Natürlicher Kreislauf

Kräuter schätzen Kräutertees

Ein gutes Essen am Feiertag ist eine feine Sache. Wenn dann nach genossenem Mahl ein Mittagsschlaf dazukommt, erfährt das Ganze die dementsprechende Abrundung, die sehr wohl auch zur Förderung des Leibesumfangs beitragen kann. Das Fest des heiligen Josefs, des Arbeiters, und der Tag der Arbeit liefern ja wohl Grund genug dafür! Womöglich wird heute eher wenig Kräutertee getrunken. Hat man das Glück, im Freien sitzen zu können, fällt vielleicht der Blick auf die frisch bepflanzten Beete und Rabatten. Die Erde und der schon eingebrachte Naturdünger sind wichtig, damit die Wurzeln das treibende Grün mit Kraft und Nahrung versorgen können. Aber dennoch darf man sich auch Gedanken machen, wie es die restlichen Monate über weitergeht. Denn immerhin gedeiht nur alles dann prächtig und unseren Erwartungen entsprechend, wenn man selbst liebevoll Hand anlegt und für das Wohlergehen der Gewächse Sorge trägt. In der täglichen Arbeit im eigenen grünen Reich vor der Haustür fällt das ganze Jahr genügend Abfall an, um damit einen Komposthaufen anlegen zu können. Dort verrotten die verschiedenen Pflanzenteile zu wertvollem Humus. Es wäre fahrlässig, würde man diesen nicht von chemischen Giftstoffen freihalten. Denn wir wissen alle, dass die auch oft als harmlos bezeichneten Produkte zur Schädlingsbekämpfung eine überaus hohe Verfallszeit besitzen und somit noch nach Jahren im Boden und leider ebenso im Grundwasser nachzuweisen sind. Es gibt jedoch einen anderen Weg, um äußerst wertvolle und heilsame Inhalte dem künftigen Humus mitzugeben. Wer sich heute also ein Achterl oder ein kühles Blondes gönnt, der darf den Pflanzen auch einen guten Schluck zugestehen. Keine Angst! Die grünen Freunde werden damit sicher nicht zur Konkurrenz an der bereits voll besetzten Schank werden. Ein Kräutertee im Garten tut’s auch! Allen meinen Lesern ein Hoch zum 1. Mai!

Mischtee für Kompost und Beete:

Aus verschiedensten Kräutern und Pflanzenspitzen kann man willkürlich eine Mischung zusammenstellen, aus der man im Heißaufguss einen Tee kocht und auskühlen lässt. Dieser wird dann im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt. Nach einem Regenguss kann man die Rabatte damit gießen und den Komposthaufen damit anfeuchten. Das hat für die Pflanzen auf kurze und lange Sicht eine heilende und abwehrende Wirkung.

Kräutergarten in Karlstein ⓒ Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

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