Frühjahrsmüdigkeit im Herbst?

Oder einfach nur schlapp

Alles andere als positive Motivation ist es, eine Betrachtung über die Müdigkeit zu halten. Man könnte nun eine Litanei anstimmen, die folgende Themen artikuliert: der Winterschlaf, die Frühjahrsmüdigkeit, die Folgen der großen Hitze samt Sommerdepression, der Herbst mit seinen drückenden Nebeln und eben wieder der Winterschlaf. So gesehen, ist es gleich am besten, eine Liegestatt als Zentrum der Wohnung einzurichten. Spaß beiseite! Es gibt natürlich genug physische und psychische Gründe für Ermüdungszustände. Gerade dann, wenn ein Mensch mit seinen Aufgaben an Grenzen stößt und über eine längere Zeit einfach überfordert ist, muss man diese Symptome ernst nehmen. In keinem Fall aber sollte man sich diesem Schicksal ergeben, sondern nach Änderungsmöglichkeiten Ausschau halten. Abgesehen von der kompetenten medizinischen Diagnose gibt es durchaus die Möglichkeit, selbst tätig zu werden und die Heilkräuter als Begleiter einzuschalten. Um eine allgemeine Stärkung des Organismus zu erlangen, ist es angezeigt, die Schafgarbe (Achillea millefolium) um ihre Hilfe zu bitten. Die Gemeine Schafgarbe zählt zur Familie der Korbblütler. Sie ist eine ausdauernde Pflanze, deren Wurzeln flach unter der Erdoberfläche wachsen. An guten Plätzen erreicht sie eine Wuchshöhe bis zu 70 cm. Charakteristisch und wissenschaftlich namensgebend (millefolium) sind die feingefiederten Blätter des populären Korbblütlers. Normalerweise sind die doldenartig geformten Blütenstände weiß gefärbt, manchmal aber auch leicht rosa. Blüten und Blätter haben einen bitter-herben Geschmack.

Labsal über die Haut:

Von einem Gemisch aus getrockneten Blüten und Blättern der Schafgarbe nimmt man ca. 2 Händevoll und übergießt sie in einem Gefäß mit 1 Liter kochendem Wasser. Dann 20 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen und den Schafgarben-Tee dem Badewasser in der Wanne hinzufügen. Diese Anwendung stärkt das Gemüt samt dem allgemeinen Wohlbefinden. Es vertreibt zudem so manches Gefühl der Niedergeschlagenheit.

ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

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