Eine heilsame Munition

Den Odermennig als sanfte Abwehr einsetzen

Die einzelnen Ressorts der Staatsführung wurden nach erfolgreichen Koalitionsverhandlungen durch die jeweiligen Minister und Staatssekretäre neu bzw. in altbewährter Weise besetzt. Der Wunsch unseres Herrn Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer ging in Erfüllung. Das Ringen um ein Regierungsprogramm für die neue Legislaturperiode fand einen konkreten Abschluss. Zu einem funktionierenden Staatswesen gehört auch eine aktive und einsatzbereite Staatsverteidigung. Es steht mir fern, an dieser Stelle eine Diskussion darüber zu entfachen, welche Art der Rekrutierung und der Bereitstellung von Soldaten samt notwendiger Gerätschaft zur Sicherung unserer Souveränität die beste sei. Aber eines ist sicher: im schlimmsten Falle des Falles braucht man eine Munition, um sich zu verteidigen. In der Sorge um die Gesundheit verhält es sich nicht anders. Wenn jemand meint, unsere Welt bestünde nur aus Harmonie und eitler Wonne, der dürfte nicht unbedingt die täglich präsente Realität erfasst haben. Wer von uns würde denn nicht das Phänomen kennen, dass verschiedenste Bakterien und Viren die Grenzen unseres Leibes überschreiten und den einen oder anderen Bereich darin ihr neu erobertes Gebiet nennen? Unter den Heilkräutern finden sich eine Menge an wirkvollen Gewächsen, die man durchaus schon präventiv einsetzen kann, um den Leib abwehrbereit zu halten. Unter anderem ist es dem Odermennig (Agrimonia eupatoria) anzusehen, dass er eine ganze „Ladung“ an helfenden Substanzen parat hat. In seiner Wuchsgestalt ähnelt dieses Rosengewächs nämlich einer kleinen Königskerze. Am aufrechten Stamm dieses Krautes bilden sowohl die Blütenknospen als auch die Fruchtstände kleine Kügelchen, die an Kanonenfutter erinnern. Wir wollen das alte Jahr aber natürlich friedlich ausklingen lassen. Also Schluss mit kämpferischen Bildern! Besser ist da allemal ein alkoholischer Auszug, der die Gesundheit wiederherstellen hilft.

Odermennig-Tinktur:

100 g getrocknetes und zerkleinertes Odermennig-Kraut wird 14 Tage lang in 1 Liter Obstbrand angesetzt. Danach abseihen und in dunkle Flaschen füllen. Bei verschleimten Atemwegen und Bronchitis kann man dreimal täglich einen Esslöffel von dieser Tinktur zu sich nehmen, sofern man Alkohol verträgt. Dies hat sich ebenso auch bei Blasenkatarrh und Harnwegsinfekten schon bewährt.

Odermenning ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

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