden. In den Alpenländern kommt es ebenfalls vor. Es schätzt vor allem kühle und feuchte Standorte. In noch existierenden Torfmooren und selbst auf Wiesen ist es in höheren Lagen zwischen dem Gras anzutreffen.

Wieder den Appetit fördern:

Ein voller Teelöffel Isländisches Moos wird mit 1/4 Liter kaltem Wasser aufgekocht. Danach lässt man das Ganze 10 Minuten ziehen, bevor man den fertigen Tee abseiht und trinkt. Auf den Magen hat das Getränk auf jeden Fall eine gute Wirkung, da es die Schleimhäute beruhigt.

Isländische Moosflechte ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

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