Das Schuhwerk wird leichter

Huflattich hilft den Schweiß mindern

Das ganze Leben müssen sie uns tragen. Von früh bis spät gilt es für sie, unser gesamtes Gewicht abzufedern und zu balancieren. Solange wir des Gehens fähig sind, gibt‘s quasi kein Pardon für unsere Füße. Jetzt im Frühling, da bereits die Huflattichblüten die Straßenränder und Bachufer säumen, kann man sich wiederum leichteres Schuhwerk an unsere Treter schnallen. Somit darf nicht nur unsere Lunge durchatmen, auch unsere Füße bekommen erneut mehr Luft. Oder doch nicht? Es wäre natürlich leichtsinnig, durch zu langes Stehen auf winterkalten Böden die Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Denn bekanntlich tut Übermut selten gut. Dennoch sollten wir darauf achten, langfristig ein gesundes Klima für unsere Füße zu ermöglichen. Ganz leicht kann es vorkommen, dass diese – gut zugeschnürt und womöglich noch in künstlichen Stoffen verstaut – ins Schwitzen kommen. Die Folgeerscheinung lässt dann so manchen die Nase rümpfen, der uns zu nahe kommt. Dagegen ist man in den seltensten Fällen machtlos. Daher zurück zum Huflattich. Nachdem die Blühphase dieses Korbblütlers vorbei ist, beginnen dessen Blätter auszutreiben. Zur vollen Größe gelangt, dürfen diese bereits geerntet und getrocknet werden. Man sollte sich aber, um sicher zu gehen, den Standort der kleinen sonnenähnlichen Blüten merken, da es leicht vorkommen kann, dass man die Weiße Pestwurz mit dem Huflattich verwechselt. Erstere übertrumpfen jedoch ihre anscheinenden Doppelgänger an Blattgröße. Zur äußerlichen Anwendung eignen sich auf jeden Fall die schirmartigen Blätter des bekannten Frühlingsboten.

Fußbäder bei übermäßigem Schwitzen:

Eine Menge von 50 g getrockneter Blätter des Huflattichs (Tussilago farfara) wird mit 1 Liter kochendem Wasser übergossen. Das Ganze ca. 15 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen, dann abseihen und ins Fußbadewasser gießen. Hinzu kommen noch 2 Esslöffel voll Apfelessig, bevor man die Füße ziemlich heiß darin badet. Durch diese Anwendung vermindert sich die hohe Schweißabsonderung des Gehwerks.

Huflattich ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

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